König Juan Carlos: Virtueller Rauswurf

König Juan Carlos hat seinen Schwiegersohn Iñaki Urdangarin von der offiziellen Homepage des Königshauses entfernen lassen. Der Mann von Prinzessin Cristina steht im Verdacht, Steuergelder in Millionenhöhe unterschlagen zu haben

König Juan Carlos geht sichtbar auf Distanz zu seinem Schwiegersohn: Am Wochenende wurde Iñaki Urdangarin, Ehemann von Prinzessin Cristina, von der Webseite der Königsfamilie entfernt. Die Rubrik, die sich mit dem ehemaligen Handball-Nationalspieler und seinen Aktivitäten befasste, gibt es nicht mehr. Iñaki ist nur noch auf gemeinsamen Bildern mit seiner Frau und seinen Kindern zu sehen. Seit Dezember 2011 ist der Skandal umwitterte Schwiegersohn bereits von offiziellen Auftritten der Königsfamilie ausgeschlossen. Die Korruptionsaffäre um Iñaki Urdangarin zieht immer weitere Kreise: Als Präsident der gemeinnützigen Stiftung "Noos" soll der 45-Jährige mit seinem Geschäftspartner öffentliche Gelder erschlichen und im großen Stil Steuern hinterzogen haben.

In einer ersten Anhörung im Februar 2012 hatte er die Vorwürfe bestritten und ausgesagt, dass er sich nicht mehr erinnern könne. Gleichzeitig hatte Urdangarin immer wieder auf seinen ehemaligen Geschäftspartner Diego Torres verwiesen, so "El Pais". Zu Torres' Verteidigungsstrategie gehört inzwischen die Veröffentlichung von zahlreichen Emails mit brisantem Inhalt, die indirekt auch die Königsfamilie betreffen. Aus einer soll beispielsweise hervorgehen, dass König Juan Carlos' Freundin und Jagdbegleiterin Corinna zu Sayn-Wittgenstein in einige der "Noos"-Aktivitäten involviert wurde, berichtet "faz.net".

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Inwieweit Prinzessin Christina über die Geschäfte ihres Mannes, der als "Marketing-Berater mit königlichen Kontakten" aufgetreten war, informiert war, ist noch nicht klar, so die "Westdeutsche Zeitung". Eine offizielle Anklage des königlichen Schwiegersohnes rückt immer näher, denn für den 23. Februar hat das Gericht Iñaki Urdangarin zu einer zweiten Anhörung vorgeladen. Sollte er verurteilt werden, droht ihm eine mehrjährige Haftstrafe.

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