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König Felipe + Königin Letizia Drücken sie sich vor der Arbeit?

König Felipe + Königin Letizia
König Felipe + Königin Letizia
© Dana Press
Spaniens Königspaar Felipe und Letizia gerät in die Kritik: Zu viel luxuriöser Urlaub, zu wenig Engagement für die royale Amtsführung

Spaniens Königspaar Felipe, 48, und Letizia, 43, galt bisher als pflichtbewusst und engagiert - doch nun regt sich Kritik. Königshaus-Expertin Paloma Barrientos listet in ihrer Kolumne in der spanischen Zeitung "El Confidencia" sieben Fehler auf, die die Royals diesen Sommer gemacht haben sollen. Ihr Hauptvorwurf: Der König selbst halte seine eigene Agenda, auf der Transparenz und Sparsamkeit ganz weit oben stünden, nicht ein.

König Felipe und Königin Letizia sollen im Luxus schwelgen

Beim Thronwechsel 2014 hatte Felipe VI. einen harten Sparkurs angekündigt und im Zuge dessen unter anderem sein eigenes Gehalt gekürzt. Dieser Kurs passe aber nicht, so findet Paloma Barrientos, zu der königlichen Urlaubsgestaltung. Das adelige Paar soll nämlich mit der Jacht "Dolce Vita" im Mittelmeer herumgeschippert sein, die laut Bootsverleih mit 32 000 Euro plus Servicekosten für Personal zu Buche schlägt. Das Königspaar besitze eine private Jacht namens "Somni", die sie hätten nutzen können. Und zwar ohne zusätzliche Charterkosten.

Urlaub statt Arbeit für das spanische Königspaar

Ein weiterer Kritikpunkt ist die mangelnde Transparenz. Der Palast soll angeblich zwei Paparazzi-"Abschüsse" von ihm und Ehefrau Letizia arrangiert haben, um zu belegen, dass die königliche Familie in Madrid weilt. Die Bilder zeigen den König und die Königin an zwei Augusttagen bei einem Kinobesuch und einem Abendessen zu zweit. Von der spanischen Hauptstadt aus hätten sie sich also ihren Verpflichtungen widmen können. Tatsächlich seien sie aber, so will es die Kolumnistin wissen, im Urlaub gewesen und gar nicht im eigenen Land.

Mangelnde Präsenz der Royals bei Olympia

Außerdem fragt Paloma Barrientos, warum kein Mitglied des Königshauses zur Unterstützung der Athleten bei den Olympischen Spielen in Rio war. Wäre Felipe verhindert gewesen hätte er ja seinen Vater König Juan Carlos delegieren können. Alle anderen Königshäuser hätten Vertreter nach Brasilien entsandt, einzig aus Spanien sei niemand vor Ort gewesen.

Tatsächlich gaben sich in Rio die Royals die Klinke in die Hand und waren teilweise über mehrere Tage präsent, um ihre Landsleute anzufeuern.

Neuer Kurs bei den Bourbonen?

Der 48-Jährige Felipe hatte für das krisengeschüttelte Königshaus bei seiner Thronbesteigung klare Ziele formuliert und sich einiges vorgenommen. Mehr Transparenz und weniger hohe Kosten waren nur zwei der Punkte gewesen, die den Bourbonen neue Popularität bringen sollten. Die Spanier hatten ihm dafür Respekt gezollt, sahen sie doch, dass er sogar bei seiner eigenen Familie den Rotstiftansetzte. Wie sie jetzt aber mit der langen Liste der Kritikpunkte umgehen, ob sie sich verschaukelt fühlen, bleibt abzuwarten.

Gala

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