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Prinz Ernst August von Hannover Polizeieinsatz in seinem Jagdschloss eskaliert

Ernst August Prinz von Hannover
Ernst August Prinz von Hannover
© dpa / Picture Alliance
Lange hat man nichts von Prinz Ernst August von Hannover gehört. Doch aktuelle Schlagzeilen aus Österreich haben es in sich. Der Welfenprinz soll nach einem Polizeieinsatz in die Psychiatrie gebracht worden sein.

Diese Nachrichten über Ernst August Prinz von Hannover, 66, beunruhigen. Der Welfenprinz steckt offenbar in großen Schwierigkeiten. Nach einer Auseinandersetzung mit der Polizei sei er in eine psychiatrische Klinik eingewiesen worden. Dagegen will der Prinz nun vorgehen.

Ernst August Prinz von Hannover: Notruf alarmiert die Polizei

Wie die "Kronen Zeitung" berichtet, sei die Polizei-Leitzentrale im österreichischen Scharnau in der Nacht zum vergangenen Mittwoch (15. Juli) alarmiert worden. Beamte sollten zum Jagdhaus von Ernst August von Hannover fahren. Vorausgegangen war ein Notruf des 66-Jährigen. Er habe erklärt, er liege im Graben und werde ermordet, heißt es.

Welfenprinz beschuldigt unbekannten Mann

Als die Polizisten am Ort des Geschehens eintreffen, seien sie auf zwei Personen getroffen, einen Mann und eine Frau. Ernst August von Hannover habe man nicht sofort angetroffen. Der Ehemann von Prinzessin Caroline von Monaco, 63, habe sich im Jagdhaus aufgehalten. Als die Beamten mit dem Paar dort eintraffen, soll er sie des Grundstücks verwiesen haben. 

Eine Begründung für den Platzverweis liefert der Adlige wenige Minuten später: Er habe behauptet, der Mann hätte ihn schon dreimal töten wollen, indem er ihm seine Medikamente nicht gab. Das Protokoll der Beamten beschreibe einen offenbar immer aggressiver werdenden Prinzen, der sogar einen der Polizisten am Kopf gepackt haben soll. Eine Abwehrbewegung des mutmaßlich Bedrängten lässt den Welfen zu Boden fallen. 

Situation mit Beamten eskaliert

Danach wird die Situation brenzlig, wie die "Kronen Zeitung" beschreibt. Ernst August habe mit einem 30 Zentimeter langen Messerschleifer gedroht. Die Beamten sollen ihn jedoch schnell "entwaffnet" und am Boden fixiert haben.  

Nachdem er wieder aufstehen darf, eskaliert die Situation weiter. Ernst August habe einem der Beamten ins Gesicht geschlagen, worauf er erneut fixiert worden sein soll. Auf Anordnung eines herbeigerufenen Arztes wird der 66-Jährige in die Psychiatrie im Klinikum Vöcklabruck gebracht.

Inzwischen hat sich Prinz Ernst August von Hannover gegenüber der "Kronen Zeitung" geäußert und versucht, den Vorfall zu erklären: "Ich hatte eine Unterzuckerung, wählte deswegen den Notruf. Ich sagte, dass sie sich beeilen sollen, weil es mir sehr schlecht geht. Warum aber die Polizei mitgekommen ist, weiß ich nicht.“ Der mutmaßliche Angriff der Polizei sei ohne Grund erfolgt, versichert er und erklärt, dass einer der Beamten ihm ins Gesicht geschlagen habe.

Ernst August von Hannover will Klage einreichen

Gewehrt habe er sich: "Ich hab wahrscheinlich zurückgeboxt. Ich war so erstaunt. So ein unverschämter Lümmel,“ empört sich der Urenkel des letzten deutschen Kaisers. "Sie haben mir die Handschellen angelegt und dann meine Hose runtergezogen. Anschließend haben sie mich durch den Raum geschleift,“ behauptet er.

Inzwischen ist Ernst August wieder aus der Psychiatrie entlassen worden. Er drohe mit Klagen gegen die Polizei und auch gegen die psychiatrische Einrichtung. "Auf einmal soll ich der Schuldige sein? Ich bin unschuldig, war nie handgreiflich,“ bekräftigt er nachdrücklich. Bisher gilt für alle Beteiligten die Unschuldsvermutung.

Verwendete Quelle:Kronen Zeitung

ama Gala

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