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Iñaki Urdangarin "Ich stehe nun vor dieser neuen Situation, frei und allein"

Iñaki Urdangarin
© Europa Press Entertainment/Europa Press / Getty Images
Iñaki Urdangarin hat turbulente Wochen hinter sich. Nun gibt er sein erstes ausführliches Interview nach der Trennung von Infantin Cristina von Spanien. Viel möchte der Ex-Handballer allerdings nicht über sein Privatleben verraten.

Kurz nachdem die pikanten Turtelfotos mit einer unbekannten Frau im Januar die Runde gemacht haben, musste Iñaki Urdangarin, 54, die Trennung von Ehefrau Infantin Cristina von Spanien, 56, verkünden. "Im gegenseitigen Einvernehmen haben wir beschlossen, unsere eheliche Beziehung zu unterbrechen. Die Verbindlichkeit für unsere Kinder ist nach wie vor ungebrochen. Da es sich hierbei um eine private Entscheidung handelt, bitten wir um den größtmöglichen Respekt unserer Mitmenschen", erklärte das Paar in einem gemeinsamen Statement.

Seitdem wurde Iñaki Urdangarin immer mal wieder von Journalist:innen abgefangen, doch ein ausführliches Interview wollte der ehemalige Herzog von Palma nicht geben. Bis jetzt. Dem Sportprogramm "El Partidazo", das auf dem spanischen Sender "Cadena Cope" ausgestrahlt wird, stand Urdangarin nun Rede und Antwort. Allerdings nur, wenn es sich um Fragen abseits seines Liebeslebens drehte.

Iñaki Urdangarin hat "in Einsamkeit" gelebt

Am 2. März 2022 gewährte ihm das Strafvollzugsgericht in Bilbao nach seinem Korruptionsskandal eine bedingte Entlassung, seitdem ist Iñaki Urdangarin ein freier Mann und kann, wie er selbst sagt, wieder "ein praktisch normales Leben" führen. Über seine Erfahrungen im Gefängnis sagt der Ex-Handballer im Interview: "Ich möchte nach vorne blicken und diese Phase meines Lebens hinter mir zu lassen. Es war hart, sehr hart, sehr hart wegen der Bedingungen, unter denen ich reinmusste, wegen der jahrelangen Überzeugungsarbeit und wegen der Umstände, unter denen ich in Einsamkeit gelebt habe." Weiter verrät er, dass er im Gefängnis 168 Bücher gelesen und jeden Tag zwei Stunden lang trainiert habe. Er hatte nur ein paar gute Freunde, die ihn in guten und schlechten Zeiten unterstützt haben. Viel mehr wollte er zu diesem dunklen Kapitel allerdings nicht sagen.

"Ich habe mit einem hohen Preis bezahlt"

Viel lieber spricht Iñaki jetzt über seine Zukunftspläne – er will seine neuen Chancen nutzen. "Ich habe gerade einen Bewährungszyklus abgeschlossen, ich stehe wieder frei und allein vor einer neuen Situation, die ich als große Chance betrachte. Ich habe für die Dinge, die mir widerfahren sind, mit einem hohen Preis bezahlt", beteuert der 54-Jährige. Er will jetzt nach vorne schauen: "Ich versuche nun, mich beruflich neu zu orientieren, und möchte so gut es geht in die Welt des Sports oder der Unternehmensführung zurückkehren."

Aktuell macht Iñaki Urdangarin in Barcelona ein Praktikum und gesteht, dass er das schon viel früher hätte tun sollen. Die Handballwelt sei "seine zweite Familie" und er hätte sich in der Sportwelt schon immer "sehr wohl" gefühlt. "Ich mache keinen Hehl daraus, dass ich alles, was ich im Laufe meines Lebens gelernt habe, oder alle Werkzeuge, die ich mir aneignen konnte, gerne wieder in den Sport einbringen würde, in welcher Form auch immer", sagt der ehemalige Sportler.

Zeit im Gefängnis ist in der Familie kein Tabuthema

Seinen ersten öffentlichen Auftritt nach der Trennung von seiner Ehefrau absolvierte er daher auch am Samstag, 5. März 2022, im Palau Blaugrana Stadion in Barcelona und feuerte seinen Sohn Pablo, 21, an. "In den Palau zurückzukehren, was ich schon lange nicht mehr getan habe, und meinen Sohn zu sehen, der sich jetzt in einer Situation befindet wie ich früher ... das ist sehr aufregend", sagt Urdangarin rückblickend. Der Lernprozess seines Sohnes verlaufe "sehr gut". "Ich bin sehr stolz auf das, was er macht. Er hat einen ruhigen Charakter, er ist höflich und sein Charakter hilft ihm auch, stressige Momente gut zu überstehen."

Mit seinen vier Kindern spreche Iñaki Urdangarin zu Hause oft über seine Zeit in Haft. "Ich will nicht alles vergessen, ich ziehe aus allem meine Lehren, aber ich möchte, dass das Wort 'Freiheit' wieder vor mir steht", erklärt der 54-Jährige und verrät am Ende des Interviews auch seinen größten Wunsch für die kommende Zeit: "Ich möchte eine neue Zukunft für mich aufbauen."

Verwendete Quellen: teda.dk, Cadena Cope

aen Gala


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