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Zahnpasta selber machen Rezepte für natürliche Zahnpasta

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© Shutterstock
Zahnpasta selber zu machen ist unkompliziert und günstig. Mit nur wenigen Zutaten ist sie schnell gemacht, Ihre DIY-Zahnpasta. Unsere liebsten Rezepte und Hintergrundinfos zu den Zutaten.

Gründe, um Zahnpasta selber zu machen, gibt es viele. Der Verzicht auf Konservierungsstoffe in der industriellen Zahnpasta und das Verringern des eigenen Plastikverbrauchs sind nur einige. Denn was viele nicht wissen: Etliche der herkömmlichen Zahnpasten schmecken nicht nur übertrieben intensiv, sondern haben auch ihre Nebenwirkungen. So können die Inhaltsstoffe Irritationen der Mundschleimhaut verursachen (Natriumlaurylsulfat) oder eine hormonartige Wirkung auf den Körper entfalten (Parabene).

Zahnpasta selber machen, kann daher die Lösung sein. Mit bestimmten Zutaten und einem einfachen Rezept kreieren Sie schnell und ganz einfach Ihre natürliche und leckere Zahnpasta – und das ganz nach Ihrem Geschmack. Hinzu kommt, dass Sie genau wissen, welche Inhaltsstoffe in der Zahnpasta stecken.

Viel Spaß beim Ausprobieren der Rezepte!

1. Kokoszahnpasta

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Zutaten:

  • 4 - 5 EL Bio-Kokosöl
  • 2 - 3 EL Natron (Wichtig: Beachten Sie die Hinweise zu Natron weiter unten im Artikel.)
  • 5 - 10 Tropfen Bio-Pfefferminzöl

Zubereitung:

  1. Erwärmen Sie das Kokosöl. Mischen Sie dann alle Zutaten zusammen und rühren Sie auch beim Erhärten der Zutaten immer wieder um.
  2. Lagern Sie die Zahnpasta bei Zimmertemperatur in einem desinfizierten Behältnis.
  3. Mit einem kleinen Löffel können Sie die Kokoszahnpasta anschließend auf Ihre Zahnbürste auftragen.

Hier können Sie Kokosöl kaufen.

2. Kokosölbasierte Zahnpasta mit Xylit

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Zutaten:

  • 4 EL Bio-Kokosöl
  • 2 EL Xylit
  • 4 EL Natron (Wichtig: Beachten Sie die Hinweise zu Natron weiter unten im Artikel.)
  • nach Bedarf 2 TL Kurkuma

Zubereitung:

  1. Erwärmen Sie das Kokosöl im Wasserbad und verrühren Sie anschließend alle Zutaten darin.
  2. Geben Sie die Zahnpasta in ein verschließbares, sauberes Gefäß und tragen Sie sie immer mit einem kleinen Löffel auf die Zahnbürste auf.
  3. Lagern Sie die Zahnpasta bei Zimmertemperatur im Badezimmer.

Hier finden Sie geeignetes Natron.

3. Zahnpasta ohne Natron

Zutaten:

  • 120 ml Bio-Kokosöl
  • 2 - 4 TL Xylit
  • 10 - 15 Tropfen ätherisches Bio-Pfefferminzöl (muss für die innerliche Einnahme geeignet sein)

Zubereitung:

  1. Kokosöl leicht im Wasserbad erwärmen und mit den anderen Zutaten verrühren.
  2. Zahnpasta in ein sauberes und verschließbares Behältnis füllen und bei Zimmertemperatur lagern.
  3. Für die Anwendung die Zahnpasta mit einem kleinen Löffel auftragen

Genereller Hinweis: Zur Entnahme der Zahnpasta sollte nicht die Zahnbürste verwendet werden, da so Bakterien in die Zahncreme gelangen könnten.

Zahnpasta selber machen: Die Wirkung der einzelnen Zutaten

Kokosöl

Natives und kaltgepresstes Kokosöl wirkt antibakteriell und entzündungshemmend. Das Öl ist aufgrund seiner speziellen Fettsäuren hervorragend als Basiszutat für eine DIY-Zahnpasta geeignet. Kariesbakterien werden mithilfe der Laurinsäure bekämpft. Kokosöl hat aber auch auf das Zahnfleisch eine heilende Wirkung.

