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König Willem-Alexander "Maxima ist eine ganz besondere Frau!"

Königin Máxima + König Willem-Alexander
© Dana Press
In einem Fernsehinterview vor seinem 50. Geburtstag hat König Willem-Alexander ausführlich über seine Kindheit, seine Familie und den Schmerz nach dem Tod seines Bruders Prinz Friso im Jahre 2013 gesprochen - und seiner Frau Máxima Komplimente gemacht

Die Niederländer konnten am Abend vor König Willem-Alexanders 50. Geburtstag (26. April) ein ausführliches Interview mit ihm beim Fernsehsender "NOS" sehen.

Das mehr als einstündige Gespräch mit Moderator Wilfried de Jong fand in der privaten Atmosphäre der Villa Eikenhorst, der Privatresidenz des Königs, statt.

Zum Einstieg gab es einen kleinen Rundgang, einen Blick auf die vielen Fotos und Kunstgegenstände, die in der Bibliothek ihren Platz haben. Im Regal gezeigt wurde beispielsweise eine Bronzeskulptur, die Prinzessin Beatrix von ihrem ältesten Sohn gemacht hat.

Danach setzten sich König und Interviewer zu einem entspannt-fröhlichen, stellenweisen emotionalen Gespräch zusammen, in dem die fünf Lebensjahrzehnte und besondere Momente und Ereignisse anhand von Fernsehausschnitten und Bildern angesprochen wurden.

Kindheit ohne Fernsehen

Selbst wuchs Willem-Alexander, so erzählte er, bis zu seinem 14. Lebensjahr meistens ohne Fernsehen auf, weil seine Eltern Beatrix und Claus der Meinung gewesen seien, es würde den Kinder schaden. Er habe es damals nicht vermisst. Heutzutage fange er selbst den Tag im Bett an die Nachrichten des Tages auf seinem Tablet zu lesen.
Die Kinder- und Jugendzeit mit zwei jüngeren Brüdern kam mehrfach zur Sprache. Der König sagte, er und seine Brüder Friso und Constantijn hätten schon in den Jugendjahren rivalisiert.

Über den Vater

Über seinen Vater, Prinz Claus, der 2002 verstarb, sprach Willem-Alexander ebenfalls. Er erinnerte sich, dass Claus sich als Deutscher bis zu seinem Tod mitverantwortlich für den Holocaust gefühlt habe. Aber auch, dass es für ihn nicht immer leicht gewesen sei mit der Krankheit seines Vaters - der Prinzgemahl litt seit Anfang der 1980er Jahren unter Depressionen - umzugehen. In der Pubertät habe er sich gegen seine Eltern absetzen wollen, das sei im Falle seines Vaters nicht gegangen, wegen dessen Krankheit.

Was er an Friso vermisst

2013 starb Prinz Friso an den Folgen eines Skiunfalls. Was er jetzt vermisse, so Willem-Alexander, sei die grobe aber ehrliche Kritik seines Bruders: "Wenn man es nicht mehr hat, vermisst man es erst wirklich."

Der König erzählte, er sei mit seinen Töchtern ins Krankenhaus nach London gefahren hat, wo der im Koma liegende Bruder über ein Jahr versorgt wurde. In der Zeit hätte es gelegentlich positive Signale gegeben, aber es sei der Familie immer gesagt worden, dass sie das als Geschenk sehen sollten, nicht als Hoffnung auf Besserung.

Die ganze Familie habe immer gehofft, aber: "Es gibt einen Augenblick, in dem deutlich ist, dass es keine Fortschritte mehr gibt, dass es wenig Hoffnung mehr gibt. Man sieht auch, was es mit der Mutter passiert, die ein Kind verliert, die ein Teil von sich selbst verliert."

Das Glück mit Máxima

Seit 18 Jahren ist König Willem-Alexander mit der Argentinierin Máxima Zorreguieta glücklich zusammen - und vor seinem 50. Geburtstag machte er ihr Komplimente. "Sie ist eine ganz besondere Frau. Ich habe viel Glück, dass ich sie kennengelernt habe. Und es ist noch ein größeres Glück, dass sie ihr Leben mit mir teilen möchte. Mein Glück zu Hause, meine Kinder, alles habe ich ihr zu verdanken. Sie ist kritisch, aber auch sehr fürsorglich und versöhnlich, wenn ich ab und zu mal launisch bin."

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Der erste Kuss: Willem-Alexander und seine Braut Máxima Zorreguieta nach ihrer Trauung 2002.
© Getty Images

Über das A-Team

Nach dem Rückblick auf die eigene Kindheit ging es um die drei Töchter des Königs, die in einer ganz anderen Zeit, mit sehr viel mehr Aufmerksamkeit durch die Öffentlichkeit, aufwachsen als ihr Vater.
Anders als in seiner Jugend, gäbe es jetzt viel mehr Medien. Mit Smartphones könnte man überall fotografiert werden und es würde immer schwieriger, Sachen geheim zu halten, so der Jubilar.

Natürlich wollte Moderator Wilfried de Jong wissen, ob denn die drei Prinzessinnen Smartphones besitzen. Drei dreifache Vater erzählte, die drei hätten tatsächlich eigene Handys, allerdings alte Modelle, die früher den Eltern gehörten. Theoretisch bestimmten er und Ehefrau Máxima, wann sie sie benutzen dürften. Die Abendzeit und die Ferien seien dafür tabu.

Willem-Alexander und Máxima wollen nicht alles wissen

Willem-Alexander sagte, seine Kinder sollen gerne Fehler machen, ihre eigenen Grenzen finden. Mit den Leibwächtern von Amalia, Alexia und Ariane sei abgemacht, dass sie sich um deren Sicherheit kümmern, ihm und seiner Frau aber nicht alles berichten, was die heranwachsenen Töchter machen.

kdi mit Material von Danapress Gala


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