Todesstrafe in Kuwait: Mitglied der Königsfamilie hingerichtet

In Kuwait wurde am Mittwoch ein kuwaitischer Prinz hingerichtet: Er war zum Tode verurteilt worden, nachdem er seinen Neffen im Streit erschossen hatte

Scheich Sabah al-Ahmad al-Sabah

Es war ein Schock für die kuwaitische Königsfamilie: 2010 hatte Scheich Faisal Abdullah al-Dschaber al-Sabah seinen Neffen Prinz Basil Salem Sabah al-Salem al-Sabah aus nächster Nähe im Streit erschossen und war daraufhin zum Tode verurteilt worden.

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Bei der Auseinandersetzung soll es um Motorsport - und Geschäftsangelegenheiten gegangen sein, berichteten damals Medien in dem Golfstaat. Prinz Faisal war Vizepräsident des kuwaitischen Motorsport-Verbandes. Er und sein Neffe handelten auch mit Luxus-Fahrzeugen. 

Erste Hinrichtung seit vier Jahren

Am Mittwoch wurde dieses Urteil nun vollstreckt und der Prinz mit sechs anderen Menschen hingerichtet.

Es war das erste Mal, dass ein Mitglied der herrschenden Königsfamilie exekutiert worden war und die erste Hinrichtung in Kuweit seit fast vier Jahren.

Bundesregierung kritisiert Kuwait 

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International kritisierte die Regierung Kuwaits scharf. "Mit der Entscheidung, die Hinrichtungen wieder aufzunehmen, offenbaren die kuwaitischen Behörden eine mutwillige Missachtung des Rechts auf Leben und zeigen die Bereitschaft, den Status der Menschenrechte zu schwächen." Der Sprecher des Bundesaußenministeriums, Martin Schäfer, nannte die Todesstrafe eine "unmenschliche Form der Bestrafung, die wir unter allen Umständen ablehnen".

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