Kaiser Akihito: Japan warnt vor großem Chaos wenn der Kaiser abdankt

Das gab es seit 200 Jahren nicht: Der japanische Kaiser dankt ab. Jetzt warnen Einige vor großen Problemen in ganz Japan

Kaiser Akihito von Japan

Kaiser Akihito, 84, macht im Frühjahr nächsten Jahres den japanischen Thron frei - für seinen Sohn Naruhito, 58. Das gab der Kaiser von Japan im Dezember letzten Jahres bekannt. Letzter Amtstag wird der 30. April sein und die Vorbereitungen für die festliche Zeremonie laufen bereits auf Hochtouren. Das Abdanken von Akihito und die Krönung des neuen Kaisers kann allerdings schwerwiegende Probleme für Japan mit sich bringen, berichtet die britische Zeitung "The Guardian".

Kaiser Akihito dankt ab: Techniches Chaos in Japan

Teile der japanischen Bevölkerung warnen nun vor einem riesigen Chaos wenn Kaiser Akihito abdankt. Vor allem im technologischen Bereich werden Stimmen laut, denn die Zeitrechnung in Japan ist anders als bei uns. Der japanische Kalender zählt von der Krönung eines neuen Kaisers - sprich: Akihitos Krönung im Januar 1989 markiert den Beginn der "Heisei-Ära". Die Krönung von Prinz Naruhito markiert dann wieder eine neue Ära. Was so kompliziert klingt, muss ja Probleme mitbringen. Akihito sitzt fast das gesamte Informationszeitalter auf dem Thron, was bedeutet, dass viele Systeme noch nie mit einer Umstellung zu tun hatten. Japan könnte also technisch komplett lahmgelegt werden.

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Keine Kalender in Japan

Da auch die neue Ära des Prinzen Naruhito noch nicht bekannt ist, steht Japan vor einem weiteren schwerwiegenden Problem: Es gibt noch keine Kalender für das kommende Jahr. Da der Name der neuen Ära erst mit der Krönung des neuen Kaisers bekannt gegeben wird, können also theoretisch erst im April nächsten Jahres Kalender erstellt und gedruckt werden. 

Japan: Ähnliche Probleme wie bei Jahrtausendwende?

Ein Microsoft-Experte erklärte "The Guardian": "Die Ausmaße dieses Ereignisses für Computersysteme, die mit dem japanischen Kalender arbeiten, könnten ähnlich sein, wie es die zur Jahrtausendwende für den gregorianischen Kalender waren." Auch im Jahr 2000 hatte man in Japan technische Probleme. Allerdings blieb damals mehr Zeit sich auf diese Umstellung vorzubereiten. Somit war das technische Chaos nicht ganz so groß, wie Experten bei der Krönung von Naruhito jetzt befürchten. Die japanische Finanz- und Steuerbehörde überlege nun, einfach bei der alten Ära zu bleiben. Da würde Japan wahrscheinlich ein wenig Chaos erspart bleiben.

Japan

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