Inaki Urdangarin + Prinzessin Cristina: Es war einmal ... ein Glamour-Paar

Prinzessin Cristina und ihr Mann Inaki wurden bei ihrer Hochzeit als große Hoffnung für Spanien gehandelt. Die Feier berührte und begeisterte, die Gästeschar war riesig und auch in den Folgejahren konnte das Paar glänzen

Die spektakuläre Hochzeit von Prinzessin Cristina und Inaki Urdangarin fand am 4. Oktober 1997 in Barcelona statt.

Prinzessin Cristina von Spanien und Iñaki Urdangarín heirateten am 4. Oktober 1997. An dem Tag traten sie voller Träume und Zukunftspläne vor den Altar in der Kathedrale von Barcelona. Und sie feierten eine riesige Society-Hochzeit: die Infantin, jüngste, schönste Tochter des spanischen Königs. Und der Handballstar mit den baskischen Wurzeln, der eine Minderheit im Land plötzlich so nah an den Thron heranrückte, dass man Hoffnung haben konnte, dass diese sich endlich wahrgenommen und angenommen fühlen könnte. Hoffnung kam auf, dass diese Hochzeit auch ein Schritt voran für ganz Spanien sein könnte.

Die Trauung von Cristina und Inaki Urdangarin - eine tagelange Feier

Inaki Urdangarin, Prinzessin Cristina (2004)

Deswegen wurde heftig gefeiert. Schon zwei Tage vor der Trauung gab es eine erste abendliche Party mit Familie und Freunden - um die 800 Gäste sollen dort getanzt haben.

Königin Máxima ungestylt

So sieht man die glamouröse Königin selten

Königin Máxima
So sieht man die glamouröse Königin selten: Ungeschminkt und ungestylt erscheint Königin Máxima in ihrer Funktion als Sonderbotschaft​erin des Generalsekretärs der Vereinten Nationen für inklusive Entwicklungsfinanzierung in Bangladesch.
©Gala

Am Vorabend der Hochzeit gab es einen ersten offiziellen Empfang mit Abendessen - und vielen illustren Gästen, darunter erstaunlich viele Royals.Die Luxemburger (Großherzog Henri und Großherzogin Maria Theresia) waren zu Gast, die Dänen (die Prinzen Frederik und Joachim), die Schweden fast komplett, die Exil-Griechen (König Konstantin und Königin Anne-Marie), Farah Diba mit Tochter Yasmine und Sohn Reza, Königin Noor aus Jordanien, Monegassen (Fürst Rainier und Albert), Norweger (König Harald, Königin Sonja und Prinzessin Märtha Louise), König Lethsie von Lesotho, Bourbonen, Habsburger, Belgier, Bulgaren und Jugoslawen... es schien, als sei der Terminkalender fast aller regierenden Königshäuser in diesem Oktober überraschend leer geblieben, so dass jeder Zeit für und Lust auf einen Ausflug nach Barcelona hatte.

Nach dem Essen begab sich die Festgesellschaft ins "City Center" von Barcelona, wo die Stadt zu Ehren des Brautpaares eine Show organisiert hatte.

Kirchliche Hochzeit in Barcelona

Die kirchliche Hochzeit in der Kathedrale von Barcelona war ebenfalls ein beeindruckendes Fest: perfektes Wetter mit viel Oktobersonne, 1500 edel gekleidete Gäste aus Adelshäusern und spanischer Prominenz, vor der Kirche eine jubelnde Menge von angeblich mehr als 20.000 Menschen. Eine kluge Wahl war sicherlich die starke Einbindung von lokalen Folklore-Elementen, sichtbar in den Kleidern der Blumenkinder und Brautjungfern, in Musik und in den akrobatischen Menschentürmen, die das Brautpaar begrüßten, als es die Kirche verließ.

Beobachter dieser Tage beschrieben, sie hätten selten eine Hochzeitsfeier gesehen, bei der so viel gescherzt und gelacht wurde.

Stargäste auf Partys, Eltern von vier Kindern

In den Folgejahren waren Prinzessin Cristina und ihr Mann gern gesehene Gäste auf spanischen wie auch internationalen royalen Events. Mit der Hochzeit hatte der König sie zu Herzogin und Herzog von Palma de Mallorca ernannt. Sie lebten im "Palacete de Pedralbes" in Barcelona. Im Jahr 2000 gewann der Profisportler Inaki nun als Kapitän der spanischen Handballmannschaft mit seinem Team Olympia-Bronze, die gleiche Medaille hatten sie bereits 1996, im Jahr vor der Hochzeit, geholt. Bei den Olympischen Spielen, bei denen er seine Prinzessin getroffen hatte. Was für eine Geschichte!

Drei Söhne (Pablo, Juan, Miguel) und zum Abschluss noch eine kleine Tochter, Irene: Diese vier komplettierten das Familienglück von Cristina und Inaki - und verschafften den beiden große Zustimmung bei öffentlichen Auftritten. (Archivbild von 2007)


Cristina und Inaki bekamen vier Kinder: Juan Valentin, Pablo Nicolás, Miguel und Irene. Mit diesen zusammen trafen sie die Königsfamilie insbesondere zu Festen, Ostermessen und Sommerurlauben und sorgten so für ein junges, frisches Antlitz der Monarchie, insbesondere zu den Zeiten, in denen Thronfolger Prinz Felipe noch unverheiratet war. 

Als alles anders wurde - der Skandal

Im Jahr 2009 zog die Familie in die USA um, der Job von Urdangarin als Berater einer US-Telefonfirma war schuld daran. An dieser Stelle verschwanden die beiden langsam aus ihrer Rolle als Glamour-Paar im Lande. Endgültig endete dieser Teil ihres Lebens 2011, als die Vorwürfe rings um Korruption und Geldwäsche, Steuerhinterziehung und Eigennutz auftauchten.

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