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Königin Máxima Mit dem Herzen ist sie bei ihrem Vater

König Willem-Alexander und Königin Máxima
König Willem-Alexander und Königin Máxima
© Dana Press
Königin Máxima befindet sich auf Staatsbesuch in Australien und Neuseeland. Doch eigentlich sehnt sie sich nach mehr Zeit mit ihrer Familie – vor allem mit ihrem Vater

Böse Geister soll sie vertreiben, die Rauch-Zeremonie der Aborigines. Auch Máxima, 45, und Willem-Alexander, 49, wurden mit dieser Tradition gleich zu Beginn ihres mehrtägigen Staatsbesuchs in Australien und Neuseeland begrüßt. Fasziniert sah sich das niederländische Königspaar den Ritus der Ureinwohner an. Vor allem Máxima wirkte völlig gebannt. Doch war es wirklich nur die exotische Zeremonie, die sie so bewegte?

Intensive Tage mit ihren Eltern

Wer die Königin genau beobachtete, merkte, dass sie mit ihrem Herzen eigentlich ganz woanders war. Und wo? Da liegt ein Gedanke besonders nahe: bei ihrer Familie, insbesondere bei ihrem Vater Jorge Zorreguieta, 88. Gerade hatte Máxima wieder ein paar intensive Tage mit ihm und ihrer Mutter María del Carmen Cerruti Carricart, 72, verbracht. Ihre Eltern waren während der Herbstferien in die Niederlande gereist, um Zeit mit den drei Enkeltöchtern zu genießen. Solche privaten Besuche in der Villa Eikenhorst, wo die Königsfamilie wohnt, gibt es zwar öfter – aber immer unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Das ist der Grund

Máximas Vater Jorge Zorreguieta
Máximas Vater Jorge Zorreguieta
© Dana Press

Máximas Vater gilt aufgrund seiner Vergangenheit (er war früher Minister während der Militärdiktatur unter Jorge Rafael Videla) in den Niederlanden als Persona non grata, er ist dort bei offiziellen Anlässen nicht erwünscht. Auch bei Máximas Hochzeit mit Willem Alexander 2002 und dessen Inthronisierung 2013 durfte er nicht teilnehmen.

Sorgen um ihren Vater

Máxima stellt sich sicherlich öfter die Frage, wie lange ihre Eltern wohl noch reisen können. Gesundheitlich geht es ihrem Vater nicht gut. Jorge Zorreguieta soll seit 2014 an Leukämie leiden. Die privaten Besuche bei seiner Tochter und den Kindern könnten also immer seltener werden – allein schon wegen des beschwerlichen 15-Stunden-Fluges. Verständlich, dass Máxima nun fernab in Australien etwas wehmütig zumute war. Zu gern würde sie ihre Eltern häufiger sehen. Auch dass diese Treffen immer heimlich ablaufen müssen, setzt ihr zu.

Emotionaler Balanceakt

Öffentlich hatte sie ihren Vater zuletzt Mitte Oktober getroffen, als sie in Buenos Aires einen Vortrag über die wirtschaftliche Lage Argentiniens hielt. Von dort aus war sie dann mit ihren Eltern per Linienflug zurück in die Niederlande geflogen. Es ist ein emotionaler Balanceakt, den Máxima da absolviert, immer zerrissen zwischen ihren Pflichten als Königin und ihren starken Gefühlen für ihre Eltern. Die bewegende Rauch-Zeremonie der Aborigines hat sie wohl ein weiteres Mal daran erinnert.

sb / Gala

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