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Prinz Naruhito + Prinzessin Masako Sie reisen wieder gemeinsam

Zum ersten Mal seit rund zwei Jahren hat Prinzessin Masako ihren Mann Naruhito wieder ins Ausland zu einem offiziellen Besuch begleitet

Es geht weiter bergauf: Vor rund zwei Jahren sah man Prinzessin Masako zum letzten Mal bei einem offiziellen Besuch im Ausland. Nun nahm die japanische Kronprinzessin, die seit vielen Jahren unter einer sogenannten Anpassungsstörung leidet, zur Überraschung vieler an der Krönung von Tupou VI. von Tonga teil - und reiste dafür wieder ins Ausland.

Gemeinsam mit Ehemann Naruhito flog sie in die Landeshauptstadt Nukuʻalofa, wo die Krönungszeremonie in einer Kirche stattfand. Laut Medienberichten fühlen sich die königliche Familie von Tonga und Japans Kaiserfamilie seit langem verbunden. So wunderte es nicht, dass Naruhito und Masako, die zu dieser Gelegenheit ein langes crémefarbendes Kleid trug, in der ersten Reihe und damit direkt neben den Verwandten von König Tupou saßen.

Masako ist immer dabei

"Japantimes.co.jp" berichtet, dass das Kronprinzenpaar sich noch mit in Tonga lebenden Japanern unterhielt und anschließend an einem gemeinsamen Mittagessen mit der Familie des neugekrönten Königs teilnahm. Hier seien - wohl extra für die Gäste - japanische Spezialitäten serviert worden, so "Asahi.com".

Offenbar ging es Prinzessin Masako so gut, dass sie während des mehrtägigen Besuches an weiteren Terminen teilnehmen konnte, darunter an einem Treffen mit Sinali Latu, einem gebürtigen Tongalesen, der früher für das japanische Rugby-Team spielte. "Japantimes.co.jp" zufolge, freute auch er sich, die Kronprinzessin zu treffen.

Letzte Reise

Masakos letzter Auslandbesuch fand 2013 aus einem ähnlichen Anlass statt: Damals reiste sie mit Ehemann Naruhito zur feierlichen Inthronisierung von König Willem-Alexander in die Niederlande. Hierbei spielten wohl ebenfalls freundschaftliche Bande eine Rolle, die die beiden Königsfamilien seit jeher verbindet. Ihre Teilnahme galt als kleine Sensation, schließlich hatte sie elf Jahre lang keine offizielle Reise unternommen.

Kronprinzessin unter Druck

Die Kronprinzessin lebte jahrelang fast völlig zurückgezogen im kaiserlichen Palast und überließ die repräsentativen Aufgaben ihrem Mann. Wie es zu der - vom Hof vermeldeten - Anpassungsstörung kam, ist unklar. Oft wurde vermutet, die Harvard-Absolventin habe sich nur schwer mit dem strengen höfischen Leben arrangieren können, aber vor allem unter dem Druck gelitten, einen Sohn und Erben zu bekommen. Dies habe sie depressiv gemacht.

Das Kronprinzenpaar, das seit 1993 verheiratet ist, wurde 2001 Eltern einer Tochter. Da in Japan aber nur männliche Mitglieder der Kaiserfamilie auf den Thron kommen können, steht nach Kronprinz Naruhito nicht seine Tochter Aiko, sondern sein Bruder Akishino und dessen Sohn Prinz Hisahito auf Platz zwei und drei in der Thronfolge.

Prinzessin Masako übernahm in letzter Zeit mehrfach Repräsentationsaufgaben für das Kaiserhaus. Ob ihr Gesundheitszustand sich weiter verbessert und sie künftig wieder häufiger im In- und Ausland auftreten wird, bleibt aber abzuwarten.

Gala


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