Prinzessin Cristina + Iñaki Urdangarín: Ist ihr Luxusleben bald vorbei?

Seit rund drei Jahren lebt Prinzessin Cristina mit ihrer Familie in Genf. Schlecht geht es ihr fernab vom Hof nicht. Im Gegenteil. Der laufende Prozess könnte das allerdings verändern

Prinzessin Cristina + Iñaki Urdangarín

Prinzessin Cristina steht als erstes Mitglied der spanischen Königsfamilie vor Gericht. Sie teilt die Anklagebank mit ihrem Mann Iñaki Urdangarín. Es geht um hohe Summen, denn mit Hilfe der angeblich gemeinnützige Stiftung "Noos" sollen jahrelang Gelder in Millionenhöhe unterschlagen worden sein. Ein unschöner Prozess für das einstige Glamourpaar, das als Hoffnungsträger des Könighauses gehandelt wurde und jetzt ziemlich allein dasteht.

Denn König Felipe ging schon kurz nach seinem Amtsantritt 2014 auf Distanz zu seiner Schwester und entband sie von allen royalen Verpflichtungen. 2015 entzog er ihr außerdem den Titel "Herzogin von Palma de Mallorca".

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©Gala

Job in der Schweiz

Für den Prozess kehrt Prinzessin Cristina immer wieder zurück in ihre Heimat, denn die 50-Jährige übersiedelte schon 2013 nach Genf, um dort für die Kulturstiftung der Sparkasse "La Caixa" zu arbeiten. Die Arbeit kam wie gerufen und wurde angeblich eingefädelt von König Juan Carlos, der seine Tochter aus der Schusslinie bringen wollte. So glich der Umzug einer Flucht. Schließlich war die Infantin in Spanien massiv unter Druck geraten, in der Schweiz lockte dagegen ein anonymeres Leben.

Was wie ein selbst gewähltes Exil weit weg vom höfischen Leben, der engsten Familie und ohne royale Privilegien klingt, fällt allerdings keineswegs zurückhaltend aus. Immer wieder gelangen nämlich Details zum Luxusleben der Königstochter in die Schlagzeilen: Cristina residiert in einem Genfer Nobelwohnviertel. Nicht in einem Palast, aber in einer exklusiven Wohnung. Ihre Kinder Juan, Pablo, Irene und Miguel gehen auf eine teure Privatschule und ihre Eltern gönnen sich gerne Luxusurlaubsreisen zu zweit. Bescheidenheit im Lebensstil? Die Spanier können es bei Prinzessin Cristina nicht erkennen.

Doppeltes Gehalt

Sie kann stolz König Felipe, Königin Letizia und Prinzessin Sofia auf Kronprinzesssin Leonor! Im Rahmen des Prinzessin-von-Asturien-Preises hält die junge Thronfolgerin am Abend des 18. Oktober eine beeindruckende Rede vor großem Publikum. Damit tritt die 13-Jährige in die Fußstapfen ihres Vaters, der im gleichen Alter im Jahr 1981 zum ersten Mal offiziell vor das Mikro trat. Die Prinzessin-von-Asturien-Preise werden jährlich in Oviedo, der nordspanischen Hauptstadt des Fürstentums Asturien, überreicht. Sie gelten als "spanische Version der Nobelpreise" und sind mit 50.000 Euro dotiert. 

Leonor von Spanien

Applaus für ihre große Rede

Die Tochter von König Juan Carlos kassiert für die Arbeit bei "La Caixa" Medienberichten zufolge mehr als 300.000 Euro. Eine ebenfalls sechsstellige Summe soll sie außerdem für Beratertätigkeiten von der Stiftung des Aga Khan bekommen, der ein enger Freund von ihrem Vater sein soll.

Das Pikante: Obwohl die Prinzessin keine royalen Verpflichtungen mehr übernimmt, als schwarzes Schaf der Königsfamilie gilt und sich noch dazu vor Gericht verantworten muss, liegen ihre aktuellen Bezüge wohl höher als die ihres Bruders Felipe. Dieser hat sich als König - im Vergleich zu seinem Vater - das "Gehalt" sogar auf rund 234.000 Euro gekürzt.

Ob sich Prinzessin Cristina ihren bisherigen Lebensstil allerdings weiterhin wird leisten können, wird sich im Prozessverlauf zeigen. Klar ist, dass man in Spanien nicht nur vor Gericht sehr genau hinschauen wird, woher das Geld für das luxuriöse Leben in der Schweiz stammt.

Inaki Urdangarin + Cristina von Spanien

Es war einmal ... ein Glamour-Paar

Inaki Urdangarin, Prinzessin Cristina (2004)
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