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Weniger Beleuchtung? So sparen Städte in der Weihnachtszeit

In München ist die Tanne wieder hell erleuchtet.
In München ist die Tanne wieder hell erleuchtet.
© FooTToo/Shutterstock.com
Aufgrund der Energiekrise haben einige Städte in der Weihnachtszeit Sparmaßnahmen ergriffen. Das erwartet Besucher in Wien, München und Co.

Die Energiekrise hat Deutschland weiterhin fest im Griff. Laut der LichtBlick-Umfrage des Marktforschungsinstituts YouGov will jeder Dritte (34 Prozent) weniger festliche Beleuchtung zu Hause. Drei Viertel (73 Prozent) nannte Energiesparen als Hauptgrund. Aber nicht nur private Haushalte müssen in diesen schwierigen Zeiten den Gürtel etwas enger schnallen. Auch einige Städte haben in diesem Jahr die Weihnachtsdekoration etwas zurückgefahren.

LEDs in München

So gibt es auf dem Münchner Marienplatz wie jedes Jahr eine riesige Tanne zu bestaunen. Der Baum erstrahlt dank zahllosen Lichtern - allerdings setzt die Stadt nur noch auf LED-Leuchten, die deutlich weniger Strom benötigen. Zudem wird die Beleuchtungszeit verkürzt: "So leuchtet der Baum heuer nicht schon vormittags, sondern erst zwischen 16 und 23 Uhr", wird Oberbürgermeister Dieter Reiter (64) in einer Mitteilung zitiert. Andere Dekoelemente leuchten länger: Unter anderem die Sterne an den Straßenlaternen sind analog mit der Straßenbeleuchtung ab 16 Uhr bis Tagesanbruch erhellt.

Keine Lichter in Wien

In der österreichischen Hauptstadt Wien wird es keine Weihnachtsbeleuchtung am Ring geben. Allerdings müssen die Besucher nicht ganz auf bunte Lichter verzichten, denn über 25 Einkaufsstraßen sind laut dem "ORF.at" wie gewohnt geschmückt. Einige Beleuchtungen werden aber erst später in Betrieb genommen, wie noch in den Jahren zuvor. Manche Straßen sind erst seit dem 25. November erleuchtet.

In Wien hat man sich ebenfalls auf eine kürzere Betriebszeit geeinigt - von 15 bis 22 Uhr, statt bis Mitternacht, erstrahlen die Straßen. Auf dem Christkindlmarkt am Rathausplatz gehen die Lichter erst an, wenn es komplett dunkel ist - und damit eine Stunde früher als noch vor der Krise, wie der "Kurier" schreibt.

Bamberg und die Zeitschaltuhr

Seit dem 22. November hat der Bamberger Weihnachtsmarkt seine Türen geöffnet. Auch die fränkische Stadt setzt auf stromsparende LEDs, die allerdings nicht dauerhaft leuchten. Denn laut "inFranken.de" kommen Zeitschaltuhren zum Einsatz - unter anderem beim Weihnachtsbaum und der Krippe. Die Stände sind während den Öffnungszeiten des Marktes erleuchtet. Auch einige Straßen der Stadt sind mit LED-Lichtern geschmückt - allerdings auch eine Stunde kürzer als üblich, von 16 bis 22 Uhr. Die Anzahl der Lichter ist laut Bericht um rund die Hälfte gekürzt worden.

Nürnberg lässt Nebenstraßen im Dunkeln

In Nürnberg setzt man beim Weihnachtsbaum am Bahnhofsplatz ebenfalls auf neue Technik. Laut offizieller Pressemitteilung der Stadt wird eine Zeitschaltuhr verwendet, sodass der Baum vom 24. November bis 6. Januar nur in der Zeit von 15 bis 22 Uhr leuchtet. Zudem werden die Hauptachsen der Stadt sowie der traditionelle Christkindlesmarkt beleuchtet. "Während die Weihnachtsbeleuchtung in den Nebenstraßen erheblich reduziert wird beziehungsweise teils ganz entfällt", heißt es in einer Mitteilung. Zudem wird der größte Teil ebenfalls nur von 15 bis 22 Uhr eingeschaltet.

Lübeck: Keine Heizung im Außenbereich

In der Hansestadt Lübeck erstrahlt die schöne Altstadt seit dem 21. November im weihnachtlichen Licht. Aber auch hier heißt es vonseiten der Stadt: "Vor dem Hintergrund der aktuellen Energiekrise wird die Dauer der LED-Weihnachtsbeleuchtung in den Straßen und Plätzen der Altstadt vom 21. November bis 6. Januar auf die Zeit von 16 bis 22 Uhr verkürzt." Auf den Weihnachtsmärkten ein ähnliches Bild: Hier dürfen die Lichter von 16 bis 22 Uhr eingeschaltet werden. Die Außenbereiche vor den Ständen werden zudem nicht unnötig geheizt.

SpotOnNews

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