Ätherisches Öl wie Pfefferminzöl

Pfefferminzöl sorgt für einen frischen, angenehmen Atem und wirkt gegen Entzündungen. Achten Sie unbedingt auf die angegebene Menge, denn ätherische Öle im Übermaß können die Mundschleimhaut reizen. Bei empfindlichen Zähnen nehmen Sie deshalb lieber etwas weniger Pfefferminzöl. Alternativen sind zum Beispiel Zitronenöl oder Fenchelöl.

Natron

Natron, sparsam angewendet, reinigt die Zähne und hellt sie anfänglich auf, da es Ablagerungen abreibt. Natron greift aber auch den Zahnschmelz an, schmirgelt ihn mit der Zeit ab und schadet so den Zähnen. Auf der aufgerauten Oberfläche können sich nach und nach noch mehr Ablagerungen niederlassen und die Zähne letztendlich noch stärker verfärben. Natron wird daher nicht für die tägliche Anwendung empfohlen.

Xylit

Die meisten Zahnpasten enthalten Süßstoffe wie Aspartam, die alles andere als gesund sind. Xylit ist eine bessere Alternative, die besonders gern bei der Herstellung von DIY-Zahnpasta verwendet wird. Xylit, auch unter dem Namen Birkenzucker bekannt, ist der perfekte Zuckerersatzstoff. Er schützt die Zähne vor Karies, da er das Wachstum der Kariesbakterien hemmt. Zudem trägt er dazu bei, dass die Plaquebildung abnimmt. 

Achtung: Leben Hunde in Ihrem Haushalt, sollten Sie unbedingt darauf achten, dass Sie den Xylit unzugänglich verstaut haben, denn Xylit kann für Hunde tödlich sein.

Kurkumapulver

Kurkuma hellt sanft die Zähne auf. Die Pflanze – oft erhält man sie am ehesten in Form einer Wurzel, die Ingwer ähnelt – beugt außerdem Zahnfleischentzündungen vor und wirkt antibakteriell. Regelmäßig angewendet, fördert es die Durchblutung des Zahnfleisches. Wichtig: Spülen Sie Ihren Mund nach Anwendung der selbst gemachten Zahnpasta mit Kurkumapulver gut aus, da das Kurkuma sich in kleinen Zahnschmelzrissen sonst festsetzen kann und diese gelb färbt. Gerade bei angegriffenem Zahnschmelz können die Zähne durch Kurkuma eine gelbliche Färbung annehmen.

Zahnpasta selber machen: Das gibt es zu bedenken

Neben den Vorteilen selbst gemachter Zahnpasta sind aber auch kritische Stimmen zum Beispiel von der Deutschen Gesellschaft für Präventivzahnmedizin (DGPZM) zu bedenken: In einer Pressemitteilung "'Auf die richtige Zahnpasta achten!' - Die gesundheitliche Bedeutung von Zahnpasten" vom Juni 2019 gibt das DGPZM zu bedenken, dass es selbst gemachten Zahnpasten an Fluorid, Schaumbildnern und Abrasivstoffen fehle. Fluorid gelte als wichtigster Inhaltsstoff von Zahnpasten zur Kariesprävention. Schaumbildner tragen zur Reinigungswirkung der Zahnpasta bei und fördern die Gesundheit des Zahnfleisches. Abrasivstoffe seien – in geringem Maße angewendet – ebenfalls wichtig für die Reinigung der Zähne. Die Art und Menge sowie die Größe der Teilchen spielen dabei eine essenzielle Rolle. Werden in selbst gemachten Zahncremes zu viele Abrasivstoffe hinzugefügt, kann es dazu führen, dass die Zahnsubstanz abgeschliffen werde, während im Herstellungsprozess herkömmlicher Zahnpasta auf Konzentration und Korngröße genauestens geachtet wird. Außerdem beugen die Rezepturen herkömmlicher Zahnpasten "bakteriellem Zahnbelag, Zahnfleischbluten, empfindlichen Zahnhälsen, Zahnstein und Mundgeruch vor". Die Wirksamkeit selbst gemachter Zahncremes nach alten Hausrezepten sei hingegen nicht belegt und nach anerkanntem Wissensstand auch nicht zu erwarten.

Wenn Sie sich dazu entschließen, Zahnpasta selber zu machen, sollten Sie Ihre Zähne regelmäßig vom Zahnarzt kontrollieren lassen und die DIY-Zahnpasta am besten nicht täglich verwenden.

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Verwendete Quellen: 

Gala

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