Königin Letizia: Familie vor Gericht

Neuer Ärger für Königin Letizia: Gleich drei ihrer Verwandten werden des Betrugs verdächtigt

Seit hundert Tagen ist sie im Amt. Würde man ihr jetzt ein Zwischenzeugnis ausstellen – es wäre makellos: Aktuelle Umfragen belegen, dass die Spanier mit ihrer Königin Letizia, 42, hochzufrieden sind. Überhaupt sah es zuletzt so aus, als würde das Königshaus endlich aus den negativen Schlagzeilen herauskommen. Doch jetzt das: Ein Gericht in Asturien gab einer Privatklage statt, die all die gute Arbeit der jungen Königin zu zerstören droht. Letizias Vater, einer ihrer Tanten und ihrer Großmutter Menchu wird betrügerische Insolvenz vorgeworfen.

Spaniens Königspaar

Felipe und Letizia mit ihren Töchtern

5. November 2018   Dieses Familienfoto der spanischen Königsfamilie ist eine kleine Sensation. Fast sieben Jahre ist es her, dass wir die gesamte spanische Königsfamilie auf einem Bild gesehen haben. Doch zum Geburtstag ihrer Großmutter Sofía sind nicht nur ihre Enkelinnen Leonor und Sofía gekommen, sondern auch all ihre Cousins und Cousinen. 
31. Oktober 2018   Prinzessin Leonor von Spanien hat bei ihrer ersten öffentlichen Rede für die zukünftigen Auftritte als Königin geübt. Dabei verzaubert die Thronfolgerin vor allem ihre Eltern König Felipe und Königin Letizia. Stolz begutachtet König Felipe seine Tochter. 
31. Oktober 2018  Kronprinzessin Leonor darf zum ersten Mal als Vertreterin des Königshauses vor einer größeren Menschenmenge sprechen. Im Rahmen des 40. Geburtstag der spanischen Verfassung findet eine öffentliche Lesung im "Instituto Cervantes" in Madrid statt. Auf dieser liest die Tochter von Königin Letizia und König Felipe den ersten Artikel der "Carta Magna" vor. Stolz hört die gesamte spanische Königsfamilie der Thronfolgerin zu. 
12. Oktober 2018  Zum spanischen Nationalfeiertag empfangen Königin Letizia und König Felipe Gäste im Thronsaal des Königspalasts.

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Sie wollen eigentlich für ein modernes, korruptionsfreies Königshaus stehen: Felipe und Letizia, hier beim Besuch einer Schule in Galizien.

Der Hintergrund: Die drei hatten vor Jahren ein Dekorationsgeschäft angemietet, blieben der Vermieterin aber angeblich mehr als 20 000 Euro schuldig, mit Zinseszinsen mittlerweile fast 30 000 Euro. Um einer Pfändung zu entgehen, sollen sie Vermögen illegal verschoben haben. Im Gerichtsverfahren wurde nun eine Gefängnisstrafe zwischen sechs Monaten und zwei Jahren gefordert. Die Richterin verdonnerte die Angeklagten zunächst zu einer Sicherheitszahlung von rund 41 000 Euro, um eventuelle Forderungen zu begleichen, sollte die Klägerin Recht bekommen.

Wann mit einem Urteil zu rechnen ist, steht noch nicht fest. Klar ist aber: Nicht nur für Letizias Verwandte, auch für die Königin ist dieser Prozess eine Katastrophe. Seit Spanien in der großen Krise steckt, reagieren die Menschen empfindlich auf jede Form von Wirtschaftskriminalität. Daher auch ihre Wut auf König Felipes Schwester Cristina. Sie und ihr Ehemann Iñaki Urdangarin mussten sich wegen Korruptionverdachts vor dem Untersuchungsrichter verantworten. Am 23. Oktober entscheidet der Oberste Gerichtshof in Palma de Mallorca, ob sie angeklagt werden.

Cristina darf längst keine Termine mehr für das Königshaus wahrnehmen. Muss sich nun auch Letizia von Familienmitgliedern lossagen? Ihr Vater, ein Journalist, der sie bei der Trauung vor zehn Jahren zum Altar führte, und ihre Großmutter, eine beliebte Radiomoderatorin, waren immer ihre Vorbilder. Leichter würde ihr vielleicht der Bruch mit Tante Henar fallen: Die hatte kurz vor dem Thronwechsel im Juni für einen Skandal gesorgt, als sie via Twitter für die Abschaffung der Monarchie warb ...

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