Albert von Belgien: DNA-Test gefordert

Seit Jahren behauptet die Künstlerin Delphine Boël, eine uneheliche Tochter von Belgiens König Albert zu sein. Nun zitiert sie ihn vor Gericht - und will die Wahrheit mit einem DNA-Test erzwingen

Eine angebliche Affäre vor rund 45 Jahren könnte König Albert II. nun zum Verhängnis werden: Der belgische Monarch muss am 25. Juni vor Gericht erscheinen - und dort vielleicht sogar mit einem DNA-Test Klarheit darüber schaffen, ob Delphine Boël seine Tochter ist. Das behauptet die Künstlerin nämlich seit Jahren, doch der heute 79-jährige Albert hat sich nie zu ihr bekannt.

Über ihren Anwalt zitierte die im 1968 geborene Boël laut belgischen Medienberichten sowohl Albert, als auch dessen Kinder Prinz Philippe und Prinzessin Astrid vor ein Brüsseler Gericht. Das bestätigte auch der belgische Hof, ohne sich weiter zum Sachverhalt zu äußern.

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Auch wenn sich die Königsfamilie an "social distancing" halten muss, zeigt sie sich nun, um sich zu bedanken.
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Belgische Königsfamilie

Ein Land mit zwei Königinnen

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Prinzessin Elisabeth mit ihrem vier Jahre jüngeren Bruder Prinz Emmanuel beim Weihnachtskonzert im Royal Palast in Brüssel.

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Bei dem Termin soll entschieden werden, ob die Mitglieder der Königsfamilie gezwungen werden können, ihre DNA offenzulegen. Laut dem Verfassungsrechtler Marc Uyttendaele sei das jedoch sehr unwahrscheinlich. Dem Sender RTBF sagte er laut "spiegel.de", dass die belgische Verfassung nicht zulasse, dass Albert zur Rechenschaft gezogen wird.

Die Gerüchte um Alberts uneheliche Tochter kamen 1999 auf. Damals behauptete der Journalist Mario Danneels in einer Biografie über Königin Paola, dass ihr Ehemann König Albert in den Sechziger Jahren eine Affäre gehabt haben soll. Wenig später sprach Albert selbst über schwierige Zeiten in seiner Ehe. Und auch Paola äußerte sich: "Wir hatten unsere Probleme. Heute sagen wir uns, dass wir füreinander geschaffen waren. Wir sind wirklich glücklich", sagte sie vor fünf Jahren in einem Interview zu ihrem 70. Geburtstag.

Delphine Boël hatte im Jahr 2005 erstmals ganz offen darüber gesprochen, dass ihre Mutter Baronin Sybille de Sélys Longchamps eine Affäre mit Albert gehabt haben soll. Drei Jahre später beklagte sie in ihrer Autobiografie Couper le cordon ("Die Nabelschnur zerschneiden") außerdem, dass sie schon lange keinen richtigen Kontakt mehr zu ihrem angeblichen Vater Albert habe. Auch ihr gesetzlicher Vater Jacques Boël hat sich mittlerweile von ihr abgewendet: Laut der belgischen Zeitung "Le Soir" soll er Delphine Boël enterbt haben.

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