Ursula Karusseit: So dachte sie über "In aller Freundschaft"

Vor ihrem Tod hat Ursula Karusseit ihr neues Buch "Zugabe" verfasst. Das erzählt sie darin über die Erfolgsserie "In aller Freundschaft".

Ursula Karusseit war seit 1998 in "In aller Freundschaft" zu sehen. Am 1. Februar verstarb die Schauspielerin

Für die Erfolgsserie "In aller Freundschaft" lief es in ihrer Anfangszeit nicht glatt. Das erzählt die am 1. Februar 2019 verstorbene Schauspielerin Ursula Karusseit in "Zugabe" (Verlag Neues Leben). Der Theater-Star und TV-Liebling hat in dem nun postum erschienenen Buch von ihren zahlreichen Rollen, Ereignissen abseits der Bühne und über "In aller Freundschaft" geschrieben. Als 1998 der MDR die Serie startete, habe das Publikum nicht angebissen, berichtet sie darin und fügte hinzu, "dürftige Episoden, mit kurzberockten Krankenschwestern ins Bild gesetzt, das simple Konzept ging nicht auf". Ein Jahr habe der Sender dieser Serie gegeben.

Karusseit schreibt weiter: "Doch dann fingen die Drehbuchautoren an, sich Mühe zu geben, damit bekamen auch die Schauspieler mehr Möglichkeiten - die Serie mauserte sich und feierte nun ihre zwanzigjährige Laufzeit. Ohne mich, die ich in der Rolle der Charlotte Gauss von Anfang an dabei war." Sie sei nicht zur Feier gegangen, "ich war etwas verschnupft, weil ich es schofelig fand, dass diese gute Seele der Serie auf dem Darstellergruppenfoto, das der Sender als Einladung verschickte, nicht mit abgebildet war. Nun, vielleicht war sie gerade in der Kantine", heißt es in "Zugabe".

Sarah Knappik

"Das war einfach nur Selbstschutz"

Sarah Knappik
Sarah Knappik war 2011 beim RTL-"Dschungelcamp" eine der schillerndsten Kandidatinnen.
©Gala / Brigitte

Etwas zu feiern hatte Karusseit aber auch schon zuvor mit der Serie: 2008, das Jahr, in dem die ganze Crew von "In aller Freundschaft" die Goldene Henne bekam, habe sie sich als Autokennzeichen verewigt, verrät sie in dem Buch. 2009 wurde die Schauspielerin zudem mit der Goldenen Henne für ihr Lebenswerk ausgezeichnet.

Letzte Folge mit Karusseit am 19. März

Karusseit, eine der wichtigsten Persönlichkeiten des DDR-Theaters und -Fernsehens, war im Alter von 79 Jahren in Berlin verstorben. Seit der ersten Folge 1998 spielte sie bei "In aller Freundschaft" die Rolle der Cafeteria-Chefin Charlotte Gauss. Ende 2018 stand Karusseit laut MDR zuletzt vor der Kamera. Die letzte Folge mit der Schauspielerin wird demnach am 19. März im Ersten ausgestrahlt.

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