Prinz Felipe: Bescheidener Thronwechsel

Im Gegensatz zu den Thronwechseln in anderen europäischen Königshäusern wird die Krönung von Spaniens Prinz Felipe sehr bescheiden ausfallen. Der scheidende König Juan Carlos wird bei dem Termin nicht dabei sein - und auch sonst sind keine Royals eingeladen

Prinzessin Letizia, Prinz Felipe von Spanien

Die Krönung von Prinz Felipe zum König von Spanien ist eher Pflicht als Kür - anders als die Thronwechsel in anderen europäischen Königshäusern wird die Proklamation des neuen spanischen Staatsoberhaupts ohne Prunk auskommen. Wie unter anderem "Der Tagesspiegel" berichtet, sind außerhalb der spanischen Familie keine Royals zu dem Termin eingeladen.

Zum König macht Felipe eine einzige Unterschrift: Am Mittwoch (18. Juni) wird der Noch-König Juan Carlos, 76, das vom spanischen Parlament frisch verabschiedete Gesetz unterschreiben, das ihm die Abdankung ermöglicht - und seinen Sohn automatisch zum König erhebt. Das Gesetz wird am Donnerstag (19. Juni) in Kraft treten. Offiziell in Amt und Würden gehoben wird Felipe, 46, in einer Proklamationszeremonie am Donnerstag. Wie "Daily Mail" berichtet, werden Prinz Felipe und seine Frau, Prinzessin Letizia, sowie ihre beiden Töchter, Prinzessin Leonor und Prinzessin Sofia, um 10.30 Uhr im spanischen Abgeordnetenhaus erwartet.

Königin Letizia

Sie zeigt uns ihre Bilderbuch-Familie

König Felipe, Königin Letizia mit Prinzessin Leonor und Prinzessin Sofia
Königin Letizia und König Felipe präsentieren sich traditionell mit ihren beiden Töchtern Leonor und Sofia den Fotografen auf Mallorca.
©Gala

Es wird erwartet, dass die spanische Krone während der Proklamation ausgestellt wird, aufsetzen wird Felipe sie jedoch nicht. Während der Zeremonie wird Jesus Posada, der Vorsitzende des spanischen Kongresses, den künftigen König einen Eid ablegen lassen, laut dem sich Felipe verpflichtet, die Verfassung und die Gesetze Spaniens zu achten und zu bewahren und sich für die Rechte der Bürger einzusetzen. Anschließend wird Posada Felipe als neuen König ausrufen, wie unter anderem "elpais.com" schreibt, wird der 46-Jährige künftig als König Felipe VI. regieren. Es wird erwartet, dass Felipe eine kurze Antrittsrede hält, anschließend soll die Nationalhymne gespielt werden.

Spaniens Königspaar

Felipe und Letizia mit ihren Töchtern

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14. Februar 2020  Während ihrer Führung durch den Nationalpark hat das royale Paar die Chance, Flora und Fauna genauer unter die Lupe zu nehmen - ein Hobby, das den beiden sichtlich Spaß zu machen scheint.

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Prinzessin Letizia, die bei der Proklamation keine offizielle Aufgabe hat, wird mit der Krönung Felipes automatisch zur Königin Spaniens, die 2005 geborene Prinzessin Leonor wird Kronprinzessin und trägt mit der Krönung ihres Vaters offiziell den Titel der Prinzessin von Asturien. Dass sie ihrem Vater einmal auf den Thron folgt, ist allerdings nicht in Stein gemeißelt: Sollten Felipe und Letizia noch einen Jungen bekommen, würde dieser den Thron erben - in Spanien werden männliche Nachkommen in der Thronfolge bevorzugt.

Im Anschluss an die Proklamation des neuen Königs wird die Familie eine Rundfahrt durch Madrid unternehmen. Wie "elpais.com" erfahren haben will, soll sich Prinz Felipe eine Fahrt in einer offenen Limousine erbeten haben. Laut "Daily Mail" wird sich das neue Königspaar später auf dem Balkon des Zarzuela-Palasts zeigen. Im Palast wird anschließend ein offizieller königlicher Empfang stattfinden, an dem auch Juan Carlos teilnimmt.

Wie Gala.de berichtete, wird König Juan Carlos bei der Zeremonie im Parlament nicht anwesend sein - er wolle die Aufmerksamkeit nicht von seinem Sohn ablenken. Auch Infantin Cristina, deren Mann in eine Korruptionsaffäre verwickelt ist, wird nicht an der Proklamationszeremonie teilnehmen. Felipes Mutter, Königin Sofia, sowie seine Schwester, Infantin Elena und seine Tanten, Infantin María und Infantin Margarita, werden hingegen vor Ort sein.

Weitere Royals werden bei dem Termin nicht erwartet. Damit will sich Prinz Felipe laut "elpais.com" betont volksnah geben. Durch seine bescheidene Krönungsfeier wolle er sich außerdem sich von der Politik seines Vater, der sich zuletzt wegen seiner Liebe zur Elefantenjagd unbeliebt gemacht hatte, distanzieren.

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