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Ari Behn (†47) Neue Details über die letzten Stunden vor seinem Tod

Ari Behn
Ari Behn
© Dana Press
Vor rund zwei Wochen ist Ari Behn freiwillig aus dem Leben geschieden und noch immer schwebt die Frage nach dem Warum im Raum. Die Polizei setzt indes die Puzzelstücke weiter zusammen.

Was ist am 25. Dezember in Lommedalen, der Ortschaft, in der Ari Behn (†47) lebte, geschehen? Was hat den Künstler dazu bewogen, sich am ersten Weihnachtstag das Leben zu nehmen? Dass der Vater dreier Töchter unter Depressionen gelitten hat, war kein Geheimnis, wie genau sich seine letzten Stunden gestalteten, ist hingegen noch immer unklar. Die Polizei veröffentlicht jetzt neue Details zu Aris letzten Stunden.

Wie verbrachte Ari Behn seine letzten Stunden?

Die norwegische Königsfamilie um König Harald, 82, und Königin Sonja, 82, erwartete Ari Behn am 25. Dezember zu den Weihnachtsfeierlichkeiten auf dem königlichen Landsitz Kongsseteren. Auch Prinzessin Märtha Louise, 48, und die drei Töchter Maud Angelica, 16, Leah Isadora, 14, und Emma Tallulah, elf, waren da und freuten sich darauf, den Tag gemeinsam mit ihrem Vater zu verbringen. In ihrer Abschiedsrede sagte Maud dazu: "Wir wollten unbedingt Weihnachten zusammen feiern und ich freute mich sehr auf ein Wiedersehen mit dir." Doch der 47-Jährige sollte nicht erscheinen. Ari Behn erlebte seine letzten Stunden alleine in seinem Haus in Lommedalen. Um 16.43 Uhr ging der Notruf bei der Polizei von Oslo ein, abgesetzt wurde er von einem Leibwächter. Warum ein solcher Sicherheitsbeamter bei Ari Behn im Haus war, ist bisher nicht erklärbar. Womöglich hatten das Königspaar oder Prinzessin Märtha Louise einen ihrer Bediensteten geschickt, um nach Ari zu sehen, nachdem dieser nicht auf Kongsseteren erschienen war. Um 16.47 Uhr machten die Beamten der Polizei die verhängnisvolle Entdeckung: Ari Behn hatte sich in seinem Haus das Leben genommen. Das bestätigte der Wachthabende der Kriminalpolizei Oslo Roger Hjertö gegenüber dem norwegischen Blatt "VG". 

Sirenengeheul überschattete den ersten Weihnachtstag

Anwohner und Nachbarn Ari Behns sagten gegenüber der Zeitung "Dagbladet" aus, dass am späten Nachmittag des ersten Weihnachtstages sowohl eine Menge Kranken- und Notarztwagen als auch Polizeiautos angerückt kamen. In der Nacht vom 25. auf den 26. Dezember wurde das Haus des Verstorbenen dann kriminaltechnisch untersucht. Bis jetzt sind die Türen des Hauses versiegelt, heißt es. 

Information zu Hilfsangeboten

Sie haben suizidale Gedanken? Die Telefonseelsorge bietet Hilfe an. Sie ist anonym, kostenlos und rund um die Uhr unter 0800/1110111 und 0800/1110222 erreichbar. Eine Liste mit bundesweiten Hilfsstellen findet sich auf der Seite der "Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention".

Nachbarn beschreiben Ari als freundlichen Menschen

Wie schlecht es dem norwegischen Künstler in seinen letzten Stunden ging, das kann man sich kaum vorstellen. Nachbarn beschreiben Ari gegenüber der norwegischen Presse als äußerst freundlich, höflich und zuvorkommend. Er habe immer einen helfende Hand angeboten, wenn etwa schwere Taschen zu tragen waren. Andere Nachbarn beschreiben, dass sie Aris Haus oft dunkel vorfanden, so auch am Weihnachtsabend. Wie genau Ari den Abend des 24. Dezember verbracht hat, ist indes nicht bekannt. Man weiß mittlerweile allerdings, dass er an Heilig Abend zuletzt mit seinem engen Freund Per Heimly telefoniert hat. Ari Behn soll psychisch sehr angeschlagen gewirkt haben. Wie schlecht es ihm wirklich ging, das hatte aber auch Heimly offenbar nicht ahnen können.

Verwendete Quelle:Dana Press

abl Gala


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