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Ernst August von Hannover Auf freiem Fuß! Doch das sind die Auflagen

Prinz Ernst August von Hannover
Prinz Ernst August von Hannover
© Getty Images
Ernst August von Hannover wurde am Montagabend (7. September) in seiner Jagdhütte in Österreich festgenommen. Zwar ist der deutsche Adlige wieder auf freiem Fuß, doch es gibt gewisse Auflagen, an die er sich halten muss.

Der Welfenprinz Ernst August von Hannover, 66, wurde am Montagabend (7. September) in Österreich verhaftet. Das bestätigte das Landesgericht Wels. Grund: Gegen den Adligen sollen Anzeigen wegen Nötigung, Bedrohung und Sachbeschädigung vorliegen. Die Welser Staatsanwaltschaft hatte die Festnahme des Prinzen angeordnet, die  dann am Montag durchgeführt wurde. Zwei Tage wurde der Skandal-Prinz in Haft behalten. Jetzt ist er zwar raus, muss sich aber an die Auflagen der Richterin halten.

Ernst August von Hannover wegen Nötigung und gefährlicher Drohung festgenommen

Gegen den Welfenprinz liegt eine Anzeige einer seiner Angestellten vor. Ernst August von Hannover soll ihr und ihrem Ehemann gedroht haben, einen Schlägertrupp sie zu hetzen. Wegen "Verdacht auf Nötigung" rückte die Polizei am Montag aus. In der offiziellen Pressemitteilung der Polizei heißt es: "Ein 66-Jähriger aus dem Bezirk Gmunden wird beschuldigt, am 7. September 2020 zwischen 3:30 Uhr und 7:30 Uhr ein Ehepaar verbal mehrmals gefährlich bedroht zu haben. Außerdem dürfte der Mann mit einem Verkehrsschild ein Fenster eingeschlagen haben." Da der 66-Jährige bereits im Juli einen Polizisten angegriffen hatte, trugen die Beamten bei der Festnahme Bodycams zur Aufzeichnung.  

Das Landesgericht Wels äußert sich auf Nachfrage von GALA.de zum Vorfall: "Bei der Festnahme kam es zu keinen Zwischenfällen. Der Beschuldigte wurde in die Justizanstalt Wels eingeliefert. Die Staatsanwaltschaft Wels hat die Verhängung der Untersuchungshaft beantragt. Die zuständige Richterin des Landesgerichtes Wels wird vermutlich noch heute (spätestens morgen) über diesen Antrag entscheiden."

Ernst August von Hannover darf nicht zurück in seine Jagdhütte

Nun ist Ernst August wieder frei, allerdings muss er sich an Auflagen halten. Zu jenen zählt, dass sich der 66-Jährige den Angestellten, die er bedroht hatte, nicht mehr nähern darf. Darüber hinaus ist es ihm verboten, den Tatort aufzusuchen. Ein tiefer Schlag für den Welfenprinz, denn der Vorfall soll in seinem Zuhause stattgefunden haben. Ernst August von Hannover darf somit seine Jagdhütte vorerst nicht mehr betreten.

Laut der Zeitung "Österreich" wurden außerdem seine registrierten Waffen eingezogen. Da Ernst August von Hannover in den vergangenen Monaten mehrmals negativ aufgefallen war, sollen bereits im Juli Waffen beschlagnahmt worden sein. Nun soll die Polzeit laut Angaben von "Bild" auch Jagdmesser und historische Waffen aus dem Haus entfernt haben. 

Ernst August von Hannover sorgt immer wieder für Aufruhr

Der deutsche Adlige sorgte in den vergangenen Monaten mehrmals für Aufsehen. Nach dem Angriff auf die Polizei wurde Ernst August von Hannover kurzzeitig in eine Psychiatrie eingewiesen. Nur eine Woche später geriet er wieder in die Schlagzeilen. Mit einem Baseballschläger bewaffnet, soll der Ehemann von Caroline von Hannover, 63, zur Polizeiinspektion Scharnstein gefahren sein und dort Beamten gedroht haben, sie zu erschlagen. 

Verwendete Quellen: Krone, Handelsblatt, Focus

jna Gala

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