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Alexandra von Hannover Eine Prinzessin mit sportlichen Ambitionen

Alexandra von Hannover
Alexandra von Hannover
© Action Press
Lange versuchte Caroline von Hannover, ihre jüngste Tochter Alexandra von der Öffentlichkeit abzuschotten. Doch den sportlichen Ambitionen des Teenagers will sie sich nicht in den Weg stellen

Hunderte Male hat sie ihre Kür geübt. Hat Pirouetten gedreht, ist gesprungen und sicher wieder gelandet, mit einem Lächeln auf den Lippen. Doch als Alexandra Prinzessin von Hannover vorige Woche beim Europäischen Olympischen Jugendfestival antritt, will fast nichts mehr gelingen. Prinzessin Caroline, 58, muss von der Tribüne aus mit ansehen, wie ihre 15-jährige Tochter - sie stammt aus der Ehe mit Ernst August von Hannover - stürzt. Alexandra rappelt sich zwar wieder auf. Aber am Ende des Eiskunstlaufwettbewerbs landet sie nur auf dem vorletzten Platz.

Wie wohltuend, dass sie nicht nur von ihrer Mutter getröstet, sondern auch von ihrem Onkel Albert, 56, in die Arme geschlossen wird! Monacos Staatsoberhaupt ist extra nach Österreich gekommen, um seine Nichte zu unterstützen. "Ich bin sehr stolz auf sie", sagt Albert. Er weiß aus eigener Erfahrung, wie bitter sportliche Enttäuschungen sind: Fünfmal trat er als Bobfahrer bei Olympischen Winterspielen an, fünfmal landete er auf den hinteren Plätzen.

Caroline hat die sportlichen Ziele ihrer Kinder immer unterstützt, auch wenn sie ansonsten bemüht war, sie aus dem Rampenlicht herauszuhalten. Alexandra, ihre Jüngste, sah man bis vor Kurzem fast nie in der Öffentlichkeit. Nur einmal im Jahr, beim monegassischen Nationalfeiertag, winkte sie - eher schüchtern - gemeinsam mit der Verwandtschaft vom Balkon des Grimaldi-Palasts. Nun aber hat sie sich zu einem aufgeweckten Teenager entwickelt, der seinen eigenen Weg gehen will.

Alexandra träumt von Olympia

Für eine Mutter gar nicht so einfach, das Nesthäkchen ziehen zu lassen. Seit September besucht Alexandra ein Sportinternat im französischen Annecy. Hier kann sie neben den gängigen Fächern ihre Ambitionen als Eiskunstläuferin verfolgen, immer wieder an Wettkämpfen teilnehmen. "Ich habe in Annecy schon mit vielen anderen Eiskunstläufern Freundschaft geschlossen", sagte sie jetzt der Zeitung "Nice-Matin". "Es gibt einen tollen Zusammenhalt in unserer Gruppe." Ihr großer Traum: Olympia!

Der sportliche Ehrgeiz steckt den Grimaldis in den Genen. Alexandras Halbschwester Charlotte Casiraghi, 28, trainiert hart für große internationale Springreitturniere. Pierre Casiraghi, 27, ist passionierter Rennfahrer. Und Pauline Ducruet, 20, die älteste Tochter von Prinzessin Stéphanie und damit eine Cousine von Alexandra, feiert Erfolge als Turmspringerin.

Sportliche Familie

Unterstützung erhält Alexandra, die als Einzige der jungen Grimaldis einen Adelstitel trägt, nicht nur von der monegassischen Seite ihrer Familie. In Österreich wurde sie auch von ihrem Halbbruder väterlicherseits angefeuert, von Ernst August Erbprinz von Hannover, 31. Eine besondere Freude, denn die beiden sehen sich eher selten. Sie wuchsen getrennt voneinander auf, der Erbprinz pendelt heute zwischen London und Hannover, wo er sich um die Güter der Welfen kümmert. Ein Erbe, das auch auf Alexandra wartet. Aber bis dahin hat sie noch viel Zeit, übers Eis zu schweben.

Stefanie Richter Gala

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