Zu viel Verpackung?: Beim Einkaufen Plastik sparen - so geht's

Im Supermarktregal findet man nicht nur Obst, Gemüse, Käse und Brot, sondern auch jede Menge Plastik. Wer vermeiden möchte, so viel Verpackung zu kaufen, der kann sich hier ein paar Tipps holen.

Wer durch den Supermarkt läuft, der findet nicht nur Lebensmittel, Hygieneartikel und Getränke, sondern auch jede Menge Plastik in den Regalen vor. Denn es sind längst nicht nur die Sachen eingepackt, die tatsächlich einer Kunststoffhülle bedürfen. Einige Produkte findet man sogar doppelt verpackt vor und das, obwohl eine Verpackung gar nicht vonnöten ist.

Supermärkte reduzieren Plastiktüten

So findet man beispielsweise Paprika, Gurken und Salat in so gut wie jedem Supermarkt eingepackt vor. Kritiker mokieren, dass das Verpacken von Gemüse und Obst unnötig ist. Zurecht: Zitronen, Orangen, Gurken und Co. kommen mit ihrer eigenen, natürlichen Verpackung, ihrer Schale, daher. Dass viele Kunden ihre Einzelteile trotzdem in Plastiktüten verstauen, versuchen Supermärkte nun einzudämmen und ersetzen die kostenlosen Obsttüten oftmals durch Papiertüten. Der Lebensmitteldiscounter Aldi widerum bietet die Tütchen mittlerweile nun nur noch gegen ein Entgelt von einem Cent an.

Eva Padberg

"Kinder sollten nicht in Schubladen gesteckt werden"

Eva Padberg und ihre Tochter. 
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©Gala

Mit ein bisschen Vorbereitung muss man jedoch gar nicht mehr auf Einmal-Tüten zurückgreifen. Es empfiehlt sich, nicht nur einen Einkaufsbeutel in der Handtasche oder im Rucksack zu verstauen, sondern auch auf nachhaltige Obst- und Gemüsenetze zu setzen. Diese sind oftmals aus Baumwolle, können lange Zeit verwendet werden, sind waschbar und zudem äußerst leicht, sodass diese zumeist an der Kasse mitgewogen werden können.

Unverpackt-Läden als Lösung für zu viel Plastikmüll

Es gibt aber nicht nur Möglichkeiten, Obst und Gemüse verpackungsfrei einzukaufen. Wer auch bei Nudeln, Reis, Nüssen, Schokolade, Öl, Haferflocken und ähnlichem auf den Kunststoff verzichten möchte, der wird in einem sogenannten Unverpackt-Laden fündig. Dort kann man die Lebensmittel in eigens mitgebrachte Behälter abfüllen und vermeidet so eine Menge Müll. Die Läden ordern die Produkte in großen Säcken, die sich zumeist wieder befüllen lassen, und vermeiden so viele einzelne Plastikverpackungen. Ein weiterer Vorteil der Zero-Waste-Läden: Man kann Lebensmittel in kleineren Mengen als in herkömmlichen Supermärkten kaufen, denn in seine mitgebrachten Behälter kann man genau so viel füllen, wie man tatsächlich braucht.

Viele Menschen befürchten, dass ein solcher Einkauf deutlich teurer ist, als ein Besuch im herkömmlichen Supermarkt. Doch so richtig vergleichen kann man die beiden Geschäfte nicht, wie "Original Unverpackt"-Gründerin Milena Glimbovski im Gespräch mit GALA erklärt: "Man kann uns nicht mit einem herkömmlichen Supermarkt vergleichen, weil wir fast nur Bio-Lebensmittel führen. Wenn man uns aber mit einem Biosupermarkt vergleicht, sind wir nicht teurer. Im Gegenteil: Wir sind in ganz vielen Bereichen sogar oft billiger; zum Beispiel bei Gewürzen, Tee, Müslis oder Nüssen." 

Das Angebot in Unverpackt-Läden geht weit über Lebensmittel hinaus, mittlerweile bieten viele Filialen auch Spül- und Waschmittel, Schwämme, Shampoo und andere Hygieneartikel an. Auch die oben bereits genannten Obstnetze sowie Brotbeutel kann man in vielen Stores dieser Art erwerben.

Auch Bioläden versuchen Zero-Waste-Ketten zu gewährleisten

Wer keinen Unverpackt-Laden in der Nähe hat, der kann sich im örtlichen Bioladen umschauen. Dort gibt es ebenfalls des Öfteren Stationen, bei denen man Haferflocken, Leinsamen und so weiter abfüllen kann. Auch Obst und Gemüse sowie Brotaufstriche und Honig kann man dort ohne Verpackung bekommen.

Aber auch im herkömmlichen Supermarkt kann man teilweise gut verpackungsfrei einkaufen. Milch und Joghurt beispielsweise gibt es in Glasflaschen bzw. in Gläsern. Da auf beide Gefäße Pfand erhoben wird, können diese nach dem Gebrauch zum Supermarkt zurückgebracht werden. Käse und Wurst kann man in größeren Märkten an der Frischetheke kaufen und die Lebensmittel dabei entweder in Papier oder – noch besser – in Dosen packen lassen. Mittlerweile bieten einige Supermärkte an, die frischen Sachen in eigene Vorratsdosen zu packen. Mitarbeiter des Ladens dürfen die Gefäße aus hygienischen Gründen allerdings nicht hinter die Theke nehmen, weswegen ein spezielles Tablett entwickelt wurde, von dem sich der Kunde die Produkte nehmen und in seine Dose packen kann.

Beim Bäcker ist das Prozedere ähnlich simpel: Um Brötchentüten zu vermeiden kann, man dort seine Backwaren in einen Leinenbeutel füllen lassen. Dieser hält Brötchen, Brot und Co. sogar noch etwas länger frisch als die herkömmlichen Papiertüten. Es gibt also zahlreiche Möglichkeiten, die horrenden Mengen an Plastikverpackungen zu reduzieren. Das macht nicht nur ein gutes Gefühl, sondern schafft auch noch Platz im Vorratsschrank!

Verwendete Quellen: Eigene Recherche

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