Königliche Eheringe: Wer ihn trägt und wer nicht

In Sachen Ehering sind sich Europas Könige und Prinzen nicht einig. Prinz William trägt keinen, König Felipe schon. GALA schaut den Royals auf die (Ring-)Finger

Prinz William, König Felipe + Co.

Schaut man Prinzen und Königen in Europa auf die Hände, dann fällt auf, dass nicht alle einen Ehering tragen. Prinz Philip, seit fast 70 Jahren mit Queen Elizabeth verheiratet, winkt immer ringlos in die Menge. Ebenso sein Enkel William. Prinz Charles dagegen trägt seit 2005 am Ringfinger der rechten Hand seinen Siegelring und darunter einen zarten, goldenen Ehering aus walisischem Gold. Prinz Edward macht es ähnlich wie sein großer Bruder und hat links gleich zwei Ringe angesteckt.

Der aktuell bekannteste Noch-Nicht-Ringträger der Windsors ist sicherlich Prinz Harry, der sich bislang nicht vor den Altar getraut hat und alleine deswegen die Entscheidung "Mit oder ohne" nicht treffen musste.

Königin Máxima

Peinlicher Moment als sie auf Angela Merkel trifft

Königin Máxima
Königin Máxima der Niederlande trifft in New York zufällig auf Bundeskanzlerin Angela Merkel. Die Unterhaltung, die sich zwischen den beiden entwickelt, ist nicht problemlos
©Gala

Ehering als Symbol

Ob rechts oder links getragen, der Trauring ist das Symbol der Verbundenheit und steht - durch seine Form - für Unendlichkeit, Beständigkeit und eheliche Treue. Das sahen schon die alten Ägypter und Römer so, die den Ehering links trugen. Im deutschsprachigen Raum tragen Mann und Frau ihn heute vorwiegend rechts - wenn "mann" ihn denn überhaupt trägt. Lange Zeit waren es überwiegend die Frauen, die ihre Verlobungs- und Ehering am Finger präsentierten. Der Trend zum Ringtragen von Männern wurde während des Zweiten Weltkrieges größer. Es heißt, damit wollten sich die Soldaten sich an die daheim wartenden Ehefrauen erinnern lassen.

Royale Ringträger (von links): Prinz Frederik, Fürst Albert, König Philippe, König Willem-Alexander und Prinz Haakon. Wechselnd ist nur, ob sie ihren Ehering links oder rechts tragen.

Gründe dagegen

Doch Symbolcharakter hin oder her, es sind mitunter ganz pragmatische Gründe, warum eine Männerhand unberingt und nackt bleibt: Man könnte hinterhaken, sich verletzten, das gute Stück könnte einem vom Finger rutschen oder es verfängt sich beim Tragen permanent unangenehm Dreck dahinter. In manchen Berufssparten noch mehr als in anderen.

Nun arbeiten Royals nicht auf dem Bau oder muten ihren Händen dreckige Arbeit zu. Was spricht also dann gegen das Tragen des Ehesymbols? Die Briten wunderten sich über Williams voreheliche Ankündigung, er wolle seinen Trauring, im Gegensatz zu seiner künftigen Ehefrau, nicht tragen.

Brautmode

Royale Hochzeitskleider

Adelshochzeit in Paris: Bräutigam Jean-Christophe, Prinz Napoléon, aktueller Chef des ehemaligen Herrscherhauses Bonaparte in Frankreich, wird von seiner Mutter Prinzessin Béatrice von Bourbon-Sizilien in den Pariser Invalidendom begleitet, in dem sich das Grabmal von Napoléon I. befindet.  Sein Look: klassisch im Hochzeitsfrack.
Und da ist die Braut: Die österreichische Gräfin Olympia von Arco-Zinneberg, begleitet von ihrem Vater Graf Riprand, hat sich mit floraler Ornamentspitze für einen ungewöhnlichen Brautlook mit Bolero-Cape entschieden. 
Standesgemäß trägt Gräfin Olympia eine funkelnde Tiara mit passenden Ohrringen, der Brautstrauß nur aus Maiglöckchen ist hingegen recht zurückhaltend.
Der lange Schleier der Gräfin ist wie das Kleid selbst mit blätterförmiger Spitze verziert. So schreitet die Gräfin durch die oppulent blumenverzierte Kirchentür.

