Iñaki Urdangarin: Weg von der Straße

Der Finanzskandal um Iñaki Urdangarin geht in die nächste Runde: Jetzt droht dem Mann von Prinzessin Cristina die Pfändung. Und in Spanien geht man immer weiter auf Distanz zum königlichen Schwiegersohn

Für Iñaki Urdangarin wird es immer enger: Bei einer zweiten gerichtlichen Anhörung in Palma de Mallorca wurde der Schwiegersohn von König Juan Carlos dazu aufgefordert, zusammen mit seinem ehemaligen Geschäftspartner eine Kaution in Höhe von 8,1 Millionen Euro zu hinterlegen. Damit soll - im Falle einer Verurteilung - die zivilrechtliche Haftung abgedeckt werden. Aber die gerichtlich gesetzte Frist ließ Urdangarin am Donnerstag (7. Februar) verstreichen, ohne die geforderte Summe zu bezahlen.

Der königliche Schwiegersohn steht im Verdacht, mit seinem Geschäftspartner Diego Torres und seiner gemeinnützigen Stiftung "Noos" Millionensummen an Steuergeldern unterschlagen zu haben. Nun droht dem Herzog von Palma die Pfändung seines privaten Vermögens, wozu unter anderem der "Pedralbes Palast" zählt, berichtet "El Pais". Die millionenschwere Immobilie in einem exklusiven Viertel von Barcelona hatte Iñaki Urdangarin zusammen mit seiner Frau Cristina 2004 erworben. Auch wenn gepfändet wird, Obdachlosigkeit droht der Familie dennoch nicht: Zum einen besitzt das Paar weitere Immobilien, zum anderen werden sicherlich die königlichen Eltern ihrer Tochter und den vier Enkelkindern Unterschlupf gewähren können.

Die "Allee der Herzöge von Palma" in Palma wird umbenannt. Ab sofort heißt sie schlicht nur noch "Allee". Damit wurde noch ein Hinweis auf den aktuellen Herzog von Palma, Iñaki Urdangarin, entfernt.

Allerdings geht das Königshaus inzwischen ebenfalls deutlich auf Distanz zu dem Skandal-umwitterten Schwiegersohn: Offizielle Auftritte für das Königshaus absolviert der ehemalige Handball-Star schon längere Zeit nicht mehr. Von der Homepage des Königshauses wurde seine Biografie und Hinweise auf seine Tätigkeiten für die Krone entfernt. Und zuletzt zeigten auch die Spanier, dass ihnen die Machenschaften von Iñaki Urdangarin missfallen: Nach Entscheidung des Stadtrates wurde in Palma de Mallorca die "Rambla dels Ducs des Palma de Mallorca", die "Allee der Herzöge von Palma de Mallorca", schlicht in "Allee" umbenannt. Eine namentliche Verewigung des aktuellen Herzogs von Palma, Iñaki Urdangarin, sollte es offenbar auch an dieser Stelle nicht mehr geben. Der Entscheidung voraus gingen verschiedenen Medienberichten zufolge Proteste der Bevölkerung wegen des Korruptionsskandals um Iñaki Urdangarin.

Themen

Palastgeflüster: Das machen die Royals

Mehr zum Thema