Kaiser Akihito: Hinweise zur Abdankung

Kaiser Akihito äußerte sich in einer Ansprache zwar nicht direkt zum Thema Abdankung, gab aber dennoch einige Hinweise zum viel diskutierten Thema

In einer im Fernsehen übertragenen Fernsehbotschaft - die zweite seit seiner Thronbesteigung 1989 - hat Japans Kaiser Akihito, 82, signalisiert, dass eine Abdankung in seinem Interesse sein könnte. Allerdings blieb er bei einer sehr vagen und indirekten Andeutung.

Der Tenno zeigte sich besorgt, dass er seinen Pflichten nicht länger nachkommen könne: "Wenn ich mein Alter von über 80 Jahren und meine sich allmählich verschlechternde körperliche Verfassung - auch wenn ich im Moment glücklicherweise gesund bin - bedenke, bin ich besorgt darüber, ob ich meine Pflichten als Symbol des Staates mit den größten Anstrengungen erfüllen kann, wie ich es bisher getan habe", sagte Akihito laut "Daily Mail Online" in einer vorher aufgezeichneten Ansprache, die viele Japaner mit großer Spannung verfolgten. Zuvor hatte es in den Medien Spekulationen gegeben, wonach Akihito bald auf den Thron verzichten könnte.

Ari Behn (†47)

Bewegende Reaktionen auf seinen Tod

Ari Behn (✝47)
Ari Behn verstarb mit nur 47 Jahren in seinem Haus in Lommedalen.
©Gala

Japan

Konichiwa beim Kaiser

Kaiser Naruhito feiert 60. Geburtstag
2. Januar 2020  Einen feierlichen Anblick bietet die japanische Kaiserfamilie, als sie zum Neujahresempfang durch den Kaiserpalast in Tokio schreitet. Kaiser Naruhito und Kaiserin Masako gehen der Zeremonie voran, gefolgt vom Prinzenpaar Akishino und ihren Töchtern. 
9. Dezember 2019  Ein wahrlich kaiserlicher Geburtstag: Masako von Japan, hier während der königlichen Parade zur Inthronisierung von Kaiser Naruhito im November, wird heute 56 Jahre alt. Wir gratulieren herzlichst. 
1. Dezember 2019  An ihrem 18. Geburtstag winkt Prinzessin Aiko bei ihrer Ankunft am Kaiserpalast in Tokio den umstehenden Fotografen lächelnd zu. 

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Japans Kaiser vermied es, Worte wie Abdankung oder Rücktritt zu gebrauchen, da beides als unzulässige Einmischung in politische Belange hätte verstanden werden können. Der Monarch regte aber an, über einen möglichen Nachfolgeprozess nachzudenken, um diesen reibungsloser zu gestalten.

In Tokio stoppen Menschen im Vorbeigehen und hören dem Kaiser und seiner Ansprache zu.

Akihito wäre in Japan seit 200 Jahren der erste Kaiser, der abdankt und damit zu Lebzeiten den Weg für seinen Sohn auf den Thron freimacht. Dazu müsste es allerdings eine Gesetzesänderung geben, die der 82-Jährige nicht selbst anregen kann.

Kronprinz Naruhito, 56, hat in den letzten Jahren - Akihito musste sich einer Herzoperation unterziehen und litt an Prostata-Krebs - bereits eine steigende Zahl von Verpflichtungen übernommen.

Platz zwei in der Thronfolge ist Naruhitos jüngerer Bruder Akishino und gefolgt von dessen Sohn Hisahito auf Platz drei. Naruhitos Tochter Aiko ist nicht thronfolgeberechtigt, da in Japan bisher Frauen auf dem Chrysanthementhron nicht vorgesehen sind.

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