Adelshochzeit in Wertheim: Prinzessin plus Graf - das lockt Zuschauer von nah und fern

So­phie Prin­zes­sin Löw­en­stein-Wert­heim-Freu­den­berg heiratet Con­stan­tin Graf Fug­ger von Ba­ben­hau­sen - da kommen zwei Familien mit großen Namen zusammen. Am Samstag ging es in der Heimat der Braut vor den Altar, es folgte ein rauschendes Fest mit Hochadel

Prinzessin Sophie und Graf Constantin - den sie angeblich liebevoll "Consti" nennt - verlassen am tag ihrer kirchlichen Hochzeit die Wertheimer Stiftskirche.

In der Wertheimer Stiftskirche versammelten sich am 24. Juni 2017 adlige Gäste aus ganz Europa - gefeiert wurde die kirchliche Trauung von So­phie Prin­zes­sin Löw­en­stein-Wert­heim-Freu­den­berg, 28, und Con­stan­tin Graf Fug­ger von Ba­ben­hau­sen, 30. Der weiß-blau-gelbe Brautstrauß der Prinzessin fungierte dabei schon hervorragend als Symbol - schließlich sind Weiß und Blau die Farben der Löwensteiner und Gelb-Blau die der Fugger.

Mit dem Oldtimer zur Stiftskirche

Die Braut fuhr, begleitet von ihrem Vater, in einem roséfarbenen Oldtimer vor der Kirche in Wertheim vor - die engen Gassen waren voller Schaulustiger, Fensterplätze mit Blick auf die Kirche oder auch die Plät­ze auf der Aus­sichts­ter­ras­se des Ei­s­ca­fés in der Nähe der Stifts­kir­che waren schon seit Monaten an besonders große Fans vergeben. Weißes Kleid, langer Schleier, funkelndes Diadem, Blumenkinder und Pagen mit blau-weißen Kleidern und Blumenkränzen im Haar, Gäste mit extravagantem Kopfschmuck - die Zuschauer sahen eine adlige Vorzeigehochzeit. 

Nach der Trauung schritt das Brautpaar samt der Gästeschar durch Wertheim hinab zum Main, um dann zur Party im Kreuzwertheimer Schloss überzusetzen.

Nach der Trauung gingen Brautpaar und Gäste über Pflastersteine und den Marktplatz hinab zum Main. Von dort aus ging es mit der Fähre hinüber zum anderen Ufer - im Park des Kreuzwertheimer Schlosses der Brautfamilie sollte dann nachmittags bei einem Empfang und abends bei einer Brautsoireee die Party für die rund 300 geladenen Gäste steigen. 

Partyplanung deluxe - exklusive Gästeliste

Dafür waren im Vorfeld schon drei große Zelte im Schlosspark installiert worden, um die Räumlichkeiten des Schlosses etwas zu erweitern. Insgesamt 19 Köche waren angeheuert, um für das leibliche Wohl der Gäste mit Fingerfood am Nachmittag und einem dreigängigen Menü am Abend zu sorgen, hatte die Brautmutter,  Elisabeth Fürstin zu Löwenstein-Wertheim-Freudenberg, dem örtlichen "Main-Echo" im Vorfeld verraten. Und auch einen Einblick in die aus Sicherheitsgründen hochgeheime Gästeliste hatte sie der Zeitung gewährt: Es sollten jedenfalls Vertreter folgender hochadliger und adliger Häuser vor Ort sein: Sachsen-Coburg, Bayern, Hohenzollern, Sayn-Wittgenstein, Oldenburg, Württemberg, Schaumburg-Lippe und natürlich auch aus den benachbarten Häusern Leiningen und Löwenstein-Wertheim-Rosenberg. Auch Oscar-Preisträger Florian Henckel von Donnersmarck war mit Frau und Kindern als Gast vor Ort.

Das Brautpaar: Prinzessin Sophie und Graf Constantin

Am Freitagabend wurde auf der Wertheimer Burg der Polterabend der beiden Adligen zelebriert, im Dezember waren sie hier bereits standesamtlich getraut worden. Eigentlich leben die beiden allerdings in München. Prinzessin Sophie wuchs allerdings am Stammsitz der Familie in Kreuzwertheim auf.  Beide haben wirtschaftswissenschaftliche Studiengänge absolviert. Vor acht Jahren hatten sie sich auf einer Hochzeit kennengelernt - nun sind sie selbst Mann und Frau. 

Brautmode

Royale Hochzeitskleider

Am 1. Juni gaben sich Casimir Prinz zu Sayn-Wittgenstein und Alana Bunte in der Abtei Sayn das Jawort. Alana trug eine Kreation des spanischen Designers Jorge Acuña. "Ich wollte keine Spitze, Pailletten oder Rüschen", erklärt das kalifornische Model im Interview mit GALA. "Jorge Acuña und ich haben uns im Dezember in Madrid zum ersten Mal getroffen und sofort verstanden. Danach war ich noch für drei Anproben dort. Der Stoff nennt sich Faillé, es ist eine Seide mit feinen Querrippen." Die Schleppe des Kleides ist dreieinhalb Meter. Der Schleier stammt aus dem Jahr 1870 und ist seitdem im Besitz der Sayn-Wittgensteins. Das Diadem und die Ohr­ringe stammen auch aus dem Besitz von Casimirs Familie. Die Perle auf der Tiara stammt von seiner Ururgroßmutter Fürstin Margarethe von Thurn und Taxis, Erzherzogin von Österreich.
Für das Hochzeitsfest in der "Sayner Hütte" kreierte Designer Jorge Acuña dieses zweite Traumkleid für Alana. Im Interview mit GALA verriet das Model, dass sie vorab zu gerne mit Casimir über ihre Kleiderwahl gesprochen hätte. "Casimir ist mein bester Freund, ich hätte gerne seine Meinung gehört. Aber ich durfte es nicht zeigen", erklärt sie. Casimir Prinz zu Sayn-Wittgenstein erwidert darauf: "Das Kleid ist noch schöner als in meiner Vorstellung".  
Ein Brautkleid muss lang und weiß sein? Von wegen! Charlotte Casiraghi wählte für ihre standesamtliche Trauung mit Dimitri Rassam ein recht außergewöhnliches Kleid von Saint Laurent. Das steinfarbene Spitzenkleid in Etui-Form aus dem Hause Saint Laurent betonte die grazile Schönheit der Französin perfekt. 
Prinz Dushan Karadjordjevic und Valerie de Muzio feiern eine rauschende Hochzeitszeremonie im serbischen Topola. Das elfenbeinfarbene Off-Shoulder-Kleid der Braut spiegelt ihr modernes, selbstbestimmtes Leben in New York wider.

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Spezielles Detail dieser Society-Hochzeit

Spannend: Empfang und Feier in Kreuzwertheim fanden also rechtsmainisch, also im bayrischen Franken statt - die kirchliche Trauung selbst und auch der Polterabend waren links des Mains und damit in Baden-Württemberg angesiedelt.

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