Königliche Eheringe: Wer ihn trägt und wer nicht

In Sachen Ehering sind sich Europas Könige und Prinzen nicht einig. Prinz William trägt keinen, König Felipe schon. GALA schaut den Royals auf die (Ring-)Finger

Prinz William, König Felipe + Co.

Schaut man Prinzen und Königen in Europa auf die Hände, dann fällt auf, dass nicht alle einen Ehering tragen. Prinz Philip, seit fast 70 Jahren mit Queen Elizabeth verheiratet, winkt immer ringlos in die Menge. Ebenso sein Enkel William. Prinz Charles dagegen trägt seit 2005 am Ringfinger der rechten Hand seinen Siegelring und darunter einen zarten, goldenen Ehering aus walisischem Gold. Prinz Edward macht es ähnlich wie sein großer Bruder und hat links gleich zwei Ringe angesteckt.

Der aktuell bekannteste Noch-Nicht-Ringträger der Windsors ist sicherlich Prinz Harry, der sich bislang nicht vor den Altar getraut hat und alleine deswegen die Entscheidung "Mit oder ohne" nicht treffen musste.

König Philippe, Mathilde und Co.

Belgische Königsfamilie macht bei einer bewegenden Corona-Aktion mit

König Philippe, Mathilde, Elisabeth, Gabriel, Emmanuel, Elénore
König Philippe, Königin Mathilde und ihre Kinder wenden sich auf besondere Art und Weise an das Volk.
©Gala

Ehering als Symbol

Ob rechts oder links getragen, der Trauring ist das Symbol der Verbundenheit und steht - durch seine Form - für Unendlichkeit, Beständigkeit und eheliche Treue. Das sahen schon die alten Ägypter und Römer so, die den Ehering links trugen. Im deutschsprachigen Raum tragen Mann und Frau ihn heute vorwiegend rechts - wenn "mann" ihn denn überhaupt trägt. Lange Zeit waren es überwiegend die Frauen, die ihre Verlobungs- und Ehering am Finger präsentierten. Der Trend zum Ringtragen von Männern wurde während des Zweiten Weltkrieges größer. Es heißt, damit wollten sich die Soldaten sich an die daheim wartenden Ehefrauen erinnern lassen.

Royale Ringträger (von links): Prinz Frederik, Fürst Albert, König Philippe, König Willem-Alexander und Prinz Haakon. Wechselnd ist nur, ob sie ihren Ehering links oder rechts tragen.

Gründe dagegen

Doch Symbolcharakter hin oder her, es sind mitunter ganz pragmatische Gründe, warum eine Männerhand unberingt und nackt bleibt: Man könnte hinterhaken, sich verletzten, das gute Stück könnte einem vom Finger rutschen oder es verfängt sich beim Tragen permanent unangenehm Dreck dahinter. In manchen Berufssparten noch mehr als in anderen.

Nun arbeiten Royals nicht auf dem Bau oder muten ihren Händen dreckige Arbeit zu. Was spricht also dann gegen das Tragen des Ehesymbols? Die Briten wunderten sich über Williams voreheliche Ankündigung, er wolle seinen Trauring, im Gegensatz zu seiner künftigen Ehefrau, nicht tragen.

Brautmode

Royale Hochzeitskleider

01. Juli 1995 Die amerikanische Milliardenerbin Marie-Chantal Miller wird durch ihre Heirat mit Kronprinz Pavlos von Griechenland zur waschechten Prinzessin. Ihr Brautkleid stammt von Star-Couturier Valentino und soll umgerechnet knapp 165.000 Euro gekostet haben.
Seit dem 13. Juni 2015 ist die bürgerliche Sofia Hellqvist die Frau von Prinz Carl Philip von Schweden. Das Jawort gibt sich das Paar in der Schlosskirche in Stockholm – vor allem Sofia begeistert mit ihrem royalen Brautkleid.
In einem Brautkleid der schwedischen Designerin Ida Sjöstedt heiratet Prinzessin Sofia ihren Carl Philip. Die Kreation wird aus feinster Crepeseide, die mit italienischer Seidenorganza verdoppelt wurde, gefertigt.
Rund 200 Arbeitsstunden und sieben Anproben sind nötig, um Sofia den Traum ihres Brautkleides zu erfüllen. Ihren Auftritt krönt sie mit einem Brautstrauß aus pfirsichfarbenen Blumen, einem funkelnden Diadem sowie einem handbesticken Schleier.

