Borromäische Inseln: Hier steigt die große Hochzeit von Pierre und Beatrice

Standesamtlich haben Pierre Casiraghi und Beatrice Borromeo bereits in Monaco geheiratet - dies Wochenende folgt der Adelshochzeit zweiter Teil - auf einer italienischen Inselgruppe, die ganz und gar ihrer Familie gehört. Werfen Sie mit uns einen Blick darauf ...

Isola Bella mit dem Palast der Borromeos und seinen Gärten

"Schöne Insel" - das bedeutet "Isola Bella", der Ort, den sich Beatrice Borromeo und Pierre Casiraghi für ihre zweite Hochzeit am Samstag, den 1. August 2015, angeblich ausgesucht haben. "Isola Bella" ist eine der fünf Borromäischen Inseln im - genau - Borromäischen Golf - und alle gehören - ist ja klar, der Name verrät es - der Familie der Braut Beatrice Borromeo.

Alternative: Beatrice und Pierre könnten sich auch auf der viel kleineren, absolut privaten "Isolino di San Giovanni" das Ja-Wort geben, vermutet die britische "Hello". Hauptsache abgeschirmt - wie will man sich besser gegen neugierige Knipser schützen als mit einer Inselhochzeit, mit 400 Metern Wasser zwischen der Feier und dem Festland? Gegen Überwachung durch Hubschrauber werden sie im Vorfeld ihre Vorkehrungen getroffen haben.

Hunderte Gäste werden erwartet

Die Isola Bella bietet mit 320 Metern Länge und 120 Metern Breite PLatz für noch mehr Gäste als am vergangenen Samstag, dem 25. Juli 2015, bei der Hochzeitsfeier im Palast der Grimaldis in Monaco. Dort waren es rund 600 Gäste - an diesem Wochenende, wenn die kirchliche Zeremonie ansteht, sollen es angeblich noch mehr werden:

und Fürstin Charlène werden wohl ebenso anreisen wie Charlotte Casiraghi mit Familie, Andrea Casiraghi mit seiner Frau Tatiana Santo Domingo und den beiden Kindern. Aus Beatrices Familie kommen sicherlich ihre Eltern, Don Carlo Ferdinando Borromeo und Paola Marzotto. Auch ihre Geschwister - Bruder Don Carlo und ihre ebenfalls prominent verheirateten Schwestern, Donna Isabella, Donna Lavinia und Gräfin Matilde werden da sein. Lavinia und Matilde kennen die Insel gut - sie haben selbst dort geheiratet. Lavinia gab dort 2004 dem italienischen Industriellenspross John Elkann das Ja-Wort und Matilde nahm 2011 Prinz Antonius zu Fürstenberg zum Mann.

Ein Palast mit romantischer Geschichte

Im frühen 17. Jahrhundert hätten nicht so viele Gäste auf dem Stück Land im See, das damals noch "Kleine Insel" hieß, Platz gehabt. Doch ein Vorfahre von Beatrice, Carlo III. Borromeo, planierte das Eiland und baute einen Palast darauf. Übrigens für seine Frau, die Isabella hieß - daraus entstand der Name "Isola Isabella" und später dann die Kurzform "Isola Bella". Romantisch, oder? Perfektes Setting für ein glückliches Brautpaar.

Viel Platz für einen große Hochzeit: Die weiträumigen Gärten des Borromeo-Palastes auf der Isola Bella dürften tausende Gäste fassen. Achtung: Bitte nicht auf die kunstvollen Rasenornamente treten, die hier zum Beispiel drei verschlungene Ringe, eines der heraldischen Zeichen der Familie, darstellen.


Die Gärten sind in zehn Terrassen angelegt und belegen neben dem Palast fast den kompletten rest der Insel. Statuen, Springbrunnen und exotische Blumen sorgen für eine fast märchenhafte Umgebung. Dazu passt dann auch, dass das so genannte "Amphitheater" von einem Einhorn geziert wird, dem Wappentier der Borromeos.

Was man über die Borromeos wissen muss

Die Borromeos stammten ursprünglich aus Rom und heirateten dann als reiche Bankiers in den mailändischen Adel ein. 1440 kauften sie zwei Burgen am Lagio Maggiore, 1445 wurden sie dann in den Grafenstand (Grafen von Ancona) erhoben. Später kamen weitere Titel dazu, der Fürstentitel aus dem jahr 1916 letztlich macht die Familie sogar zu einer des Hochadels.

Sehenswürdigkeiten so skurril wie die Hochzeitsgeschenke

Beatrice Casiraghi

Prinzessin zwischen Politik und Runway

Beatrice Casiraghi, Pierre Casiraghi

Wenn gerade keine Adelshochzeit stattfindet, ist die Insel im Lago Maggiore ein Anziehungspunkt für viele Sommerurlauber. Der dann öffentlich zugängliche barocke Palast beherbergt nicht nur viel antikes Mobiliar und Kunst, sondern auch ein Museum. Hochzeitsfeiern kann man dort gegen entsprechende Bezahlung ebenfalls veranstalten.

Als besondere Sehenswürdigkeit der "Isola Bella" heben Reiseführer die Gobelinsammlung und die unterirdischen Säle im Stil künstllicher Grotten hervor. Die Wände der Grotten zieren Seerosen, Muscheln, Spiegel und schwarzer Marmor. Geschmacklich passend dazu die angebliche Hochzeitsgeschenkliste des Brautpaares: von zehntausend Euro teuren Büchern, Antiquitäten und so kuriosen Stücken wie einem Tablett mit Hirschgeweihhenkeln und Salzstreuern in Flamingoform ist da die Rede.

Oder doch eine andere Insel?

Pierre Casiraghi + Beatrice Borromeo

Diese Gäste feierten mit ihnen

Die Gäste erreichen den Fürstenpalast.
Paola Marzotto, die Mutter der Braut, trägt eine kurzes goldenes Kleid.
Charlotte Casiraghi ist sommerlich gestylt.
Der kleine Raphaël, Sohn von Charlotte Casiraghi und Gad Elmaleh

10

Die "Isola Madre" ist die flächenmäßig größte der Inseln - auf ihr befindet sich ein Palast, der aber nicht bewohnt wird, und ein großer Garten im englischen Stil.. Die "Isola dei Pescatori" hat die meisten Einwohner, nämlich knapp 60 - auf ihr steht, wie der Name schon verrät, ein Fischerdorf. "Scoglio della Malghera" ist so klein, dass Beatrice und Pierre ihre vielen Gäste dort wohhl höchstens bei einem Stehempfang unterbringen könnten - wenn niemand High Heels trägt. Ernsthaft im Hochzeits-Rennen sind also nur die größere "Isola Bella" und die kleine "Isolino di San Giovanni" (140 mal 30 Meter groß, das entspricht 0,4 Hektar) im Nordosten.

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