Königin Letizia: So konnte sie ihren größten Widersacher ausschalten

Neue Insider-Berichte enthüllen, welch strenges Regiment die Königin von Spanien tatsächlich führt – und wie es ihr gelang, ihren größten Widersacher bei Hofe auszuschalten

Schinken gilt als böse. Würstchen kommen schon gar nicht auf den königlichen Tisch. Und Süßigkeiten rationiert Letizia höchstpersönlich. Wie die spanische „Vanity Fair“ in ihrer aktuellen Ausgabe schreibt, kocht sie sogar selbst, am liebsten Salate, Gemüse, mageres Fleisch – so kann keine Hausangestellte unerwünschte Zutaten ins Essen schummeln. Auch sonst läuft im Schloss der Königin, das eigentlich gar keines ist – die Royals leben in einer 400 Meter vom Zarzuela-Palast entfernten Villa –, alles nach ihrem Willen. Und den könnte man, wie die ganze Person, als eisern und absolut konsequent bezeichnen. Wochentags steht Letizia mit Ehemann Felipe um viertel nach sechs auf, schnippelt Obst für das Frühstück der Töchter Leonor, 9, und Sofía, 7. Pünktlich um sieben Uhr beginnt sie ihre halbstündige Joggingrunde durch den El-Pardo-Park – mit einem Sprint. Einmal richtig ins Schwitzen kommen, dem Body alles abverlangen und dem letzten Restchen Körperfett den Garaus machen, so liebt es die Königin.

Einen persönlichen Trainer wie etliche andere Royals beschäftigt sie nicht. Aus mehreren Gründen: Bei dem finanzkrisengebeutelten Volk käme dieser Luxus nicht sonderlich gut an. Und, viel wichtiger: Ein zusätzlicher Angestellter würde eine mögliche Plauderquelle mehr bedeuten. Und bekanntlich fürchtet Letizia nichts mehr, als dass neue Interna aus ihrem Privatleben öffentlich durchgehechelt werden. Eine weitere Vorsichtsmaßnahme hat sie deshalb getroffen: Keine Nanny, sondern ihr Vater Jesús Ortiz bringt die beiden Töchter zur Schule und hilft bei den Hausaufgaben.

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Königin Máxima in Bremen
Königin Máxima hautnah zum Anfassen - in Bremen nimmt sie sich sogar Zeit für einen kleinen Plausch auf Deutsch.
©Gala

Letizias wahres Gesicht

Letizias Misstrauen gegen jeden, der nicht zum allerengsten Familienkreis gehört, sitzt tief. Den größten Tiefschlag in Sachen Vertrauen verpasste ihr vor zwei Jahren ihr Cousin David Rocasolano. Seit Kindertagen war Letizia mit ihm befreundet, er arbeitete sogar ihren Ehevertrag mit Felipe aus. Und was kam dann? Rocasolano verfasste das Enthüllungsbuch „Adiós Princesa“, in dem er Letizia beschuldigte, sie habe ein Jahr vor ihrer Verlobung mit Felipe eine Abtreibung vornehmen lassen. Vertuscht habe sie dies gegenüber dessen erzkatholischen Eltern, da diese sonst niemals einer Ehe zugestimmt hätten.

Als „autoritär, paranoid und ein klein wenig verlogen“ beschrieb er seine Verwandte wenig schmeichelhaft im Gespräch mit GALA. Nicht gerade das, was man unter familiärer Unterstützung versteht. Härter habe Letizia diese Episode gemacht, heißt es aus ihrem Umfeld, unerbittlicher gegenüber ihren Feinden. Oder, wie es der Königshausexperte José Apezarena gegenüber GALA formuliert: „Letizia ist eine Kämpferin. Wenn sie sich heute etwas vornimmt, erreicht sie es auch.“ Ihr größtes Vorhaben kann sie in der neuen Position verwirklichen: Rache. Denn eigentlich hätte der Palast vor zwei Jahren zum Gegenschlag ausholen müssen, sie mit einer Klage verteidigen. Doch was passierte? Nichts. Vor allem deshalb, weil einer Person der Skandal wunderbar in die Hände spielte: dem damaligen König Juan Carlos. Er konnte Letizia noch nie leiden, ließ sie angeblich sogar mithilfe seines mittlerweile wegen Geldwäsche und Veruntreuung von Spendengeldern angeklagten Schwiegersohnes Iñaki Urdangarin bespitzeln, schreibt „Vanity Fair“. Sogar ihre Ehe geriet deshalb in Schieflage, Letizia wollte sich scheiden lassen – allein, dass sie dann das Sorgerecht für ihre Töchter verloren hätte, hielt sie davon ab.

Juan Carlos‘ Elefantenjagd rettete ihre Beziehung letztendlich. Der Monarch musste abdanken, den Thron für Sohn und die ungeliebte Schwiegertochter räumen. Die perfekte Zeit, um dem alten Widersacher Kontra zu geben. „Seit Letizia Königin ist, ist sie endlich ganz sie selbst“, bringt es der Experte auf den Punkt. Will heißen: Mittlerweile lässt sie die Puppen tanzen, statt die Marionette zu geben. Und das gelingt ihr außerordentlich gut. Jüngst beim Ostergottesdienst, den die Royals auf Mallorca feierten, zeigte sich Letizia entspannt und gut gelaunt mit Ehemann Felipe, den Töchtern Leonor und Sofía sowie Schwiegermutter Sofía. Nur Ex-König Juan Carlos glänzte durch Abwesenheit. Wer dafür sorgte, dass er nicht mit von der Partie war, dürfte wohl klar sein

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