Georg Friedrich von Preussen: Wenn er Kaiser von Deutschland wär ...

... wär die Hochzeit von Georg Friedrich Prinz von Preussen ein Staatsakt. Doch auch so versammelt sich Europas Hochadel dafür. Anders als bei Prinz William oder Fürst Albert ist es für den deutschen Prinzen wichtig, dass er keine Bürgerliche heiratet

Georg Friedrich Prinz von Preussen

Herzogin Catherine? Fürstin Charlène?

Die vergessen wir jetzt mal für zwei Tage. Denn an diesem Wochenende hat Deutschland sein ganz eigenes Hochzeitsmärchen. Die Trauung von Georg Friedrich Prinz von Preußen, 35, und Sophie Prinzessin von Isenburg, 33 ist ein Adelsspektakel erster Güte. Immerhin heiratet der Ur-Ur-Enkel des letzten deutschen Kaisers Wilhelm II. Hätte dieser im Zuge der Novemberrevolution 1918 nicht abdanken müssen - Georg Friedrich würde heute wohl über Deutschland thronen.

Aber auch ohne diesen Titel ist klar: Jetzt ist einer der begehrtesten Junggesellen des europäischen Hochadels unter der Haube. Steht der studierte Betriebswirt, der gern mit dem Fahrrad durch Berlin kurvt, doch dem geschichtsträchtigen Haus Hohenzollern vor, geschätztes Familienvermögen: 100 Millionen Euro. Die historische Bedeutung seiner Familie will er wieder ins rechte Licht rücken, fordert enteignete Gebäude zurück und ordnet die Finanzen. Diese Mission bestimmt sein Leben, seitdem er 1999 nach dem Tod des Großvaters Louis Ferdinand unter dem Protest der Verwandtschaft den Familienvorsitz übernahm. Seine Stellung verbietet ihm zwar, sich zum Beispiel ins Berliner Nachtleben zu stürzen und so Stoff für Schlagzeilen zu liefern. Aber das empfindet er nicht als Last, wie er in einem Interview betont. Er sieht sein Erbe als Verpflichtung, und die geht Georg Friedrich hemdsärmelig in seinen geliebten Karo-Outfits und mit sprichwörtlicher preußischer Disziplin an.

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©Gala

Wer Georg Friedrich Prinz von Preussen und Sophie Prinzessin von Isenburg erlebt, hat ein Traumpaar vor sich. Hier strahlen die beiden bei der Hochzeit von Fürst Albert II. und Fürstin Charlène.

Nun das ist die Frau, die ihn dabei unterstützen wird: Sophie Prinzessin von Isenburg, ebenfalls aus bestem Hause, vier Geschwister, wie er studierte Betriebswirtin. Von früher Kindheit an kennen sich die beiden, spielten gemeinsam im Planschbecken, wie sie den Angestellten des Familiensitzes Hohenzollern in Hechingen auf der Schwäbischen Alb erzählten. "Die beiden passen so gut zusammen, und sie sind so glücklich", sagte eine Angestellte nach Sophies Antrittsbesuch im Februar. Tatsächlich: Wer Georg Friedrich und Sophie erlebt, hat ein Traumpaar vor sich. Traditionsbewusst und modern zugleich, anpackend und ehrgeizig; die beiden lachen gern zusammen und harmonieren sogar beruflich. Sophie, die in der Berliner Firma Maecenata arbeitet, einem Institut für Philantropie und Zivilgesellschaft, kann Georg Friedrich fachlich unterstützen. Liegt ihm doch die nach seiner Großmutter benannte "Prinzessin Kira von Preussen Stiftung" für Kinder besonders am Herzen.

Georg Friedrich wurde von seinem Großvater Louis Ferdinand früh in die Pflicht genommen, hier vor einem Porträt von Kaiser Wilhelm II.

Und, ganz wichtig, Sophie ist vom gleichen Stande. Denn Familiengesetze werden eisern bei den Hohenzollern geachtet: Würde Georg Friedrich wie Prinz William oder Fürst Albert eine Bürgerliche heiraten, dürfte er nicht mehr die Geschicke des Hauses leiten. Aber für den pflichtbewussten Adelsspross wäre das undenkbar gewesen, heißt es aus seinem Umfeld. Und außerdem hat er in der blaublütigen Sophie seine große Liebe gefunden. So kann sich Europas Hochadel auf die nächste Märchenhochzeit in diesem Jahr freuen.

In der Orangerie von Sanssouci klingt der Hochzeitstag mit einem "Dîner Dansant" für die 350 Gäste aus.

Tatjana Detloff

Brautmode

Royale Hochzeitskleider

Adelshochzeit in Paris: Bräutigam Jean-Christophe, Prinz Napoléon, aktueller Chef des ehemaligen Herrscherhauses Bonaparte in Frankreich, wird von seiner Mutter Prinzessin Béatrice von Bourbon-Sizilien in den Pariser Invalidendom begleitet, in dem sich das Grabmal von Napoléon I. befindet.  Sein Look: klassisch im Hochzeitsfrack.
Und da ist die Braut: Die österreichische Gräfin Olympia von Arco-Zinneberg, begleitet von ihrem Vater Graf Riprand, hat sich mit floraler Ornamentspitze für einen ungewöhnlichen Brautlook mit Bolero-Cape entschieden. 
Standesgemäß trägt Gräfin Olympia eine funkelnde Tiara mit passenden Ohrringen, der Brautstrauß nur aus Maiglöckchen ist hingegen recht zurückhaltend.
Der lange Schleier der Gräfin ist wie das Kleid selbst mit blätterförmiger Spitze verziert. So schreitet die Gräfin durch die oppulent blumenverzierte Kirchentür.

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