Nicholas Medforth-Mills: Ist er rumänische Antwort auf Prinz Harry?

Britische Medien ziehen Vergleiche zwischen Rumäniens Ex-Prinz Nicholas Medforth-Mills und Prinz Harry. Dabei ist der eine seinen Titel los, vermutlich wegen eines Skandals. Und noch ist nicht klar, wie es mit ihm, seiner Familie und seinen Titelambitionen weitergehen wird

Nicholas Medforth-Mills

An seinem 25. Geburtstag, im April 2010, wurde Nicholas Michael de Roumanie Medforth-Mills, der Enkel von Rumäniens Ex-König Michael I., "Seine Königliche Hoheit Prinz von Rumänien“.

Den Titel - sowie seinen Platz in der Thronfolge – nahm ihm der Großvater höchstpersönlich am 1. August 2015 wieder ab.

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Der Grund war lange unklar, offiziell wurde es erst vor Kurzem: Nicholas, der nun seinen bürgerlichen Nachnamen Medforth-Mills trägt, war wegen seiner angeblichen unehelichen Tochter, die im Februar 2016 geboren wurde, in Ungnade gefallen.

Titel weg wegen einer Affäre?

Im November ließ der Ex-Prinz wissen, er wäre der Meinung, dass sein Großvater die Entscheidung nicht selbst getroffen hatte. Er sei gezwungen, die Entscheidung zu akzeptieren. Dass das Königshaus sich ihm gegenüber aggressiv aufstelle, verstehe er nicht.

Jetzt kämpft er deswegen ganz öffentlich und nutzt die sozialen Netzwerke und Medien, um sich sichtbar zu machen. Sein Anwalt Radu Enache meint laut "Stirileprotv", dass sein Klient bereit wäre, vor das Gericht zu gehen und dafür zu kämpfen, seinen Titel und Rechte wieder zu bekommen.

Nicholas von Rumänien

Titel weg wegen Affäre?

Nicholas von Rumänien


Zu Gast auf der Beerdigung

Mit seiner Ehefrau, der Rumänin Alina-Maria Binder, mit der er in Bukarest lebt, wurde Nicholas Medforth-Mills ganz offiziell zur Beerdigung seines Großvaters am 16. Dezember eingeladen. Vielleicht, weil viele Rumänen öffentlich meinten, man habe ihm erlauben sollen, sich von seinem im schweizerischen Exil verstorbenen Großvater noch persönlich verabschieden dürfen, bevor dieser starb.

Nicholas Medforth-Mills bei der Beerdigung seines Großvaters in Rumänien. An seiner Seite: Seine Verlobte Alina-Maria Binder.


Britische Medien vergleichen ihn mit Prinz Harry

Die britische Tageszeitung "Daily Mail" erwähnt, dass alle Augen während der Beerdigung auf den in Ungnade gefallenen Königsenkel gerichtet gewesen seien. Die Zeitung bezeichnet ihn und Alina sogar als die rumänische Antwort auf Prinz Harry und Meghan Markle.

Prinz Harry + Meghan Markle

Die Bilder ihrer stürmischen Liebe

6. Mai 2020  Happy Birthday, Archie! Zum ersten Geburtstag von Baby Archie teilt die britische Hilfsorganisation "Save the Children" ein goldiges Video, das Mama Meghan zeigt, wie sie ihrem kleinen Sohn aus dem Buch "Duck! Rabbit!" vorliest. Und gefilmt wird die süße Vorlesestunde von Papa Prinz Harry höchstpersönlich.
7. Januar 2020  Herzogin Meghan und Prinz Harry strahlen überglücklich, als sie das Canada House in London besuchen. Das Paar trifft dort Janice Charette, die kanadische Botschafterin in Großbritannien, um sich für die Gastfreundschaft während ihres Aufenthalts in Kanada zu bedanken. Nur einen Tag später, am 8. Januar 2020, geben Meghan und Harry ihren Ausstieg als Senior-Royals bekannt.
25. Oktober 2019  Prinz Harry begleitet seine Frau Herzogin Meghan zu einer Diskussionsrunde zum Thema Geschlechtergleichheit auf Schloss Windsor. 
Herzogin Meghan und Prinz Harry

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Die britische Zeitung "Daily Express" schreibt, dass Nicholas und Alina in Rumänien sehr populär seien und die Herzen der Rumänen erobert hätten. Die amerikanische Royalty-Expertin Marlene Eilers Koenig erzählte der britischen Zeitung "The Sunday Times", es gäbe Anzeichen, dass andere Mitglieder der rumänischen Königsfamilie die steigende Popularität des ehemaligen Prinzen ablehnten.

Neue Popularität

Ob die Position der Familie in Rumänien so bleibt wie heute, ist die Frage. Das öffentliche Ansehen der fünf Töchter von König Michael soll viel geringer sein, als das ihres Vaters. Das Parlament soll in Kürze entscheiden, ob die Familie weitere 49 Jahre den Elisabeta Palast benutzen darf. Außerdem wird darüber diskutiert, ob die Position des Oberhauptes der Familie der eines ehemaligen Staatsoberhauptes des Landes gleichgestellt werden sollte.

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