König Konstantin: Wieder zuhause

König Konstantin von Griechenland konnte am Mittwoch das Athener Krankenhaus wieder verlassen, in das man ihn zwei Tage zuvor eingeliefert hatte. Im Sommerurlaub, den der Exil-Monarch in seiner Heimat verbrachte, waren gesundheitliche Probleme aufgetreten

Während eines Urlaubs mit der Familie im griechischen Porto Heli fühlte sich der König Konstantin nach einem Bericht der griechischen Zeitung "Espresso" am Montagnachmittag zunächst nur unwohl, später sei er sogar ohnmächtig geworden. Zudem habe er über starke Schmerzen geklagt. Das alarmierte die Ärzte: Der 73-Jährige war bereits vor vier Jahren wegen schwerer Herzprobleme in London operiert worden. In der Öffentlichkeit sah man zuletzt, dass König Konstantin zum Gehen einen Krückstock benutzte.

Wohl auch wegen der bekannten Vorerkrankungen brachte man ihn direkt in eine Athener Klinik. Zunächst sei dort der Gesundheitszustand des Monarchen als ernst eingestuft worden, nach eingehenden Tests und einer eilig einberufenen Konferenz mit den Kollegen in London, habe man aber Entwarnung geben können, schreibt "Espresso". Am Mittwoch (10. Juli) ist er aus dem Krankenhaus wieder entlassen worden. Auf der Webseite der griechischen Königsfamilie heißt es zu der Erkrankung, der König habe an einer "Infektion der Harnwege" gelitten. Später wäre möglicherweise noch eine Nachkontrolle notwendig, zunächst wolle er aber dem behandelnden Arzt und den Schwestern in der Klinik für die Behandlung danken.

Ob der König gemeinsam mit Ehefrau Anne-Marie nun den Sommerurlaub wie geplant fortsetzen wird, ist nicht bekannt. Verschiedenen Medienberichten zufolge residiert das Königspaar regelmäßig in Porto Heli. In der gleichen Region im Südosten Griechenlands liegt außerdem die Insel Spetses, auf der der zweitälteste Sohn Nicolaos 2010 seine Braut Tatiana Blatnik vor den Traualtar führte.

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1993 reiste König Konstantin (hier mit seinen Söhnen Pavlos und Nikolaos) nach Griechenland. Durch die Präsenz von Militär rund um die Jacht des Exil-Monarchen beendete die Regierung seine Reise früher als geplant.

Dass der Ex-König, der nie formal auf den Thron verzichtete hat, überhaupt mit seiner Familie in seine Heimat einreisen darf, ist eine Entwicklung der letzten Jahre. 1973 war das Königspaar - nach dem Putsch des Militärs und einem gescheiterten Gegenputsch des 27-jährigen Königs - mit den beiden ältesten Kindern Alexia und Pavlos ins Exil geflüchtet. Sie lebten zunächst in Rom, später teilweise in Dänemark bei Königin Ingrid, der Mutter von Königin Anne-Marie. Schließlich ließen sie sich in London nieder, wo ihre fünf Kinder auch in engem Kontakt mit den royalen Verwandten der Familie Windsor aufwuchsen.

Zur Beerdigung von König Konstantins Mutter Friederike, der im Exil verstorbenen Enkelin von Kaiser Wilhelm II., durfte die Königsfamilie 1981 zum ersten Mal in die ursprüngliche Heimat zurückkehren, die drei der fünf Kinder bis dahin nie gesehen hatten. Das quasi bestehende Einreiseverbot wurde von der damaligen Regierung für einige Stunden gelockert, sodass Königin Friederike auf dem Familiensitz Tatoi an der Seite ihres Mannes beigesetzt werden konnte.

Anfang der 1993 reiste der Exil-Monarch nochmals nach Griechenland und besuchte verschiedene Orte, ehe die Regierung eingriff und den Besuch mit militärischem Druck beendete. Als Ehrenmitglied des Olympischen-Komitees kam König Konstantin 2004 zur Olympiade nach Athen und hielt sich seither - darüber gibt auch die offizielle Webseite der Königsfamilie Auskunft - besonders in den letzten Jahren immer wieder in Griechenland auf. So war er unter anderem im Februar mit zwei von seinen Söhnen und mehreren Enkeln in der Stadt Ioannina und nahm im April am jährlichen Gedenkgottesdienst zum Andenken an seine Eltern auf dem Friedhof von Tatoi teil.

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