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Juan Carlos von Spanien Der Ex-König soll nach Abu Dhabi geflüchtet sein

Juan Carlos von Spanien
Juan Carlos von Spanien
© Getty Images
Juan Carlos von Spanien hat sein Land verlassen. Grund dafür ist die mögliche Verstrickung des Ex-Königs in einen Finanzskandal. Der erste Stopp auf seiner Flucht soll ein Luxushotel in Abu Dhabi sein.

Es war eine Nachricht, die nicht nur in Spanien für Aufregung sorgte: Anfang letzter Woche verkündete Juan Carlos von Spanien, 82, in einem offiziellen Schreiben an seinen Sohn, König Felipe, 57, dass er den Zarzuela-Palast in Madrid verlassen und ins Ausland ziehen werde. Wohin genau, erklärte der Ex-König nicht. Doch die spanische Zeitung "ABC" will nun herausgefunden haben, dass sich der 82-Jährige im Golfemirat Abu Dhabi aufhält – und das ist durchaus plausibel.

Juan Carlos von Spanien: Mit dem Privatjet ins Exil?

Laut "ABC" ist der einstige König am Montag (3. August) mit einem Privatflugzeug vom Flughafen Vigo in Galicien nach Abu Dhabi geflohen. Dort angekommen, soll er von einem Helikopter zum Luxus-Hotel "Emirat Palace" gebracht worden sein – eines der teuersten Hotels der Welt mit Privatstrand und Eigentum der emiratischen Regierung.

Eine Suite kostet nach Recherchen von "ABC" um die 11 000 Euro pro Nacht. Dass der 82-Jährige genau dieses Ressort als ersten Stopp auf seiner Flucht wählte, ist kein Wunder: Juan Carlos logierte schon häufiger während Formel-1-Rennen in dem noblen Hotel, außerdem zählt Mohammed bin Zayed, der Kronprinz von Abu Dhabi, zum Freundeskreis des Ex-Königs.

Reiche Freunde, Luxus-Hotels, Privatstrände

Es wird nun vermutet, dass Juan Carlos am Privatstrand des Luxus-Ressorts abwarten will, bis die Hurrikan-Saison in der Karibik vorbei ist. Danach soll er weiter in die Dominikanische Republik reisen wollen, wie "ABC" berichtet. Hier besitzt der mit ihm befreundete Zucker-Milliardär Pepe Fanjul ebenfalls ein Luxus-Hotel sowie mehrere Villen. Scheint, als würde Juan Carlos bei seiner Flucht nicht auf seinen gewohnten Lebensstandard verzichten wollen.

König Felipe distanziert sich von seinem Vater

Dem Ex-König wird vorgeworfen, in einen möglichen Finanzskandal verwickelt zu sein. Die spanische und Schweizer Justiz ermitteln wegen Schmiergeldzahlungen, die der Spanier im Zusammenhang mit dem Bau einer Schnellbahnstrecke in Saudi-Arabien erhalten haben soll. 2008 soll er außerdem für seine Vermittlung vom saudi-arabischen Königshaus 100 Millionen Dollar auf ein Schweizer Konto empfangen haben.

Manche Quellen schätzen das Vermögen des Ex-Königs auf mehr als eine Milliarde Euro, nachweisbar ist das allerdings nicht. Die jährliche Apanage in Höhe von zuletzt 194.000 Euro wurde ihm von seinem Sohn Felipe bereits gestrichen, außerdem erklärte der König von Spanien im März, dass er sich von seinem Vater distanziere.

Verwendete Quellen: ABC, FAZ, Süddeutsche Zeitung

aen Gala

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