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Großherzogin Maria Teresa + Großherzog Henri Abdankung nach Wirbel um "Waringo"-Report?

Großherzogin Maria Teresa und Großherzog Henri
© Getty Images
Das großherzogliche Paar aus Luxemburg hat kein leichtes Jahr hinter sich. Neben dem Kampf mit der Coronapandemie wird der Hof umstrukturiert – und zwar auf Anordnung der Regierung. Ob das Paar überlegt, das Zepter an die nächste Generation weiterzugeben?

Es war ein unangenehmes Fazit, dem sich Großherzog Henri von Luxemburg, 65, und Großherzogin Maria Teresa, 64, im Januar 2020 stellen mussten: Nach einer sechsmonatigen Untersuchung plädierte der Sonderbeauftragte Jean Waringo, 67, zu einer umfassenden Reformierung des Hofes. Betroffen sind die Finanzen, das Personalmanagement, die generelle Arbeitsatmosphäre und die Rolle von Maria Teresa. Premierminister Xavier Bettel, 47, unterstützt das Ergebnis des sogenannten "Waringo"-Reports und stellt in diesem Zuge klar, dass für die umstrittene Großherzogin "kein Platz" am Hofe sei.

Großherzog Henri bekennt sich zu seiner Frau

Diese Haltung scheint dem Großherzog nicht zu gefallen, wie man in einem am 16. Februar erschienenen Interview mit "Paris Match" herauslesen kann. Für ihn müsse "die Monarchie vom regierenden Paar der großherzoglichen Familie getragen werden", sagt Henri. Ein deutliches Bekenntnis zu seiner Frau, die nach eigenen Angaben das Gefühl hat, man wolle sie am Hof "eliminieren".

Will das großherzogliche Paar von seinen Pflichten zurücktreten?

Das man bei all der Kritik schon einmal die Lust am Job verlieren kann, ist nicht allzu abwegig. Der Reporter fragt nach: "Wollen Sie nicht manchmal alles hinter sich lassen und das Leben genießen?" Henri, der seit 2000 Großherzog ist, hat dazu eine klare Meinung:

Dieser Tag wird natürlich kommen, aber die Zeit ist [noch] nicht da. Ich glaube, ich muss noch etwas erledigen, bevor ich es meinem Sohn übergebe.

Als Aufgabe hebt er die Integration von Nicht-Luxemburgern ins Land hervor sowie die Schaffung eines Gleichgewichts zwischen wirtschaftlicher Entwicklung, Ökologie und sozialem Wohlbefinden. In punkto Kritik – und davon gibt es seit 2019 genug – hält es der Großherzog nach eigener Aussage wie Queen Elizabeth, 94: Niemals erklären, niemals beschweren. 

Verwendete Quelle: parismatch.com

jre Gala


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