Adios, Juan Carlos

Heute dankt er ab

In unserer Kolumne "Royals Inside" berichten wir über die Adelshäuser dieser Welt - heute geht es um Spaniens scheidenden König Juan Carlos

König Juan Carlos von Spanien

König Juan Carlos von Spanien

Juan Carlos

Der demokratische Monarch

August 1945  Juan Carlos (li.) ist der älteste Sohn von Juan de Borbón y Battenberg und dessen Frau Maria Mercedes, er hat drei Geschwister: María del Pilar, Margarita and Alfons. Die Familie lebte bis 1948 zusammen im Exil in der Schweiz und Portugal und traf mit Diktator Fransisco Franco ein Abkommen, welches vorsah Juan Carlos in Spanien aufwachsen zu lassen um ihn auf seine Aufgaben als künftiger König vorzubereiten um so nach Francos Tod den Übergang von der Diktatur zur Monarchie einzuleiten.
Mai 1962  Nach einer Ausbildung an der Militärakademie, ein paar Jahren bei der Luftwaffe und einem Jurastudium heiratet Juan Carlos in Athen Prinzessin Sophia von Griechenland.
König Juan Carlos und sein Schwager König Konstantin beim Karate.
Juli 1969  Nach den Geburten von Elena und Cristina wurde die Thronfolge 1968 durch Prinz Felipe gesichert, denn in Spanien werden die männlichen Erben den weblichen vorgezogen. König Juan Carlos trägt seinen Thronfolger, den einjährigen Felipe, auf dem Arm.

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Denkt man an , denkt man an Frauen – und an einen Elefanten. Unvergessen das Foto, an dem der scheidende spanische König stolz vor einem gerade erlegten grauen Riesen in die Kamera lächelte. Dieses Bild hat Symbolcharakter: Es bescherte dem 76-Jährigen Un-Sympathiewerte in Rekordhöhe und läutete damit seinen langsamen, aber sicheren Ab- und Ausstieg ein. Heute Abend um 18 Uhr wird er nun im Madrider Königspalastes seine Abdankungsurkunde unterschreiben. Den Königstitel ehrenhalber darf er übrigens behalten. Der neue Regent Felipe erlaubt ihm zudem, dass er mit Gattin Sofia im Zarzuela-Palast wohnen bleiben darf (wenn sie das nach seinen vielen Affären überhaupt noch möchte). So richtig schmeckt Juan Carlos sein Abgang trotzdem nicht: Bei seinem letzten öffentlichen Aufritt scherzte er, er hoffe, dass er seinen Sohn in Zukunft öfter vertreten dürfe. Quasi als König a. D. Würde man ihn mit einem Dickhäuter vergleichen, würde man sagen: Nein, dieser Elefant ist noch nicht komplett erlegt …

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