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Prinzessin Amalia Im Visier der Mafia? Sie soll aus Sicherheitsgründen ihre Wohnung in Amsterdam meiden

Prinzessin Amalia
Prinzessin Amalia soll ins Visier der Mafia geraten sein. 
© Dana Press
Sie steht schon immer unter besonderem Schutz, doch jetzt wird von den niederländischen Sicherheitsbehörden offenbar noch einmal eine Schippe draufgelegt: Prinzessin Amalia soll sich in Gefahr befinden. Das wirkt sich jetzt auch auf ihr neues Leben als Studentin aus. 

Die neue Freiheit war schon zum Greifen nah, doch nun holt Prinzessin Amalia, 18, offenbar ihre Herkunft wieder ein. Die niederländische Thronfolgerin soll massiv bedroht werden, wie "De Telegraaf" berichtet. Erst am 5. September 2022 hat die Tochter von König Willem-Alexander, 55, freudestrahlend das Hauptgebäude der Universität Amsterdam betreten. Dort will sie in den kommenden Jahren Politik, Psychologie, Recht und Wirtschaft studieren. Eine Studentenbude hat sie sich schon Wochen zuvor gemeinsam mit einigen Freundinnen organisiert. Doch dort kann sie angeblich aktuell keinen Fuß mehr reinsetzen. 

Prinzessin Amalia: Sie ist nicht die einzige, auf die es die Mafia abgesehen hat

Bis zum Abschluss der Ermittlungen lebe sie nicht in ihrer Studentenwohnung, heißt es. Die Bedrohung ist ernst: "Eine versuchte Entführung oder ein Anschlag werden in Betracht gezogen", so die Zeitung. Amalia soll in das Visier der niederländischen Mafia geraten sein. Die kriminelle Organisation nenne sich "Mocro Maffia" und sei vor allem in den Niederlanden und Belgien aktiv. Der Kriminaljournalist John van den Heuvel erklärte in der Ausgabe des "Telegraaf" vom 17. September 2022, es gäbe neue Anzeichen dafür, dass einige Anführer der Mocro-Mafia es nicht nur auf die Thronfolgerin, sondern auch auf Premierminister Mark Rutte, 55, abgesehen haben sollen.

Ermittlungen gegen zwei Verdächtige

Das niederländische Justizministerium macht sich zudem Sorgen über die engen Kontakte zwischen Ridouan Taghi und Mohammed B.. Die beiden Kriminellen saßen bis September 2021 zusammen im Gefängnis in Vught. Mohammed B., der den Filmemacher Theo van Gogh, †47, im Jahre 2004 ermordet haben soll, wurde in die Terrorismusabteilung des Gefängnisses in Rotterdam verlegt. Taghi wird verdächtigt, eine kriminelle Organisation zu leiten, und wird in Verbindung mit mehreren Gewaltverbrechen gebracht. 

Regelmäßig sollen sich die beiden Männer Briefe mit Koranversen geschickt haben. Das Justizministerium meint, dass die Korrespondenz verschlüsselte Botschaften erhalten könnte. Jetzt soll der Austausch zwischen den beiden aus Gründen der nationalen Sicherheit verboten werden. 

Die Justiz hat die Kommunikation innerhalb der Mocro-Mafia untersucht und ist der Ansicht, dass offenbar Pläne für Anschläge und Entführungen prominenter niederländischer Persönlichkeiten geschmiedet werden. Die Namen von Amalia und Mark Rutte seien den Ermittlern offenkundig sofort ins Auge gefallen. Aus diesem triftigen Grund sind Sicherheitsmaßnahmen rund um die Royal und das Staatsoberhaupt erheblich verschärft worden, sowohl sichtbar als auch verdeckt. Als die Prinzessin Anfang September an der Universität anfing, fiel bereits ihr aufgestockter Personenschutz auf: Drei Leibwächter begleiteten die junge Frau, die einmal den Thron besteigen wird.  

Verdächtiger bestreitet kriminelle Absichten mit Amalia

Das Informationsamt der Regierung (RVD) und das Nationaal Coördinator Terrorismebestrijding en Veiligheid (NCTV, Nationaler Koordinator für Terrorismusbekämpfung und Sicherheit) wollten laut "De Telegraaf" nichts dazu sagen. Die Anwältin von Ridouan Taghi, Inez Weski, sagte jedoch, dass ihr keine derartige Korrespondenz bekannt sei und dass diese immerhin kontrolliert würde. Sein Inhaftierungsanwalt, Thomas van der Horst, jedoch hat bestätigt, dass Briefe geschrieben worden sind, wenn auch höchstens eine Handvoll pro Person. In einer Erklärung hat Weski laut dem TV-Sender NOS gesagt, dass Taghi Prinzessin Amalia angeblich nichts antun möchte. "Der Klient hat ausdrücklich erklärt, dass er niemals ein Kind gefährden würde."

Taghi möchte offenbar, dass die Briefe veröffentlicht werden. Sie sollen auf Niederländisch geschrieben worden sein, statt auf Arabisch. Der Verdächtige soll kein Arabisch sprechen.

Das niederländische Königshaus hat sich zu den Verdächtigungen bisher noch nicht geäußert. 

Verwendete Quellen: telegraaf.nl, nos.nl

ama Gala


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