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Juan Carlos von Spanien So luxuriös soll er im Exil leben

König Juan Carlos 
© Dana Press
Vor über einem Jahr hat Altkönig Juan Carlos seine Heimat verlassen. Sein selbst gewähltes Exil in den Vereinigten Arabischen Emiraten scheint er jedoch zu genießen – und es sich auch hier königlich ergehen zu lassen.

Im August 2020 verkündete Juan Carlos von Spanien, 83, in einem offiziellen Statement an seinen Sohn König Felipe, 53, dass er ins Ausland ziehen würde. Zu diesem Zeitpunkt hatte der emeritierte König den Zarzuela-Palast in Madrid bereits verlassen. Der Grund: Ihm wurde unter anderem vorgeworfen, Schmiergelder in Millionenhöhe angenommen zu haben, weshalb der Oberste Gerichtshof ermittelte. Als Zufluchtsort wählte er zunächst Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Inzwischen ist Juan Carlos umgesiedelt und soll den Luxus seines selbstauferlegten Exils in vollen Zügen genießen.

Juan Carlos von Spanien: Königliches Leben im Exil

Nachdem Juan Carlos zunächst im "Emirates Palace Hotel" in Abu Dhabi residierte, zog er im Februar 2021 um. Seitdem lebe er auf der paradiesischen Privatinsel Nurai in einer 1050 Quadratmeter großen Villa, die einen Wert von rund 11 Millionen Euro haben und der Herrscherfamilie von Scheich Khalifa bin Zayed al-Nahyan, 73, gehören soll, wie die "Bild" berichtet. Seinen dekadenten Alltag beschreibt die französische Autorin und Vertraute von Juan Carlos, Laurence Debray, 45, in der Biografie "Mon roi déchu" (auf deutsch: "Mein gefallener König"), die am 6. Oktober 2021 veröffentlicht wird. Dem französischen Nachrichtenportal "Le Journal du Dimanche" liegt bereits ein Auszug des Buches vor. Daraus geht hervor,  dass der 83-Jährige vor allem das spanische Essen vermissen würde, weshalb er sich regelmäßig iberischen Serrano-Schinken in die Vereinigten Arabische Emirate schicken lasse.

Um den Haushalt kümmern sich zwei Angestellte, während vier Leibwächter mit der Sicherheit des Altkönigs betraut sind. Sein Tagesablauf sehe wie folgt aus: Bereits mehrere Jahre geht Juan Carlos nicht ohne Gehstock, inzwischen soll er sogar Krücken benötigen. Um seine Hüftschmerzen zu lindern, mache er daher bereits morgens bestimmte Übungen im Salon seiner Villa, danach schwimme er ein paar Runden. Anschließend lese er spanische Zeitungen, um informiert zu bleiben. Da er räumlich von seinen Liebsten getrennt ist, soll er täglich mit seiner Frau Königin Sofia, 82, und seinen Töchtern Cristina, 56, und Elena, 57, via Telefon, Video-Call oder Textnachricht in Kontakt treten – auch Telefonate mit seinen Anwält:innen stünden an der Tagesordnung.

Der Abschied aus Spanien war schwierig

Auch wenn sich Juan Carlos nun in seinem Wahl-Exil wohlzufühlen scheint, war die Entscheidung, seine Heimat zu verlassen, keine einfache. Nachdem ihm Korruption vorgeworfen wurde, habe Juan Carlos keine wirkliche Wahl gehabt: Er musste Spanien den Rücken kehren. "Ich stand unter großem Druck", soll er gegenüber Schriftstellerin Debray gesagt haben. Die Autorin wollte daraufhin von ihm wissen, weshalb er ausgerechnet nach Abu Dhabi und nicht etwa nach Galicien geflohen ist. Seine Antwort: "Ich wäre überall von Journalisten gejagt worden. Von hier aus kümmere ich mich nicht um die Krone."

Verwendete Quelle: bild.de, lejdd.fr, gala.fr

sti Gala


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