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Prinzessin Elisabeth "Ich war sehr berührt von den Mädchen in meinem Alter"

Prinzessin Elisabeth
© Dana Press
Prinzessin Elisabeth von Belgien hat ihre Mutter Königin Mathilde auf deren Unicef-Reise nach Kenia begleitet. Dort fand sie in ihrem ersten Interview offene Worte über ihre Eindrücke.

Es war eine kleine Überraschung: Ende Juni begleitete Prinzessin Elisabeth, 17, ihre Mutter Königin Mathilde, 46, auf deren Unicef-Reise nach Kenia. Drei Tage reisten die beiden im Namen der Hilfsorganisation Unicef durch das ostafrikanische Land, besuchten Schulen, Entwicklungsprogramme, Flüchtlingslager, Slums, eine Fußballakademie und einen Massai-Stamm. Auf Prinzessin Elisabeth hat die Reise einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Die 17-Jährige fand offene Worte über ihre Erfahrungen.

Prinzessin Elisabeth von Belgien mit Königin Mathilde in Kenia

Am letzten Tag ihrer Tour besuchten Prinzessin Elisabeth und Königin Mathilde ein Dorf der Massai im Kajiado County. In der Grundschule Il-Bisil, einem Internat, wird über 600 Kindern Unterricht garantiert, während die Eltern weit weg wohnen. Die Kinder hatten Gelegenheit, den belgischen Royals einige Fragen zu stellen. Ein Kind wollte gern wissen, wie viele Kinder Mathilde habe. "Vier", antwortete sie und erwähnte, dass sie ihre älteste Tochter mit dabeihat. Prinzessin Elisabeths jüngeren Geschwister Prinz Gabriel von Belgien, 15, Prinz Emmanuel, 13, und Prinzessin Eléonore, elf, waren daheim in Belgien bei ihrem Vater Prinz Philippe, 59, geblieben.

In Kenia besucht Prinzessin Elisabeth mit ihrer Mutter Königin Mathilde Schüler der Grundschule Il-Bisil. 
In Kenia besucht Prinzessin Elisabeth mit ihrer Mutter Königin Mathilde Schüler der Grundschule Il-Bisil. 
© Dana Press

"Es kommen viele Eindrücke auf mich zu"

Elisabeth wollte den Journalisten auch persönlich ihre Eindrücke in Kenia schildern und sprach laut "Dana Press" kurz vor den Kameras. Ein wenig aufgeregt sei die 17-Jährige gewesen. Schließlich war es das erste Mal, dass die Prinzessin eine Art Interview gegeben hat. "Es kommen viele Eindrücke auf mich zu. Zuerst war ich von den Kindern sehr berührt, die ich im Flüchtlingslager Kakuma getroffen haben, weil sie so klein und zerbrechlich sind. Und sie haben schon so viele Traumata in ihrem Leben erlebt", erzählte Elisabeth sichtlich bewegt. "Ich war auch sehr berührt von den Mädchen in meinem Alter, die ich in den letzten Tagen getroffen habe, weil sie in einer so schwierigen Situation so viel Mut und Ausdauer zeigen."

"Es gehen schon mehr Mädchen in die Schule"

Durch diese Reise habe sie die Arbeit von Helfern und Organisationen wie Unicef kennengelernt und erfahren, wie groß deren Einfluss in der Gemeinschaft sei. "Es gehen schon mehr Mädchen in die Schule. Die Mentalität zur Genitalverstümmelung und Zwangsheirat ändert sich langsam", so Prinzessin Elisabeth. Mit diesen bewegenden Eindrücken ging es für die belgische Prinzessin am Donnerstag (27. Juni) zurück in die Heimat.

Verwendete Quellen: Dana Press

mzi / mit Material von Dana Press Gala


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