Königin Letizia: Probleme bewältigen statt Glamour verbreiten

Große Roben, Partys, tolle Reisen? Für Letizia von Spanien zurzeit illusorisch. Die Königin und ihr Ehemann Felipe müssen sich mit handfesten Problemen auseinandersetzen

Letizia von Spanien

Es sollte der glanzvolle Höhepunkt ihres Frühjahrs werden. Ein Highlight, von dem selbst Könige träumen: Anfang März, so lautete der ursprüngliche Plan, sollten Letizia und Felipe von Spanien Queen Elizabeth II. einen Staatsbesuch abstatten – mit großem Pomp, Dinner-Events und Plauderstündchen mit Kate und William. Doch das Königspaar musste jetzt absagen.

Den Staatsbesuch bei der Queen mussten Felipe, 48, und Letizia, 43, absagen. Auch eine Staatsreise nach Saudi-Arabien wurde gerade gecancelt

Politische Pflichten

Der Grund ist purer Zündstoff: "Als Staatsoberhaupt fällt Felipe laut Verfassung die Aufgabe zu, nach Wahlen einen Politiker mit der Regierungsbildung zu beauftragen", erklärt der Politologe Jaume López. Bei den Wahlen im Dezember erzielte jedoch keine Partei eine ausreichende Mehrheit. Seitdem vermittelt Felipe, empfängt die Kontrahenten zu Einzelgesprächen. Gerade beauftragte er den Sozialisten-Chef Pedro Sánchez damit, eine Regierungsmehrheit zu suchen. In Spanien hat die Einmischung der Krone in die Politik Tradition: So verhinderte Felipes Vater Juan Carlos 1981 einen Putsch-Versuch des Militärs, indem er sich auf die Seite der noch jungen Demokratie schlug.

Letizia punktet mit Understatement

Im immer noch von der Wirtschaftskrise gebeutelten Land werden Felipes Bemühungen durchaus anerkannt. "Er agiert dezent, schiebt sich nicht ins Rampenlicht. Er macht das sehr gut!", urteilt Politologe López. Nicht nur Felipe – auch seine Frau hängt sich voll rein, punktet mit Understatement. So feierte das Paar seinen Geburtstag Ende Januar mit den zwei Töchtern beim Asiaten "Chen" um die Ecke. Keine Party, kein Champagner, nichts. Viel Geld für Extras bleibt sowieso nicht. Die Königin erhält 128.808 Euro jährliche Apanage, Felipe gestattet sich 234.204 Euro. Zum Vergleich: Máxima und Willem-Alexander der Niederlande verfügen über gut 1,2 Millionen Euro.

Sparen und Maß halten

Für Letizia heißt es: sparen und Maß halten. Sie kauft viel bei Mango oder Zara, kombiniert Günstiges mit ihrem Lieblingsdesigner Felipe Varela. Auch, um sich von ihrer verschwendungssüchtigen Schwägerin Cristina abzugrenzen, die derzeit mit Ehemann Iñaki Urdangarin auf Mallorca vor Gericht steht – am 19. Februar wird sie dort aussagen. Cristina ist übrigens weit solventer als ihr Bruder Felipe: Botschaftertätigkeiten für eine Stiftung des Aga Khan bringen ihr 400.000 Euro pro Jahr, dazu kommen gut 200.000 Euro für ihren Job bei der Kulturstiftung der spanischen Sparkasse.

Fashion-Looks

Der Style von Königin Letizia

Beim 175. Jubiläum der Gründung der Guardia Civil im Königspalast in Madrid, erschien Königin Letizia in himmelhohen High Heels. An der Seite von König Felipe meisterte sie die Stufen. 
Ihre Schuhwahl fiel auf Lackpumps mit Pfennigabsatz. Nicht jede Frau würde den Gang in diesem Schuhwerk so elegant absolvieren. Bei dieser Art von Absatz liegt der Großteil des Gewichts auf dem vorderen Teil des Fußes. Letizia ist aber ein echt Profi, wenn es um schwindelerregende Auftritte geht. 
Trotzdem war die Königin von Spanien sicherlich froh, als sie in ihrem monochromen Look endlich Platz nehmen konnte.  
Beim spanischen Endspiel des "Queen Cup" zwischen Atletico de Madrid und Real Sociedad im Stadion Los Carmenes in Granada wird Königin Letizia zum Fan. Begeistert fiebert die spanische Königin mit. 

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Königin Letizia setzt darauf, die Englandreise später im Jahr nachzuholen. Das allerdings scheint angesichts der unzähligen Events rund um den 90. Geburtstag der Queen zweifelhaft.

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