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Spekulationen machten die Runde, er könnte zögern, weil es in der Geschichte britische Herrscher gab, die es mit der ehelichen Treue - trotz Ring am Finger - nicht so genau nahmen. Wollte der Prinz sich also alle Chancen offenhalten?

Prinz William schwimmt gegen den Trend

Royaler Schmuck

Königliche Hochkaräter

Prinzessin Margaret, † 72, sorgte zu ihren Lebzeiten für Aufsehen innerhalb der britischen Königsfamilie. Auch ihr liebstes Diadem ist ein Ausdruck ihrer "Ungehorsamkeit": Die sogenannte "Poltimore Tiara" ersteigerte Prinzessin Margaret laut der "Vogue" im Jahr 1959 für 5500 Pfund. Damit habe die damals 29-Jährige ein Zeichen gesetzt, da sie ebenso gut Kronjuwelen hätte tragen können, doch sie sich scheinbar mit etwas Eigenem schmücken wollte. Bei ihrer Hochzeit mit Antony Armstrong-Jones im Jahr 1960 krönte das wunderschöne Diadem, das 1870 von "House of Garrard" kreiert wurde, Margarets Haupt.
Das Schmuckstück, das unzählige in Silber und Gold gefasste Altschliff-Diamanten in floraler Form anordnet, bekam auch deshalb einen ikonischen Charakter, weil Margaret sich nur damit bekleidet in der Badewanne von ihrem Ehemann ablichten ließ. Bei öffentlichen Auftritten sollte die Tiara die jüngste Schwester von Queen Elizabeth zudem noch viele Jahre begleiten. Wie 1997 bei der Eröffnung des Parlaments. Nach ihrem Tod 2002 wurde der edle Kopfschmuck für knapp eine Million Pfund an einen privaten Käufer versteigert. 
Zunächst sticht vor allem die äußerst edle Krone, die Königin Letizias Kopf schmückt, ins Auge. Doch das liebste Accessoire der spanischen Königin ist das Zwillingsarmband, das sie hier an ihrem linken Handgelenk trägt. Die zwei identischen Diamant-Schmuckstücke aus dem Hause Cartier wurden aus einer Krone gefertigt, die König Alfons XIII. einst seiner Victoria Eugenia zur Hochzeit schenkte.
Auch bei einem Staatsbesuch in Israel ziert das funkelnde Armband das zarte Handgelenk der schönen Königin. Allerdings scheint das wertvolle Schmuckstück auf Dauer recht schwer zu sein: Bei verschiedenen Anlässen soll beobachtet worden sein, wie Letizia ihr Lieblingsstück von einem Handgelenk zum anderen wandern lässt. Qualität hat eben ihren Preis - und Gewicht!

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Schmucklos, aber nicht ringlos: Prinz Daniel (oben) und Prinz Carl Philip liegen im royalen Trend.

Wohl kaum. In Prinz Williams Fall war der Grund sehr viel simpler: Vor seiner Hochzeit ließ ein Palastmitarbeiter diverse Medien wissen, der Queen-Enkel sei einfach kein Schmuckträger, daher verzichte er. Es sei reine Geschmackssache, das Paar habe sich bereits im Vorfeld darüber verständigt. Denkbar wäre auch, dass Williams Großvater, Prinzgemahl Philip, seinen Enkel ein wenig beeinflusst hat im Anti-Ring-Trend.

Schaut man anderen männlichen Royals auf die (Ring-)Finger der linken und rechten Hand, dann steht Prinz William nicht nur in der eigenen Familie recht alleine da - oder seine royalen "Kollegen" sehen einen Ehering nicht so sehr als Schmuck an wie er.

In Schweden zeigen Prinz Carl Philip und Prinz Daniel beide ihre Trauringe am Finger. Die linke Hand von Prinz Frederik von Dänemark ziert seit 2004 ebenfalls permanent ein goldener Ehering. Prinz Haakon von Norwegen verzichtet genauso wenig wie sein Vater König Harald auf dieses Schmuckstück. Ebenso halten es Fürst Albert, König Philippe, König Willem-Alexander und König Felipe.

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