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Spekulationen machten die Runde, er könnte zögern, weil es in der Geschichte britische Herrscher gab, die es mit der ehelichen Treue - trotz Ring am Finger - nicht so genau nahmen. Wollte der Prinz sich also alle Chancen offenhalten?

Prinz William schwimmt gegen den Trend

Royaler Schmuck

Königliche Hochkaräter

Am 10.07.1947 verloben sich Queen Elizabeth und Prinz Philip. Seither funkelt der schöne Diamantring am Finger der britischen Monarchin. Ein königliches Schmuckstück mit einer besonderen Geschichte: Denn die im Ring verarbeiteten Diamanten stammen von der Tiara von Prinzessin Alice von Battenberg – der Mutter von Prinz Philip.
Alice von Battenberg wusste um den Verlobungswunsch ihres Sohnes und schenkte Prinz Philip ihre kostbare Tiara, die sie zuvor selbst an ihrem Hochzeitstag erhalten hatte. Prinz Philip kreiert den Verlobungsring aus Teilen der Tiara in Zusammenarbeit mit dem Londoner Juwelier Philip Antrobus Ltd. und verarbeitet weitere Diamanten der Tiara außerdem zu einem wunderschönen Armband. Dieses schenkt Prinz Philip seiner Elizabeth am Hochzeitstag.
Zum Staatsbankett im Buckingham Palace im Rahmen des Staatsbesuchs des US-amerikanischen Präsidenten und der First Lady, verzaubert Herzogin Catherine nicht nur in einem wunderschönen Abendkleid, sondern auch mit ihrer Lieblings-Tiara. Zum wiederholten Male trägt Kate die Lovers Knot Tiara, die zuvor Prinzessin Dianas (†) Lieblings-Tiara war. Diana bekam sie damals Geschenk zu ihrer Hochzeit mit Prinz Charles geschenkt. Ursprünglich gehörte die Tiara einer deutschen Prinzessin - Auguste von Hessel-Kassel erhielt die Tiara vor über 200 Jahren zu ihrer Hochzeit mit Adolphus Frederick, dem ersten Duke of Cambridge.
Lady Gabriella Windsor hat ihrem Tom Kingston auf Schloss Windsor das Jawort gegeben. Zu einer maßgeschneiderten Robe von Luisa Beccaria trug sie die "Kent City of London Fringe Tiara", die für die Braut von ganz besonderer Bedeutung ist. 

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Schmucklos, aber nicht ringlos: Prinz Daniel (oben) und Prinz Carl Philip liegen im royalen Trend.

Wohl kaum. In Prinz Williams Fall war der Grund sehr viel simpler: Vor seiner Hochzeit ließ ein Palastmitarbeiter diverse Medien wissen, der Queen-Enkel sei einfach kein Schmuckträger, daher verzichte er. Es sei reine Geschmackssache, das Paar habe sich bereits im Vorfeld darüber verständigt. Denkbar wäre auch, dass Williams Großvater, Prinzgemahl Philip, seinen Enkel ein wenig beeinflusst hat im Anti-Ring-Trend.

Schaut man anderen männlichen Royals auf die (Ring-)Finger der linken und rechten Hand, dann steht Prinz William nicht nur in der eigenen Familie recht alleine da - oder seine royalen "Kollegen" sehen einen Ehering nicht so sehr als Schmuck an wie er.

In Schweden zeigen Prinz Carl Philip und Prinz Daniel beide ihre Trauringe am Finger. Die linke Hand von Prinz Frederik von Dänemark ziert seit 2004 ebenfalls permanent ein goldener Ehering. Prinz Haakon von Norwegen verzichtet genauso wenig wie sein Vater König Harald auf dieses Schmuckstück. Ebenso halten es Fürst Albert, König Philippe, König Willem-Alexander und König Felipe.

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