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König Harald Nach Morddrohungen: Urteil gegen Norweger gefallen

Königin Sonja und König Harald
© Dana Press
Ein Norweger schickte im März 2021 mehrere Drohmails an das Königshaus. Sein Plan: Er wolle unter anderem König Harald umbringen. Nun wurde der Mann zur Einweisung in eine psychiatrische Klinik verurteilt.

König Harald und Königin Sonja von Norwegen, beide 84, können endlich aufatmen! Nach schrecklichen Morddrohungen, die das Königshaus am 23. März 2021 per E-Mail geschickt bekommen hat, wurde der Täter zunächst freigesprochen – und nun doch zur Einweisung in eine Psychiatrie verurteilt.

König Harald erhielt Morddrohungen: Verantwortlicher zunächst freigelassen

"Ich werde so viele Menschen umbringen, wie ich nur kann und noch mehr – bis zum Schluss. Der König hat seine letzte Rede gehalten. Ich werde besonders sadistisch und barbarisch sein." Diese schrecklichen Worte richtete ein Mann laut des norwegischen Fernsehsenders "TV2" an die Königsfamilie. Im August soll er dann geschrieben haben, er sei ein Monster und wolle den Staat ausrotten – Nachrichten, die sehr ernst genommen wurden.

Bereits im Juni musste der Mann sich vor dem Gericht Söndre Östfold Tingsrett verantworten. Der Staatsanwalt forderte Zwangseinweisung in die Psychiatrie, doch der Täter wurde freigesprochen – eine Meldung, die König Harald, Prinz Haakon, Prinzessin Mette-Marit, beide 48, und Co. vermutlich beunruhigt haben müsste. Begründung: Die Drohungen seien nicht sehr realistisch anzusehen. Die Staatsanwaltschaft ging in Berufung und die nächste Instanz gab der Forderung, den Mann zunächst wieder festzusetzen, recht.

Norweger zur Zwangseinweisung in die Psychiatrie verurteilt

Im Laufe des Verfahrens, so berichtet die norwegische Zeitung "Dagbladet", wurden noch etliche weitere Drohungen des Mannes bekannt. Er richtete diese auch gegen seine eigene Familie, gegen den Leiter der örtlichen Polizeistation, gegen Kinder, die am Nationalfeiertag am 17. Mai ihren beliebten Umzug machen und eben auch gegen König Harald.

Jetzt kam es zu einem erneuten Urteil. Der Grund: Das Berufungsgericht sah im Gegensatz zur ersten Instanz sehr wohl die Möglichkeit, dass der Mann seine Drohungen auch in die Tat umsetzen könnte. Der Täter ist vom Gericht in die Psychiatrie zwangseingewiesen worden und wird zwangsmediziniert. Er hat sich bisher jeglicher Behandlung verweigert.

Verwendete Quellen: Dana Press, tv2.dk, dagbladet.no

jse Gala


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