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König Felipe Haftstrafe für seinen Schwager Inaki bestätigt

Prinzessin Cristina + Iñaki Urdangarín
Prinzessin Cristina + Iñaki Urdangarín
© Dana Press
Iñaki Urdangarín, der Ehemann von Infantin Cristina, muss wegen Veruntreuung von Spendengeldern für knapp sechs Jahre ins Gefängnis. Das hat das Oberste Gericht in Madrid entschieden

Der Oberste Gerichtshof in Madrid hat die Haftstrafe gegen Iñaki Urdangarín, 50, den Ehemann von König Felipes Schwester Cristina, bestätigt. Der Schwager des Monarchin muss für fünf Jahre und zehn Monate ins Gefängnis, urteilte das Gericht und mildert damit die Haftstrafe der Ersten Instanz, des Gerichtshofs von Palma de Mallorca.  Dieses hatte vergangenes Jahr entschieden, ihn wegen Veruntreuung, Verfälschung, Betrug, zweier Steuerdelikte und Einflusshandel zu sechs Jahren und drei Monaten Haft zu verurteilen. Urdangaríns Anwälte hatten gegen das Urteil Berufung eingelegt. 

Reaktion des Königshauses

In einer ersten Reaktion sagte ein Sprecher des Königshauses, man habe "absoluten Respekt" vor der Entscheidung der Justiz. Der ehemalige Handballstar Iñaki Urdangarín hatte 1997 Infantin Cristina, eine der beiden Schwestern von König Felipe, geheiratet.

Kein Kontakt zu den Royals

Doch das Verhältnis zu der Königsfamilie ist seit der sogenannten "Nóos-Affäre" zerrüttet. Im November 2011 wurde öffentlich, dass Urdangarín und sein damaliger Geschäftspartner Diego Torres zwischen 2004 und 2006 sechs Millionen Euro Spendengelder für die Wohltätigkeitsorganisation Nóos veruntreut haben.
Einen Monat später kündigte der spanische Hof an, dass Iñaki nicht mehr an offiziellen Aktivitäten teilnehmen würde. 

So wurde das Paar auch nicht zu der Krönung Felipes im Juni 2014 eingeladen. Selbst Familienfeiern wie Weihnachten verbringen Iñaki und Cristina nicht mehr mit den Royals, auch ihre Herzogstitel wurden ihn aberkannt. 

Iñaki Urdangarín kann das Verfassungsgericht anrufen

Im Februar 2012 stand Iñaki zum ersten Mal vor Gericht. Im Februar 2017 hatte das Gerichte in Palma de Mallorca Cristina schließlich freigesprochen und Iñaki zu sechs Jahren und drei Monaten Haft sowie einer Geldstrafe verurteilt. Dieses Urteil wurde nun in abgemilderter Form vom Obersten Gericht noch einmal bestätigt. Laut der spanischen Tageszeitung "El Mundo" muss der Gerichtshof von Palma de Mallorca nun entscheiden, wann Iñaki ins Gefängnis kommt, wenn es dabei bleibt. Denn gegen das Urteil kann der Königsschwager nun noch vor das Verfassungsgericht ziehen. 

mit Material von dana press

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