Iñaki Urdangarín: Er tritt seine Haft an

Iñaki Urdangarín hat seine Haft angetreten. Der Schwager von König Felipe hat sich zwei Stunden vor Ablauf seiner Frist zum Haftantritt im Gefängnis von Brieva gemeldet

Iñaki Urdangarín

Iñaki Urdangarín hat am Montag (18. Juni) seine Haft angetreten. Der Ehemann von Infantin Cristina betrat gegen 8 Uhr das Gefängnis von Brieva nordwestlich von Madrid, wie ein Strafvollzugssprecher sagte. Die Frist zum Haftantritt lief um zehn Uhr ab. Der Schwager von König Felipe war wegen Veruntreuung öffentlicher Gelder zu fünf Jahren und zehn Monaten Gefängnis verurteilt worden. 

Die ersten Stunden im Gefängnis

Laut dem spanischen Infportal "Monarquia Confidencial" bekam der 50-Jährige keine Sonderbehandlung. Er habe das gleiche Verfahren wie jeder neue Häftling durchlaufen müssen. Darunter fällt ein Besuch beim Arzt und ein Gespräch mit Sozialarbeitern und Psychologen. Seine erste Nacht werde er wohl in einem "Ankunftsmodul" verbringen, danach erst werde er in ein von Spezialisten bestimmtes Modul versetzt, berichtet das Portal. 

Bei seiner Ankunft hätte Iñaki eine 36-seitenlange Broschüre mit "nützlicher und grundlegender" Information bekommen. Darin würden unter anderem seine "Rechte und Verpflichtungen" stehen und wie er in Zukunft mit seiner Familie oder seinem Rechtsanwalt kommunizieren kann. So ist es laut dem Innenministerium jedem Häftling gestattet, wöchentlich höchstens zehn Telefonanrufe zu tätigen, die maximal jeweils fünf Minuten dauern dürfen. Die Anrufe müssen angekündigt und von der Anstalt genehmigt werden. Für die Kosten müssten die Gefangenen selbst aufkommen, schreibt "Monarquia Confidencial" weiter. Nicht limitiert ist die Anzahl der Briefe, die er erhalten darf, die Anzahl der Pakete ist auf zwei im Monat begrenzt. 

Iñaki Urdangarín durfte sich die Haftanstalt aussuchen

Das Gefängnis hatte sich Iñaki Urdangarín selber aussuchen können, das Innenministerium kann ihn jedoch noch in ein anderes verlegen. Es handelt sich dabei um ein Frauengefängnis, das ein kleines extra Modul für Männer in Einzelhaft hat. Die Halftanstalt liegt völlig abgelegen von Brieva, rundherum gibt es keine Gebäude oder Geschäfte.

Der Ex-Handballer war im Februar 2017 von einem Gericht in Palma de Mallorca wegen Veruntreuung von sechs Millionen Euro öffentlicher GElder sowie wegen Geldwäsche, Urkundenfälschung und Betrugs zu sechs Jahren und drei Monaten verurteilt worden. Gegen das Urteil hatte der 50-Jährige Berufung eingelegt. Das Oberste Gericht in Madrid hatte die Haftstrafe jedoch in gemilderter Form bestätigt und ihn zu fünf Monaten und zehn Jahren Haft verurteilt. 

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