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Königin Rania Mehr als die Königin von Facebook

Königin Rania
Königin Rania
© Picture Alliance
Königin Rania von Jordanien feiert ihren 45. Geburtstag. Ihre Freude über Glückwünsche teilt sie natürlich bei Facebook und zeigt dabei auch erneut, wofür sie sich engagiert

Königin Rania ist nicht die unangefochtene Königin der sozialen Netzwerke Facebook, Instagram und Twitter. Wer der Ehefrau von König Abdullah II. dort folgt, bekommt sie nicht nur im royalen Alltag zu sehen. Gelegentlich teilt sie sogar ausgewählte, sehr private Momente: Fotos zeigen sie beispielsweise mit ihren Kindern vor der Schule oder mit Ehemann Abdullah beim Grillen. Kein anderer Royal ist in den sozialen Medien so präsent wie Jordaniens schöne Königin.

Posting zum Geburtstag

Und natürlich nutzte sie auch diese Kanäle, um sich am Montag (31. August), ihrem 45. Geburtstag, für die vielen Glückwünsche und Geschenke zu bedanken. Das gepostete Foto zeigte ein buntes Bild, das die Königin offenbar aus einem SOS-Kinderdorf bekommen hat. Hierüber habe sie sich besonders gefreut, lässt sie ihre Facebook-Freunde - und das sind mehr als 4 Millionen - wissen.

Die 45-Jährige, die ihren Job auf ihrer Webseite als "Mutter, Frau, Chefin, Anwältin und Menschenfreundin" beschreibt, ist aber weit mehr als eine Fashion-Ikone, die stilsicher repräsentiert, um die Welt reist, Hände schüttelt, im Hintergrund bleibt und die sozialen Medien bedient.

Rania mischt sich ein

Die vierfache Mutter lässt sich in ihrer Rolle - wie viele ihrer royalen "Kolleginnen" - nicht auf eine bloße Repräsentationsfigur reduzieren. Nicht für Dinge einzutreten, liegt der in Kuwait geborenen Arzttochter mit Bachelor-Abschluss in Betriebswirtschaft nicht. So engagiert sie sich selbstbewusst unter anderem als Sonderbotschafterin der Vereinten Nationen, kämpft für bessere Bildungschancen und eben für die Belange der SOS-Kinderdörfer.

Als Schirmherrin der "Jordan River Foundation", die zuvor ihre Schwiegermutter Königin Noor gegründet wurde, setzt sie sich für diverse sozioökonomische Projekte für Frauen ein, die darauf abzielen sollen, bessere Beschäftigungsmöglichkeiten und damit Lebensgrundlagen zu bieten. Dass sie darüber hinaus immer wieder selbstbewusst für Emanzipation eintritt, ist konservativen Muslimen in ihrer Heimat ein Dorn im Auge.

Als die Königin 2014 in Abu Dhabi bei einer Medienkonferenz als Rednerin die Terrormiliz "Islamischer Staat" anprangerte, gab es für ihre klaren Worte im Ausland Applaus - in der Heimat und in den Nachbarländern erntete sie dafür nur Kritik. Wie "Welt.de" berichtet, sei die Resonanz "niederschmetternd" gewesen, in vielen Medien sei die mutige Rede nicht einmal erwähnt worden. Nachzulesen ist die Rede aber, die Königin Rania auf Englisch hielt, bis heute auf ihrer Webseite .

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