Prinzessin Cristina: Was wusste die Prinzessin?

Das gab es noch nie: Eine Angehörige der spanischen Königsfamilie ist Verdächtige in einem Betrugsprozess

Sie war lange die Lieblingsprinzessin des Volkes, aber das hilft ihr jetzt nichts: Infantin Cristina, 47, zweitälteste Tochter von Spaniens König Juan Carlos, steht plötzlich im Fokus des Betrugsprozesses gegen ihren Mann. Ist sie tatsächlich in die Affäre um Iñaki Urdangarin, 45, verwickelt? Dem früheren spanischen Handballnationalspieler wird vorgeworfen, als Vorsitzender der als gemeinnützig deklarierten Stiftung Nóos - sie akquiriert unter anderem Fördergelder für Sport-Events - zwischen 2004 und 2006 Gelder veruntreut zu haben.
Als vor einigen Jahren der erste Verdacht laut wurde, legte Urdangarin auf Druck des Königs den Vorsitz nieder und siedelte mit Cristina und den vier Kindern nach Washington über. 2012 dann wurde auf Mallorca Anklage gegen ihn erhoben. Der Richter ordnete zunächst an, dass er und sein ehemaliger Nóos-Partner Diego Torres 8,1 Millionen Euro Kaution hinterlegen müssen.

Urdangarin behielt zwar den Titel "Herzog von Palma de Mallorca", den der König ihm zur Hochzeit verliehen hatte. Doch offizielle Auftritte sind inzwischen unerwünscht. Das gilt auch für Cristina. Sie war ebenfalls im Nóos-Vorstand, aber, wie Urdangarin im laufenden Prozess aussagte, nicht aktiv. Nun jedoch werden Vorwürfe laut, Cristina und weitere Familienmitglieder hätten schon lange von den Machenschaften gewusst. Urdangarins Ex-Vertrauter Diego Torres spielte der Presse Mails zu, die Cristina als Mitwisserin entlarven sollen.

Gefallene Lieblinge: Sportfan Juan Carlos begrüßte 1997 die Heirat seiner Tochter Cristina mit Handballer Iñaki Urdangarin (bei einem Event 2006). Inzwischen wurde Urdangarin von der königlichen Webseite entfernt.

Royals

Königs bei der Arbeit 2013

24. Februar 2014: Prinz Philip besucht das erste Battalion der "Grenadier Guards" in der englischen Stadt Aldershot. Der Herzog von Edinburgh ist Oberst des Regiments.
26. Dezember 2013: Alle Jahre wieder: Die Queen wünscht bei ihrer Weihnachtsansprache aus dem Blue Drawing Room des Buckingham Palace in London "A merry Christmas".
16. Dezember 2013: Prinzessin Beatrice und Prinzess Eugenie besuchen die "8th Annual Charity: Water in NYC"-Gala in Brooklyn.
13. Dezember 2013: Königin Máxima trifft lokale Farmer auf ihrer Reise durch Tansania.

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Bei Hofe ist man "verwundert" über die jüngsten Entwicklungen. Zunächst hieß es vorige Woche, Cristina solle bereits am 27. April als Verdächtige zu einer Anhörung vor Gericht erscheinen. Dann setzte die Staatsanwaltschaft den Termin aus - es gebe bisher zu wenig Indizien. In der Zwischenzeit hatte der König schon Staranwalt Miquel Roca gebeten, er möge im Ernstfall Cristinas Verteidigung übernehmen.

Die turbulenten Ereignisse fallen in eine Zeit, in der die Monarchie bereits massiv unter Druck steht. So wurde der König - er erholt sich derzeit von einer Bandscheiben-OP - vergangenes Jahr heftig für seine Großwildjagd in Afrika kritisiert. Auch seine Freundschaft zur deutschen Geschäftsfrau Corinna Prinzessin zu Sayn-Wittgenstein warf Fragen auf.

Gala

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Gala: Inhaltsverzeichnis

Spaniens Königspaar

Felipe und Letizia mit ihren Töchtern

19. Juni 2019  Am fünften Jahrestag der Krönung ihres Vaters begleiten Prinzessin Sofía und Prinzessin Leonor König Felipe und Königin Letizia zur feierlichen Verleihung eines Ehrenordens.
19. Juni 2019  König Felipe erklärt seiner Tochter Prinzessin Leonor die Zeremonie.
19. Juni 2019  Prinzessin Leonor lächelt für die Fotografen in die Kamera.
19. Juni 2019  Königin Letizia lächelt ihrer Tochter Prinzessin Sofía zu.

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Cristina und Iñaki sind in der Gunst des Volkes tief gefallen. Viele Spanier bezweifeln inzwischen sogar, dass man das Königshaus überhaupt noch brauche. "Die Menschen empfinden es als Genugtuung, dass jetzt wirklich alle vor dem Gesetz gleich sind", sagt Alexandra Wilms, Redakteurin bei der "Mallorca Zeitung", zu "Gala".

Zu Ostern, als das Thronfolgerpaar Felipe und Letizia mit Königin Sofía traditionsgemäß einen Gottesdienst in Palma de Mallorca besuchte, kamen nur etwa halb so viele Menschen wie sonst. Sehr viele dagegen versammelten sich, als dort kürzlich eine Straße umbenannt wurde. Die "Rambla de los Duques de Palma", die "Allee der Herzöge von Palma", heißt auf Wunsch der Mallorquiner nun nur noch "La Rambla". Nichts soll mehr an ungeliebte Menschen erinnern.

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