Prinzessin Aiko: Leidet sie schon wie ihre Mutter Masako?

Muss sich Japan sorgen um Prinzessin Aiko? Die 14-Jährige kann aktuell nicht zu Schule gehen - aus gesundheitlichen Gründen

Prinzessin Aiko

Was ist los mit Prinzessin Aiko? Die Tochter von Japans Kronprinz Naruhito und seiner Frau Masako ist, das hat der kaiserliche Palast unter anderem "Japantimes.co.jp" zufolge bestätigt, seit Ende September nicht mehr in der Schule gewesen. Wie es heißt, gehe es der 14 Jahre alten Enkeltochter von Kaiser Akihito nicht gut. Sie leide unter Erschöpfung nach den sommerlichen Examen und der Vorbereitung auf eine Sportveranstaltung. Prinzessin Masako habe ihr Tochter Anfang Oktober zu Untersuchungen ins Krankenhaus gebracht, wo man allerdings keine gravierenden gesundheitlichen Probleme gefunden habe.

Das Bett hüten muss die Prinzessin nicht, ihre Genesung mache gute Fortschritte. Auch das ließ der Hof vermelden. Dennoch sei aktuell nicht geplant, wann Aiko in ihre Schule zurückkehren solle.

Königin Máxima

Hier kann sie sich nicht zurückhalten

Königin Máxima
Bei einem offiziellen Termin in Vlissingen kann sich Königin Máxima nicht mehr im Sitz halten und singt und tanzt im Takt der Musik.
©Gala

Woran leidet die Prinzessin?

Die erneut eher vagen Aussagen zur stressbedingten Erschöpfung werfen Fragen über Aikos tatsächlichen Gesundheitszustand auf - und ob es womöglich Parallelen zur Erkrankung ihrer Mutter gibt. Denn es ist nicht das erste Mal, dass die Prinzessin der Schule fernbleiben muss, um sich auszukurieren. 2010, mit acht Jahren, klagte die Kronprinzen-Tochter über Magenschmerzen und Angstzustände, weil sie in der Schule von Jungen gemobbt worden sei.

Masako zog sich zurück

Aikos Mutter Masako leidet seit 2004 unter einer - so nannte es der Hof - Anpassungsstörung und zog sich infolge dessen über Jahre völlig aus der Öffentlichkeit zurück. Viele royale Beobachter gingen davon aus, dass die einst fröhliche und moderne Kronprinzessin dem hohen Erwartungsdruck, einen männlichen Erben zu bekommen, nicht standhalten konnte und depressiv wurde. Erst seit 2015 tritt Masako wieder häufiger auf, unternimmt mit Ehemann Naruhito offizielle Reisen und absolviert einzelne Termine für das Kaiserhaus. Ihre Behandlung läuft allerdings weiter.

Japan

Konichiwa beim Kaiser

1. August 2019  Die japanische Kaiserfamilie verabschiedet sich in den Urlaub. Naruhito, Masako und Tochter Aiko werden einige Tage in der Villa Suzaki in der Stadt Izukyu Shimoda verbringen.
1. August 2019  Prinzessin Aiko winkt lächelnd neben ihrer Mutter, Kaiserin Masako.
1. August 2019  Bei der Eröffnung der außerordentlichen Sitzung des Parlaments hält Naruhito seine erste Rede als Kaiser von Japan. Den Chrysanthementhron bestieg er bereits am 1. Mai 2019.
10. Juli 2019  Prinzessin Mako ist für einen sechstägigen Staatsbesuch nach Peru gereist, um das 120. Jubiläum der ersten japanischen Einwanderer in dem südamerikanischen Land zu feiern. Im japanisch-peruanischen Kulturzentrum wird die älteste Nichte von Kaiser Naruhito von 200 Kindern willkommen geheißen.

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Prinzessin Aiko auf dem Weg mit ihren Eltern zur "Gakushuin Girls' Junior High School" in Tokio 2014.

Aiko wird häufig als "Prinzessin ohne Lächeln" tituliert. Wohl auch deswegen, weil sie vom fröhlichen, unbeschwerten Kleinkind über die Jahre zu einem sehr ernst wirkenden Teenager geworden zu sein scheint. Im Gegensatz zu Prinzen und Prinzessinnen anderer Königshäuser sieht man die kaiserliche Enkeltochter allerdings nur sehr selten in der Öffentlichkeit.

Nicht in der Thronfolge

Prinzessin Aiko ist das einzige Kind von Prinzessin Masako und Prinz Naruhito. Einen Platz in der Thronfolge hat sie nicht: In Japan sind nur Jungen erbfolgeberechtigt. Nach dem Tod von Prinz Mikasa, 100,sind nur noch vier Kaiserhausmitglieder in der Erbfolge, darunter Aikos zehn Jahre alter Cousin Hisahito.

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