Königin Máxima: Sieht sie ihren Vater hier zum letzten Mal?

Die Reise nach Argentinien ist für Königin Maxima besonders emotional: Es ist nicht nur ein Besuch in ihrem Geburtsland, sondern möglicherweise auch das letzte Treffen mit ihrem Vater

Königin Máxima, Victor Fernandez

Diese Momente sind rar gesät: Als Königin Máxima am Dienstag eine Rede an der katholischen Universität in Buenos Aires hielt, saßen drei ganz besondere Menschen im Publikum.

Besondere Gäste im Publikum

Ein sehr zerbrechlich wirkender Jorge Zorreguieta betritt den Saal der katholischen Universtiät in Buenos Aires, um seine Tochter zu sehen.

Ihre Eltern Jorge Zorreguieta und Maria del Carmen Cerruti und ihre kleine Schwester Inés Zorreguieta wollten Máximas Vortrag nicht verpassen und nahmen in der ersten Reihe Platz, um ihre berühmte Tochter und Schwester zu sehen.

Königin Letizia

Ihre Töchter stellen sie schon jetzt in den Schatten

Königin Letizia
Königin Letizia gilt als unterkühlt und arrogant. Ihre Töchter Prinzessin Leonor und Sofia scheinen ganz das Gegenteil zu sein.
©Gala

Gesichter, die die niederländische Königin sicher besonders freute zu sehen. Die 45-Jährige hatte ihre Familie am Montag in Buenos Aires zwar schon privat getroffen, aber dass ihre Eltern bei einem ihrer royalen Auftritte dabei sind, kommt nicht häufig vor.

Máximas Vater ist von seiner Krankheit gezeichnet

Das mag zum einen am Gesundheitszustand ihres Vaters Jorge Zorreguieta liegen: Angeblich hatte der 88-Jährige 2014 die Diagnose Leukämie erhalten. Bestätigt hat dies das Königshaus allerdings nie.

Nach langer Zeit zeigte er sich bei dem Vortrag nun wieder in der Öffentlichkeit und gab damit trotzdem Anlass zur Sorge. Die Krankheit scheint den Vater von Máxima schwer gezeichnet zu haben.

Umso größer war jedoch die Freude bei seiner Tochter, dass er es tatsächlich zu ihrem Auftritt geschafft hatte. Sichtlich gerührt, drückte die Königin ihren Vater zur Begrüßung.

Königin Màxima freut sich, dass ihre Eltern gekommen sind und begrüßt ihren Vater mit einem herzlichen Küsschen auf die Wange.

Sie sehen sich nur selten

Verständlich, dass Jorge Zorreguieta die lange Reise nach Europa in diesem Zustand zunehmend schwerer fällt und Máxima daher selbst immer wieder mit oder ohne ihre Familie für Kurzaufenthalte nach Argentinien reist, um ihre Familie zu sehen. Denn gemeinsame Momente werden mit zunehmenden Alter ihrer Eltern immer wertvoller.

Umzug in die Niederlande? Ausgeschlossen

Am liebsten hätte es Máxima wohl, dass ihre Eltern nach Europa ziehen, aber davon wird bei der in den Niederlanden heftig diskutierten Vergangenheit Zorreguietas wohl keine Rede sein können. Ihr Vater durfte wegen seiner Rolle in der argentinischen Militärdiktatur weder bei der Hochzeit seiner Tochter noch der Krönung Willem-Alexanders anwesend sein.

Zorreguietas umstrittene Vergangenheit

König Willem-Alexander + Máxima

Das Dreimädel-Haus

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Zorreguieta war während der Militärdiktatur von Jorge Videla in 70er-Jahren in Argentinien zunächst Staatssekretär und dann Landwirtschaftsminister. Das damalige Regime ist für schwere Menschenrechtsverletzungen verantwortlich. Wie viel Máximas Vater von diesen Verbrechen mitbekommen hat, war immer wieder Gegenstand vieler Diskussionen, die dazu geführt haben, dass die Familie ihrer Königin in den Niederlanden nicht willkommen ist.

Abschied für immer?

Insofern kommt es sehr selten vor, dass Maria und Carmen ihre Tochter in ihrer Rolle als niederländische Königin bewundern können. "Ich bin sehr stolz!", sagte Máximas Mutter Maria am Dienstag bei ihrem Auftritt in der Universität. Worte, die der 45-Jährigen sicher viel bedeuten. Schließlich weiß sie nicht, wie oft sie ihre betagten Eltern tatsächlich noch sehen können wird. Als royales Oberhaupt ist sie häufig monatelang verplant und weiß nicht, ob dieses Treffen mit ihrem Vater in Buenos Aires vielleicht das letzte war.

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