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Iñaki Urdangarin Er wird auf Bewährung entlassen

Iñaki Urdangarin
© Carlos Alvarez / Getty Images
Auf diesen Moment hat Iñaki Urdangarin jahrelang gewartet: Seit dem 2. März 2022 ist er wieder ein freier Mann. Das Strafvollzugsgericht in Bilbao gewährt ihm eine bedingte Entlassung.

Iñaki Urdangarin, 54, kam am 18. Juni 2018 ins spanische Frauengefängnis von Brieva, hier lebte er als Mann vollkommen isoliert. Im Januar 2021 wurde er ins Zentrum für soziale Eingliederung in Alcalá de Henares verlegt, dort musste er nur übernachten. Am 1. März 2021 kam er in das Gefängnis der spanischen Provinz Zaballa, hier schlief er vier Nächte pro Woche. Die anderen drei Nächte durfte er bei seiner Mutter Claire Liebaert in Vitoria, Spanien, verbringen. Ende Juni 2021 wurde ihm der dritte Grad genehmigt, wodurch er sich nur noch einmal pro Woche per Telefon oder persönlich beim Gefängnis melden musste.

Iñaki Urdangarin darf sich uneingeschränkt bewegen

Jetzt darf sich Iñaki Urdangarin wieder uneingeschränkt bewegen, ohne den Verantwortlichen des Gefängnisses in Zaballa jede Woche Rechenschaft ablegen zu müssen. Das bestätigt sein Anwalt Mario Pascual Vives dem Newsportal "Vanitatis". Sein Mandant könne nun wieder seine Freiheit genießen.

Für die Entscheidung war die Richterin Ruth Alonso verantwortlich. Grund für Iñakis Entlassung sei vor allem seine gute Führung gewesen. Zudem hat Urdangarin an einem Programm für Wirtschaftsstrafgefangene teilgenommen, besitzt eine Wohnung und hat einen festen Job als Berater in einer Anwaltskanzlei. 

Der Ex-Handballer ist in Betrugsskandal verwickelt

Iñaki Urdangarin ist in einen Betrugsskandal verwickelt, der weite Kreise zog. Die Justiz nahm seine gemeinnützige Stiftung "Noos" und deren Abrechnungen genauer unter die Lupe und stieß dabei auf Ungereimtheiten. Ende 2011 wurde in Palma de Mallorca Anklage gegen Urdangarin erhoben, die spanische Königsfamilie distanzierte sich und auch seine Ehefrau, Infantin Cristina, 56, geriet ins Visier der Justiz. Das abschließende Urteil des Obersten Gerichts gegen den heute 54-Jährigen wurde 2018 gefällt: fünf Jahre und zehn Monate Haft wegen Veruntreuung von Steuergeldern, Geldwäsche, Urkundenfälschung und Betrugs.

Zuletzt sorgte Iñaki Urdangarin für Schlagzeilen, als er Hand in Hand mit einer blonden Unbekannten am Strand von Vitoria gesichtet wurde. Wenige Tage später gaben er und Ehefrau Cristina offiziell ihre Trennung bekannt. "Im gegenseitigen Einvernehmen haben wir beschlossen, unsere eheliche Beziehung zu unterbrechen. Die Verbindlichkeit für unsere Kinder ist nach wie vor ungebrochen", hieß es in einem gemeinsamen Statement.

Verwendete Quellen: vanitatis.elconfidencial.com, teda.dk, efe.com, lecturas.com

aen Gala


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