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Kaiser Akihito Das Datum der Abdankung steht fest

Kaiser Akihito + Kaiserin Michiko
Kaiser Akihito + Kaiserin Michiko
© Reuters
In Japan beginnt bald die Planung für den Thronwechsel: Das Datum für die Abdankung von Kaiser Akihito steht fest, viele andere Details allerdings noch nicht

Kaiser Akihito von Japan darf am 30. April 2019 abdanken. Nach monatelangen Beratungen ist das Gesetz, das ihm diese Freiheit gibt, durch. Sein Sohn Kronprinz Naruhito wird am 1. Mai 2019 der nächste Kaiser des Landes, dessen Frau Masako die neue Kaiserin.

Wie der japanische TV-Sender "NHK" berichtet, wird die Regierung Anfang 2018 wahrscheinlich eine Sonderkommission zusammenstellen, die sich mit den Vorbereitungen der Abdankung von Kaiser Akihito beschäftigen wird.

Das wünscht sich Kaiser Akihito für seinen Abschied

"Japantimes.co.jp“ schreibt, unter Berufung auf einen Palastmitarbeiter, dass sich Akihito eine einfache Zeremonie ohne ausländische Staatsgäste oder Parade zu seiner Abdankung wünsche. Aktuelle Vorbilder für die Gestaltung solcher Zeremonien gibt es kaum, denn seit rund 200 Jahren hat kein Tenno mehr zu Lebzeiten den Thron geräumt.

Vieles muss organisiert werden

Nach der Abdankung folgt eine weitere Zeremonie: Die Thronbesteigung von Kronprinz Naruhito, der dann bereits Kaiser ist. Laut dem japanischen Nachrichtenportal wurde dafür ein Datum noch nicht festgelegt, bisher sei von Herbst 2019 die Rede.

Bislang nicht entschieden wurde außerdem, wie die neue Ära nach dem Thronwechsel heißen soll. Akihitos Regierungszeit wird "Heisei" genannt, die Regierungszeit seines Sohnes braucht einen neuen Namen. Zur Diskussion steht außerdem, ob der 1. Mai 2019 ein Feiertag werden soll.

Die Hoffnungen liegen auf Prinz Naruhito

Die Presseagentur "Reuters" hofft, dass Naruhito der uralten kaiserlichen Institution eine globalere Sichtweise geben wird. Außerdem sollte er, wie Akihito es in den letzten 30 Jahren machte, den Frieden und die Versöhnung mit Asien befördern.

Der künftige Kaiser hat viel internationale Erfahrung. Er ist viel gereist und studierte in Oxford. Er interessiert sich auch sehr für Umweltfragen und Frauenrechte.

kdi / mit Material von Danapress Gala


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