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Umweltbewusst leben Fünf Tipps für mehr Nachhaltigkeit im Alltag

Model und Schauspielerin Milla Jovovic baut selbst ihr Gemüse an.
Model und Schauspielerin Milla Jovovic baut selbst ihr Gemüse an.
© .instagram.com/millajovovich
Umweltbewusst leben wie Schauspielerin Milla Jovovic oder Model Cindy Crawford, die ihr Gemüse selbst anbauen? Kein Problem! GALA zeigt Ihnen fünf einfache Tipps, mit denen das im Handumdrehen klappt.

Es gibt viele Möglichkeiten, um Klima und Umwelt zu schützen und Umweltbewusst zu leben: Indem wir mit der Bahn statt mit dem Flieger in den Urlaub reisen, das Auto öfter stehenlassen oder uns für die vegetarische Alternative im Restaurant entscheiden. Aber was lässt sich darüber hinaus im Alltag tun? Wir verraten Ihnen die besten Tipps für mehr Nachhaltigkeit – von DIY-Peeling bis zur Zero-Waste-Geschenkverpackung.

Umweltbewusst leben: Mit diesen 5 Tipps klappt's

Tipp 1: Clean up your Closet 

Etwa fünf neue Kleidungsstücke kaufen wir jeden Monat - das macht 60 neue Teile pro Jahr. Ein erster Schritt auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit ist ein kritischer Blick in den eigenen Kleiderschrank: Wie viele Hosen, Pullover und Kleider werden nicht getragen? Wer konsequent ausmistet, kann anschließend eine Kleidertauschparty mit Freundinnen organisieren. So finden Fehlkäufe und zu klein gewordene Lieblingsteile neue Besitzer.

Ein weiterer Tipp für eine nachhaltige Garderobe ist Vintage-Shopping. In den meisten Städten gibt es eine ganze Reihe von Secondhandläden, die nicht nur Basics, sondern auch Designerkleider und Unikaten anbieten. Auf aktuelle Trends müssen Sie trotzdem nicht verzichten: Neue Styles lassen sich ohne schlechtes Gewissen über Onlineportale wie Stay-Awhile ausleihen. Für 59 Euro im Monat bekommen Sie vier Teile bequem nach Hause geschickt. Wenn weder tauschen noch leihen eine Option ist, sollten Sie beim Neukauf unbedingt auf Nachhaltigkeitssiegel achten: www.siegelklarheit.de.

Tipp 2: DIY-Peeling aus Kaffeesatz

Kaffee ist ein wahres Wundermittel - nicht nur von innen, sondern auch von außen. Wer den Tag mit Kaffee startet, hat mit dem Kaffeesatz schon die wichtigste Zutat für ein belebendes Peeling parat - Zero-Waste und Zero-Zusatzstoffe. Da Koffein die Durchblutung der Haut fördert, werden die Zellen besser mit Sauerstoff versorgt, sodass sie sich schneller regenerieren können. Das Ergebnis ist ein strahlender Teint.

Umweltbewusst leben : Fünf Tipps für mehr Nachhaltigkeit im Alltag

Für die natürliche Verjüngungskur brauchen Sie kaum Zutaten:

  • Das wichtigste ist der Kaffeesatz aus ihrem Filter.
  • Der getrocknete Kaffeesatz kann entweder direkt in kreisenden Bewegungen auf die Haut aufgetragen werden.
  • Anschließend mit warmem oder kaltem Wasser, ganz nach Belieben, abspülen.
  • Oder das Peeling zuvor noch verfeinern: Dazu einfach eine Tasse Kaffeesatz mit einer halben Tasse braunem Zucker, einem halben Teelöffel Mandelöl und 10-15 Tropfen ätherischem Orangenöl vermischen. Statt Zucker und Orangenöl lassen sich auch Olivenöl, Jojobaöl oder Honig verwenden.

In schönen Weckgläsern verpackt, ist das Peeling das perfekte Mitbringsel für Freunde. Übrigens: Sowohl in die Tasse als auch auf die Haut gehören nur bio und fairer Kaffee.

