Iñaki Urdangarín: Er kämpft weiter um einen Freispruch

Vor knapp drei Wochen hat König Felipes Schwager Iñaki Urdangarín seine Haftstrafe von fünf Jahren und zehn Monaten angetreten. Doch so lange will er nicht im Gefängnis bleiben

Iñaki Urdangarín, 50, geht gegen das Urteil des Obersten Gerichtshofs in Madrid vor. Das berichtet die spanische Tageszeitung "El Mundo". Demnach wolle der Ehemann von Infantin Cristina das Urteil für nichtig erklären lassen. 

Iñaki Urdangarín kämpft weiter für einen Freispruch

Die Begründung des 50-Jährigen, der wegen Veruntreuung von sechs Millionen Euro Steuergeldern sowie wegen Geldwäsche, Urkundenfälschung und Betrugs zu fünf Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt worden war: Das Urteil habe keine "logische materielle Basis" und sei durchdrungen von "Widersprüchen" und "vorbestimmten Schlussfolgerungen". Iñaki fordert nun vom Obersten Gerichtshof, das Urteil aufzuheben.

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Letzte Chance: Verfassungsgericht

Der Mangel an logischer Herleitung und Beweisen, so meint Iñaki laut "El Mundo", müsse zu einem Freispruch führen. Sein angeblicher Einfluss im Korruptionsfall Nóos werde nicht "explizit, klar oder gerechtfertigt". Sollte der Oberste Gerichtshof das Urteil nicht aufheben, wolle er beim Verfassungsgericht Einspruch erheben – obwohl er laut Experten nicht mit einem Freispruch zu rechnen hat.

Gemeinsam mit einem ehemaligen Geschäftspartner soll Urdangarin zwischen 2004 und 2006 rund sechs Millionen Euro unterschlagen haben. Die Summe soll er widerrechtlich von Spendengeldern an seine Wohltätigkeitsorganisation Nóos veruntreut haben. 

Königsschwager scheiterte schon vor dem Obersten Gerichtshof

Es ist sein zweiter Versuch, einen Freispruch zu erwirken. Der Schwager von König Felipe war im Februar 2017 von einem Gericht in Palma de Mallorca zu sechs Jahren und drei Monaten Haft verurteilt worden. Seine Anwälte hatten dagegen Berufung eingelegt. Der Oberste Gerichtshof in Madrid hatte das Urteil im Juni 2018 schließlich in leicht gemilderter Form bestätigt und ihn zu fünf Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt. 

Hier sitzt er seine Haftstrafe ab

Seit Ende Juni sitzt Iñaki Urdangarín nun in einem kleinen Frauengefängnis in der Nähe von Madrid in Haft. Die Anstalt hatte sich der Königsschwager aussuchen dürfen. Er bewohnt dort als einziger männlicher Insasse in einem eigenen Trakt eine 16 Quadratmeter große Zelle

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