Hausmittel: Keime in der Waschmaschine verhindern

Mit Waschmaschinen verbinden viele Verbraucher Sauberkeit. Doch oft ist das Gegenteil der Fall und zahlreiche Geräte entpuppen sich stattdessen als wahre Keimschleudern. Diese vier Hausmittel helfen dabei, die Waschmaschinen-Keime loszuwerden.

Waschmaschinen-Keime loswerden

In der Trommel der Waschmaschine tummelt sich nicht nur saubere Wäsche: Auch unliebsame Bakterien finden ihren Weg an diesen vermeintlich reinlichen Ort – und bleiben. Das feuchte und zugleich warme Milieu in der Waschmaschine ist der ideale Nährboden für Keime.

Um sie wieder loszuwerden, greifen viele Verbraucher zu Chemiebomben aus dem Handel. Doch die sind meist höchst aggressiv und belasten die Umwelt. Besser ist es, auf Altbewährtes zu setzen: Diese vier Hausmittel helfen dabei, Waschmaschinen-Keimen vorzubeugen.

Wie kommen Keime in die Waschmaschine?

Rund 200 verschiedene Bakterienstämme fanden Professor Markus Egert und sein Team im Innenraum der von ihnen getesteten Waschmaschinen – darunter jede Menge Fäkalbakterien. Der Wissenschaftler für Mikrobiologie identifizierte die meisten der Keime in den Waschmittelkammern sowie in den Gummidichtungen, wie er gegenüber "stern TV" erklärt.

Für gesunde Menschen würden die gefundenen Bakterien in der Regel jedoch kein gesundheitliches Risiko bedeuten, so Professor Egert weiter. Vorsicht sei trotzdem geboten, denn für Ältere, Schwangere, Kleinkinder und Menschen mit einem geschwächten Immunsystem könnten die Keime zu Erkrankungen führen.

Bakterienfalle Schal

Wie oft sollte man ihn waschen?

Bakterienfalle Schal
So warm und kuschlig ein Schal auch ist, er ist auch eine echte Bakterienfalle.
©Gala

Waschmaschinen-Keime verhindern: 4 Hausmittel

Damit die Keime schnell wieder aus der Waschmaschine verschwinden, sollten sich Verbraucher diese vier effektiven Hausmittel der Verbraucherzentrale Hamburg merken:

  • Waschmittelkammer und Gummiabdichtungen regelmäßig mit Wasser und Haushaltsreiniger putzen
  • Waschmittelkammer und Waschmaschinentür nach der Nutzung offen lassen, damit die entstandene Feuchtigkeit entweichen kann – so werden Ablagerungen und einem Schimmelbefall vorgebeugt
  • 60-Grad-Waschgang mit bleichmittelhaltigem Vollwaschmittel mindestens einmal im Monat, um Keime abzutöten
  • Flusensieb regelmäßig reinigen

Hygienisch geht auch ohne Chemie

Das Umweltbundesamt (UBA) rät von der regelmäßigen Anwendung von Hygienespülern für herkömmliche Haushalte ab. Für gesunde Personen sei normale Schmutzwäsche kein Problem: Das Waschen in der Waschmaschine bei hohen Temperaturen, das Saubermachen des eigenen Heims sowie die persönliche Körperhygiene halten die Zahl der Mikroorganismen gering.

Einige Wirkstoffe, die in Hygienespülern für die Waschmaschine enthalten sind, werden außerdem als gefährlich eingestuft und enthalten gesundheitlich bedenkliche Stoffe. Laut Robert-Koch-Institut können bakteriell wirkende Produkte die natürliche Hautflora des Menschen schädigen und in Ausnahmefällen die Entwicklung von resistenten Mikroorganismen begünstigen.

Verwendete Quellen: stern TV, Verbraucherzentrale Hamburg, Umweltbundesamt, Robert-Koch-Institut

Themen

Erfahren Sie mehr:

Star-News der Woche