Tipp 3: Saisonal, regional und vegan

Die Art und Weise, wie wir uns ernähren, macht etwa 15 Prozent unseres gesamten CO2-Verbrauchs aus. Lebensmittel, die bei uns keine Saison haben, werden häufig in aufwendig beheizten Treibhäusern gezüchtet oder in großen Kühlhäusern gelagert - das verbraucht viel Energie. Auch die Produktion von Fleisch- oder Milchprodukten benötigt deutlich mehr Ressourcen als die Herstellung rein pflanzlicher Produkte. Mit einem Einkauf auf dem lokalen Wochenmarkt (am besten per Rad!), saisonalem Obst und Gemüse und ein paar vegetarischen oder sogar veganen Gerichten die Woche, tun Sie Ihrer Gesundheit und Ihrem ökologischen Fußabdruck etwas Gutes.

Produkte wie Kaffee, Bananen oder Kakao, die von weit herkommen, sollten immer fair gehandelt eingekauft werden, damit auch die, die Produkte für uns anbauen, bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen haben. Ein weiterer Tipp: Lassen Sie keine Lebensmittel verkommen. Inspiration dazu, wie sich selbst aus Resten leckere Gerichte zaubern lassen, gibt Kochbuchautorin und Bloggerin Sophia Hoffmann in ihrem Buch "Die Zero Waste Küche". Wer keine Zeit für die Resteverwertung hat, kann überflüssige Lebensmittel einfach auf foodsharing verschenken.

Tipp 4: Zeitungs- statt Seidenpapier

Kaum ein Land sammelt mehr Altpapier als Deutschland. Zu Weihnachten steigt der Papiermüll hierzulande rasant, sodass die Müllabfuhren Sonderschichten fahren müssen. Ein Großteil davon ist Geschenkpapier, das schon kurz nach dem Auspacken im Müll landet. Um das zu vermeiden, sollten Sie auf bekannte Siegel wie FSC oder blauer Engelachten oder gleich auf nachhaltige Alternativen setzen. Wie wäre es beispielsweise mit schönen Gläsern oder Blechdosen als Verpackung, die anschließend weiterverwendet werden können? Haarklammern, Schmuck oder anderer Kleinkram lassen sich damit prima sammeln.

Eine andere Möglichkeit, Geschenke einzupacken, ist Zeitungspapier oder alte Stadtpläne. Mit einem bunten Geschenkband oder ein paar getrockneten Blumen wird das Päckchen zum Hingucker. Sollten Sie selbst ein in Geschenkpapier gewickeltes Paket bekommen, öffnen Sie dieses am besten ganz vorsichtig. Papier lässt sich aufbügeln, sodass unschöne Falten verschwinden und es erneut verwendet werden kann. 

Tipp 5: der Jutebeutel ist zurück

Bis eine Plastiktüte vollständig zerfallen ist, kann es, je nach eingesetztem Kunststoff, zwischen 100 und 500 Jahren dauern. Kein Wunder, dass die Bundesregierung sogenannte Einwegplastiktüten Anfang des Jahres verboten hat. Viele Einzelhändler setzen seitdem auf Tüten aus Papier. Damit diese eine bessere Ökobilanz als Plastiktüten haben, müssen sie allerdings mindestens vier Mal benutzt werden. Wesentlich nachhaltiger sind Jutebeutel aus Baumwolle - sie sind langlebig und waschbar. Und: Stoffbeutel gibt es mit coolen Statements oder Sprüchen wie "Don't panic, it's organic" oder "Dear plastic bag, I'm seeing someone else".

Noch weiße Taschen lassen sich mit ein bisschen Kreativität und Textilmalstiften individuell verzieren. Die Beutel passen in jede Handtasche, sodass die Papiertüte an der Kasse selbst bei spontanen Einkäufen keine Ausrede mehr sein sollte. Für einen wirklich nachhaltigen Einkaufsbegleiter sollten Sie darauf achten, dass die Taschen aus Fairtrade-Biobaumwolle bestehen. Gibt’s zum Beispiel von 3Freunde, memo AG oder neutral.

Verwendete Quellen: Fairtrade Deutschland

jse / jbo Gala

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