Prinz Harry + Herzogin Meghan: Machen sie Queen Elizabeth mit dieser Rede Ärger?

Prinz Harry und Herzogin Meghan rufen die Menschen in Großbritannien dazu auf, ihre koloniale Vergangenheit aufzuarbeiten. Ein politisches Statement, das manch einem zu weit geht. Ob Queen Elizabeth damit einverstanden ist? Ein Insider klärt auf.

Herzogin Meghan + Prinz Harry
Herzogin Meghan und Prinz Harry machen sich stark für eine Herzensangelegenheit.

Prinz Harry, 35, und Herzogin Meghan, 38, mögen ihre Rolle als Senior Royals hinter sich gelassen haben, doch die als Präsident und Vize-Präsidentin des Queen's Commonwealth Trust haben sie weiterhin inne. In einer Video-Konferenz mit vier jungen Menschen sprachen sie am 1. Juli über Chancengleichheit und Gerechtigkeit. Darin äußerten Harry und Meghan die Meinung, Großbritannien solle sich seiner kolonialen Vergangenheit vergegenwärtigen und alles dafür tun, um in dieser Zeit begangene Fehler wieder gut zu machen. Die Szenen sehen Sie oben im Video.

Prinz Harry mahnt die Briten 

Dies sei nötig, selbst wenn es "unangenehm" werde, so Prinz Harry. "Wenn wir das Commonwealth betrachten, gibt es absolut keine Möglichkeit vorwärtszukommen, ohne dass wir unsere Vergangenheit aufarbeiten." Es gebe viele Menschen, die in dieser Hinsicht bereits einen tollen Job geleistet hätten und versucht hätten, diese Fehler wiedergutzumachen. Jedoch gäbe es noch eine ganze Menge zu tun."

"Es wird nicht einfach und in einigen Fällen auch nicht bequem werden, aber es muss geschehen. Schließlich profitieren alle davon", fügte Harry hinzu. Das Commonwealth setzt sich aus 54 Staaten zusammen. Fast alle standen unter britischer Kolonialherrschaft. Im Zuge der weltweiten Rassismus-Debatte wird auch die britische Kolonialzeit derzeit heftig diskutiert.

Was sagt Queen Elizabeth zur Rede von Harry und Meghan?

Zwar hat Harry die Pflichten als Senior Royal niedergelegt, nichtsdestotrotz bleibt er ein Mitglied der Königsfamilie - und diese sollen sich politisch unparteiisch verhalten. Auf der  der Website des Palastes heißt es dazu: "Als Staatsoberhaupt muss die Königin in politischen Angelegenheiten streng neutral bleiben." Was für die Queen gilt, gilt auch für ihre Verwandtschaft. Ist Harry mit seiner Meinung - oder vielmehr mit deren öffentlichen Kundtun  - also zu weit gegangen? Nein, sagt ein Insider.

Der Buckingham Palast wusste davon, also ist es keine Überraschung oder ähnliches.

Die Quelle ergänzt: "Queen's Commonwealth Trust wurde von Ihrer Majestät gegründet, um jungen Menschen eine Chance zu geben. Ein Teil der Arbeit besteht darin, sich mit der Geschichte des Commonwealth zu befassen. Dafür sind sie da und es ist wichtig, dass junge Menschen sich damit beschäftigen."

Für die Queen selbst es sei hingegen schwierig, Black Lives Matter zu unterstützen oder sich zur britischen Kolonialvergangenheit zu äußern. Ihr Amt und der Trust seien eigenständig voneinander zu sehen. Also könne man von der Queen nicht erwarten, sich persönlich so engagiert zu zeigen wie Harry und Meghan.

Prinz Harry spricht Machtwort

Ende mit der Diskussion über die Königsfamilie!

Prinz Harry


Herzogin Meghan: Gleichberechtigung ist ein grundlegendes Menschenrecht

"Gleichberechtigung verschafft niemandem Nachteile. Sie sorgt dafür, dass wir alle die gleichen Chancen haben - was ein grundlegendes Menschenrecht ist", fügte Herzogin Meghan hinzu. Es seien vor allem die Alltagsmomente, in denen Rassismus erkennbar werde und gedeihen würde. "Für viele mag die Rolle, die sie sowohl passiv als auch aktiv darin spielen, verwirrend sein", so die 38-Jährige. Aber sie sei sich sicher, dass ein Umdenken bei den Menschen begonnen habe.

Sobald man erkenne, dass man selbst in welcher Weise auch immer voreingenommen sei, müsse man daran arbeiten und sich dies immer wieder selbst bewusst machen, erklärt Prinz Harry weiter. "Erst dann kann man gegen etwas, das so falsch ist in unserer Gesellschaft, kämpfen", so Harry anschließend.

Der Queen's Commonwealth Trust nutzt seine Netzwerke, seine Plattform und seine Ressourcen, um jungen Menschen aus dem gesamten Commonwealth dabei zu helfen, ihre Träume als junge Führungskräfte zu verwirklichen und ihre Hoffnungen für die Zukunft zu unterstützen.

Verwendete Quelle: newsweek.com, spoton news, mailonline.co.uk

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