Adios, Juan Carlos: Heute dankt er ab

In unserer Kolumne "Royals Inside" berichten wir über die Adelshäuser dieser Welt - heute geht es um Spaniens scheidenden König Juan Carlos

Juan Carlos

Der demokratische Monarch

Diktator Francisco Franco spricht in Madrid vom Balkon des Königspalast in Madrid. Neben ihm steht König Juan Carlos.
August 1993  Nach dem Gewinn des "King's Cup Yacht Race" auf Mallorca, schmeißen seine Mitstreiter den König zur Feier des Tages in den Pool.
May 1999  Nicht nur das Segeln, auch schnelle Autos haben es Juan Carlos angetan. Hier testet er einen Formel 1 Wagen auf der Rennstrecke in Barcelona.
Juli 2007  Zur Taufe von Juan Carlos' Enkelin, Prinzessin Sofia, findet sich die ganze Familie im "Zarzuela Palast" ein.

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Denkt man an Juan Carlos, denkt man an Frauen – und an einen Elefanten. Unvergessen das Foto, an dem der scheidende spanische König stolz vor einem gerade erlegten grauen Riesen in die Kamera lächelte. Dieses Bild hat Symbolcharakter: Es bescherte dem 76-Jährigen Un-Sympathiewerte in Rekordhöhe und läutete damit seinen langsamen, aber sicheren Ab- und Ausstieg ein. Heute Abend um 18 Uhr wird er nun im Madrider Königspalastes seine Abdankungsurkunde unterschreiben. Den Königstitel ehrenhalber darf er übrigens behalten. Der neue Regent Felipe erlaubt ihm zudem, dass er mit Gattin Sofia im Zarzuela-Palast wohnen bleiben darf (wenn sie das nach seinen vielen Affären überhaupt noch möchte). So richtig schmeckt Juan Carlos sein Abgang trotzdem nicht: Bei seinem letzten öffentlichen Aufritt scherzte er, er hoffe, dass er seinen Sohn in Zukunft öfter vertreten dürfe. Quasi als König a. D. Würde man ihn mit einem Dickhäuter vergleichen, würde man sagen: Nein, dieser Elefant ist noch nicht komplett erlegt …

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